


Der „neue Besen“ auf der PGA Tour Champions kehrt glänzend: Nur wenige Tage nach seinem 50. Geburtstag hat Zach Johnson das James Hardie Pro Football Hall of Fame Invitational gewonnen. In seinem ersten Start auf der Senioren-Tour dominierte der zweifache Major-Sieger das Feld und beendete damit eine über zehnjährige Durststrecke.
Es war ein historischer Sonntag auf dem „Old Course“ des Broken Sound Clubs. Zach Johnson, der erst am 24. Februar das für die Tour erforderliche Alter von 50 Jahren erreichte, sicherte sich mit einer souveränen 69er-Schlussrunde (-3) den Titel. Mit einem Gesamtergebnis von 11 unter Par (205 Schläge) ließ er die Konkurrenz um Stewart Cink und George McNeill mit deutlichen vier Schlägen Vorsprung hinter sich.
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Für Statistiker bot dieser Sieg eine kuriose Parallele: Johnsons letzter großer Triumph datierte vom Juli 2015, als er die Open Championship gewann. Exakt 3.884 Tage liegen zwischen dem Heben des Claret Jugs und dem jetzigen Erfolg in Florida. Bemerkenswert dabei: Beide Siege errang er auf einem Platz namens „Old Course“ – damals in St. Andrews, dem „Home of Golf“, und nun in Boca Raton.
„Dass meine Kinder mich endlich mal wieder gewinnen sehen, bedeutet mir alles“, gab ein sichtlich bewegter Johnson nach der Runde zu Protokoll. Der US-Amerikaner, der 2023 noch als Ryder-Cup-Kapitän in Rom eine schmerzhafte Niederlage einstecken musste, wirkte befreit und voller Tatendrang für sein neues Kapitel.
Mit seinem Erfolg beim ersten Start tritt Johnson einem elitären Kreis bei. Er ist erst der 22. Spieler in der Geschichte der PGA Tour Champions, dem ein Sieg beim Debüt gelang. Damit steht er in einer Reihe mit Ikonen wie Jack Nicklaus, Arnold Palmer und Phil Mickelson. Zudem ist er nun einer von nur 24 Profis, die auf allen drei Ebenen – der PGA Tour, der Korn Ferry Tour und der Champions Tour – mindestens einen Titel vorweisen können.
Dabei war der Sieg am Sonntag kein Selbstläufer. Zwar startete Johnson mit einem Schlag Vorsprung in den Finaltag, verlor diesen jedoch kurzzeitig durch ein frühes Bogey an Bahn 3 und einen gleichzeitigen Birdie von George McNeill. Doch Johnson antwortete prompt: Ein 10-Meter-Putt an der 4 brachte ihn zurück in die Spur. Mit weiteren Birdies an der 7, 12 und 16 baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und konnte den Gang über die 18. Bahn sichtlich genießen.
Hinter dem strahlenden Sieger sorgte vor allem Padraig Harrington für Schlagzeilen. Der Ire legte nach einer desaströsen 79 zum Auftakt eine furiose Aufholjagd hin. Mit Runden von 66 und einer abschließenden 65 (Tagesbestwert am Sonntag) kämpfte er sich noch bis auf den geteilten vierten Platz vor. Harrington fand nach dem Turnier lobende Worte für den Neuling:
„Zach ist immer noch extrem konkurrenzfähig auf der regulären Tour. Man hat auf der Champions Tour nur ein begrenztes Zeitfenster, in dem man einen physischen Vorteil gegenüber den Älteren hat – und genau da befindet sich Zach jetzt.“
Der Sieg spült Johnson direkt auf Platz 3 der Charles Schwab Cup Gesamtwertung, während Stewart Cink trotz des zweiten Platzes die Führung behauptet. Für Johnson ist dieser Erfolg erst der Anfang: Er hat bereits angekündigt, in diesem Jahr einen vollen Terminkalender auf der Senioren-Tour zu spielen, möchte aber dennoch bei ausgewählten PGA-Tour-Events – darunter das Masters im April – abschlagen.
„Wenn mein Körper mitspielt, werde ich weiter Gas geben“, so Johnson. „Ich bin einfach dankbar, hier zu sein. Diese Tour ist so unglaublich einladend.“
09 Mar 2026
Zach Johnson gewinnt bei seinem ersten Start auf der PGA Tour Champions das James Hardie Invitational. (Foto: Imago / Icon Sportswire)