


TaylorMade entwickelt und konstruiert seine Schläger im kalifornischen Carlsbad – gefertigt werden die Komponenten jedoch überwiegend in Asien, vor allem in China und Vietnam. Die Endmontage findet je nach Modell entweder ebenfalls in Asien oder in Carlsbad statt. Golfbälle produziert TaylorMade in Liberty, South Carolina, und Südkorea.
Wer einen TaylorMade-Schläger in der Hand hält, hält das Ergebnis einer globalen Lieferkette – und das ist kein Makel, sondern Absicht. Wie fast alle großen Golfmarken trennt TaylorMade die einzelnen Schritte der Produktion ganz bewusst: Design und Forschung an einem Ort, Komponentenfertigung an einem anderen, Montage an einem dritten. Was das für die Qualität bedeutet – und was das Label „Made in USA" wirklich aussagt – das klären wir hier.
Der wichtigste Ort im TaylorMade-Universum ist Carlsbad, eine Stadt im San Diego County, Kalifornien. Hier befindet sich die Konzernzentrale – und damit auch das Herz der Produkt- und Ingenieursarbeit.
In Carlsbad entstehen:
Carlsbad ist das Gehirn der Operation. Ingenieure legen dort exakte Geometrien, Wandstärken, Schwerpunktlagen und Klangeigenschaften fest – bevor ein einziger Schläger in Produktion geht. Diese Vorgaben fließen dann als präzise Spezifikationen an die Fertigungspartner weltweit.
Die Schlägerkopf-Produktion – also die physische Herstellung von Metallhölzern, Eisen, Wedges und Putterköpfen – findet überwiegend in China und Vietnam statt. Das hat konkrete Gründe:
Spezialisierung: Diese Fertigungsregionen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung mit Präzisionsguss, Schmiedeverfahren, Mehrmaterial-Verbindungen und Carbon-Composite-Fertigung – genau die Technologien, die moderne Golfschläger erfordern.
Infrastruktur: Gießereien, Schmiedepressen, Roboteranlagen und Laserschweißzellen sind in diesen Regionen konzentriert und auf höchste Präzision ausgelegt.
Qualitätskontrolle: TaylorMade schreibt enge Toleranzen für Loft, Lie, Wandstärke und Kopfgewicht vor. Die Partnerfabriken führen laufende Messprozesse durch, um sicherzustellen, dass jeder Kopf den Spezifikationen entspricht.
Bei Carbon-Kronen-Modellen – wie vielen aktuellen Driver-Generationen – werden die Composite-Komponenten ebenfalls in Asien produziert und anschließend unter Hitze und Druck mit Titan- oder Stahlkonstruktionen verbunden.
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Schäfte und Griffe liefert TaylorMade nicht selbst – sie werden von führenden Spezialisten bezogen:
Das ist kein TaylorMade-spezifisches Vorgehen – nahezu jede Golfmarke arbeitet mit denselben Spezialisten zusammen. Der Vorteil: Golferinnen und Golfer erhalten eine breite Auswahl an Schaft-Charakteristiken und Griffvarianten, die exakt auf ihr Spiel abgestimmt werden können.
Wem gehört TaylorMade? Hier erfahren Sie es.
Bei der Endmontage – dem Zusammenfügen von Kopf, Schaft und Griff zum fertigen Schläger – unterscheidet TaylorMade zwischen zwei Wegen:
Custom-Bestellungen und Tourmodelle werden häufig in Carlsbad montiert. Das ermöglicht schnelle Umsetzung nach Fittings, präzise Loft- und Lie-Anpassungen sowie individuelle Schaft- und Griffkonfigurationen.
Serienmodelle werden oft in Asien – in der Nähe der Komponentenwerke – montiert und dann in die globalen Distributionszentren verschifft. Das reduziert Vorlaufzeiten und Logistikkosten für Standardkonfigurationen.
In beiden Fällen gelten dieselben Qualitätsstandards: Epoxid-Aushärtung, Drehmomentkontrolle, Schwinggewichtsprüfung, Längenkontrolle und Sichtinspektion vor der Verpackung.
Während Schläger global gefertigt werden, hat TaylorMade für seine Golfbälle eine besondere Infrastruktur aufgebaut.
Seit 2013 betreibt TaylorMade ein eigenes Golfball-Werk in Liberty, South Carolina – einer Kleinstadt mit rund 3.200 Einwohnern. Was bescheiden klingt, ist in Wirklichkeit ein hochspezialisiertes Produktionszentrum: Hier entstehen Millionen von Golfbällen pro Jahr, darunter alle Modelle, die auf der PGA und LPGA Tour gespielt werden.
Der Produktionsprozess in Liberty umfasst:
„Vom Anfang bis zum Ende durchläuft ein Golfball hier in Liberty bis zu 100 Qualitätsprüfpunkte", erklärt Scott Austin, Operations Manager des Werks. Kerne und Mantelschichten werden vorab in Taiwan oder Südkorea gefertigt und dann in Liberty weiterverarbeitet.
Besonders: Alle TaylorMade-Bälle für den Profi-Bereich – ob PGA Tour oder LPGA Tour – laufen ausschließlich durch Liberty. Die Bälle entsprechen denselben Spezifikationen wie die im Handel erhältlichen Modelle, werden aber noch einmal gesondert auf Größe, Gewicht, Kompression und Optik geprüft.
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Für den globalen Bedarf und die regionale Verteilung betreibt TaylorMade zusätzlich ein Ballwerk in Südkorea. Dieses Werk wurde 2021 im Rahmen der Übernahme durch Centroid Investment Partners Teil des Unternehmens. Es produziert Bälle sowohl für den regionalen Markt als auch Komponenten, die nach Liberty geliefert werden.
Auf Schlägern und Verpackungen finden sich verschiedene Herkunftsbezeichnungen – und sie bedeuten Unterschiedliches:
Für viele TaylorMade-Schläger gilt daher: Designed in Carlsbad. Komponenten aus Asien. Montiert in Carlsbad oder Asien – je nach Modell und Konfiguration.
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Die wichtigere Frage als „Wo?" ist: „Wie streng wird kontrolliert?" TaylorMade setzt standortübergreifend auf einheitliche Standards:
In der Praxis bedeutet das: Die Leistungsfähigkeit eines TaylorMade-Schlägers hängt nicht primär davon ab, auf welchem Kontinent er montiert wurde – sondern davon, ob die Fertigungsvorgaben eingehalten wurden. Tourprofis vertrauen auf Equipment aus genau dieser globalen Lieferkette. Das spricht für sich.
Werden TaylorMade Driver in den USA hergestellt? TaylorMade Driver werden in den USA entwickelt und konstruiert. Die Schlägerkopf-Komponenten stammen überwiegend aus China und Vietnam. Die Endmontage findet entweder in Carlsbad, Kalifornien (vor allem bei Custom-Bestellungen), oder in Asien (bei vielen Serienmodellen) statt.
Wo werden TaylorMade Eisen gefertigt? Ähnlich wie bei den Hölzern: Eisenköpfe werden überwiegend in Asien gefertigt, Custom-Bestellungen werden häufig in Carlsbad montiert, Serienmodelle meist in Asien.
Sind TaylorMade Golfbälle wirklich in den USA hergestellt? Die Premium-Modelle wie TP5 und TP5x werden im Werk in Liberty, South Carolina, fertiggestellt. Kerne und Mantelschichten kommen jedoch aus Taiwan und Südkorea. Manche Einsteigerbälle werden vollständig in Asien produziert.
Wie finde ich heraus, wo mein TaylorMade-Schläger hergestellt wurde? Schau auf den Hosel oder die Sohle des Schlägers – dort ist häufig ein Herkunftsvermerk eingraviert oder als Aufkleber angebracht. Alternativ hilft die Seriennummer: TaylorMade Kundendienst kann über diese Nummer in der Regel Auskunft über Herstellungsort und -datum geben.
Bekommen Tourprofis Schläger aus speziellen Werken? In der Regel nein. Tourköpfe basieren auf denselben Basisdesigns wie die Handelsmodelle. Allerdings werden sie im Tourdepartment häufig nach engeren Toleranzen selektiert und mit spielerspezifischen Konfigurationen montiert.
01 Jul 2026
Ein Golfschläger von TaylorMade wird meist an verschiedenen Orten hergestellt. (Foto: Adobe Stock)