


Kein Putter-Modell wird auf der PGA Tour häufiger gesehen als der TaylorMade Spider Putter. Das ist kein Marketing-Claim, sondern eine Zahl, die sich Jahr für Jahr in den Schläger-Statistiken der Tour reproduziert. Spielerinnen und Spieler wie Rory McIlroy, Scottie Scheffler, Jon Rahm oder Dustin Johnson haben mit verschiedenen TaylorMade Spider Putter-Varianten gewonnen – auf Major-Niveau, unter größtem Druck, auf den schnellsten Grüns der Welt.
Wer also einen TaylorMade Spider Golf Putter in die Hand nimmt, hält nicht einfach einen Putter. Sie halten ein Werkzeug, das unter den härtesten Bedingungen des Golfsports entwickelt und verfeinert wurde.
Gleichzeitig ist das Spider-Sortiment mittlerweile so breit, dass die Auswahl zur echten Herausforderung werden kann: Spider Tour, Spider Tour X, Spider ZT, Spider Torched Tour X – was steckt wirklich dahinter? Welcher TaylorMade Spider Putter ist der Richtige für Sie? Und was unterscheidet einen Putter für 360 Euro von einem für über 600 Euro?
Dieser Artikel gibt Antworten – technisch, klar und ohne Werbedruck.

Bevor wir in die Modellfamilien einsteigen, lohnt ein Blick auf das, was alle Spider-Putter gemeinsam haben. TaylorMade hat über mehrere Generationen eine technische Plattform entwickelt, die sich durch konsequente Weiterentwicklung – statt radikaler Neuerfindung – auszeichnet.
Der TaylorMade Spider Putter ist ein Mallet-Putter in seiner reinsten Form: ein großer, breiter Kopf mit einem charakteristischen offenen Rahmen aus Stahl, der die Masse weit nach außen verlagert. Diese Konstruktion ist kein Design-Gimmick, sondern physikalisch motiviert: Je weiter die Masse von der Rotationsachse entfernt ist, desto höher das Massenträgheitsmoment (MOI). Ein hoher MOI bedeutet, dass der Kopf bei Off-Center-Treffern weniger verdreht wird – das Ergebnis ist ein konstanteres Abrollverhalten, selbst wenn der Ball nicht perfekt aus der Mitte getroffen wird.
Fast alle Spider-Modelle sind mit dem Pure Roll Insert ausgestattet: einem laminierten Insert aus Surlyn und Aluminium mit 45-Grad-Rillen auf der Schlagfläche. Diese Rillen überlagern den natürlichen Gleiteffekt, der beim Kontakt zwischen Schläger und Ball entsteht, mit einer frühen Vorwärtsrotation. Der Ball rollt dadurch schneller aus dem Gleit- in den Rollmodus – was auf schnellen Grüns zu einer konstanteren und besser kontrollierbaren Ballbahn führt.
Die meisten aktuellen Spider-Modelle tragen auf der Oberseite eine True Path Ausrichtungshilfe – ein System aus farbigen Linien, das es Golferinnen und Golfern erleichtern soll, die Schlägerface exakt auf die Ziellinie auszurichten. Bei der ZT-Serie wurden diese Linien als Milled True Path direkt in den Stahl gefräst – ein Hinweis auf den höheren Fertigungsanspruch dieser Linie.
Der Spider ist kein Universalputter. Seine Stärken kommen vor allem dann zum Tragen, wenn:
Spielerinnen und Spieler mit einem stark bogenförmigen Stroke (hoher Toe Hang) greifen in der Regel zu Blade-Puttern. Beim TaylorMade Spider Putter gibt es allerdings – wie wir gleich sehen werden – auch Hosel-Varianten mit etwas mehr Toe Hang für leicht bogenförmige Strokes. Die Unterschiede zwischen den Modellen sind dabei real und relevant für die Kaufentscheidung.
Die Geschichte des TaylorMade Spider ist eine der bemerkenswertesten Produktgeschichten im modernen Golf – eine Geschichte, die mit einer schlichten Designidee begann und sich über mehr als 15 Jahre und zehn Generationen zu einer der meistverkauften und meistgespielten Putter-Linien der Welt entwickelt hat.
Der erste Spider erschien 2008 unter dem Namen Monza Spider. TaylorMade hatte damals einen Putter konzipiert, der konsequent auf maximalen MOI ausgelegt war: ein offener Stahlrahmen mit Aluminiumkern, die Masse bewusst weit nach außen in die Ecken verlagert. Das Design war unkonventionell, fast provokativ – in einer Zeit, in der Blade-Putter das Feld dominierten.
TaylorMade kalkulierte für das erste Jahr mit rund 30.000 verkauften Einheiten. Am Ende des Jahres waren es über 200.000. Der Monza Spider war ein Verkaufserfolg, der niemanden mehr überraschte als die Hersteller selbst. Seinen ersten Tour-Sieg feierte das Modell, als J.B. Holmes beim FBR Open 2008 in einem Playoff gegen Phil Mickelson gewann.
Auf Basis von Tour-Feedback reduzierte TaylorMade den Kopf des Monza Spider um 20 Prozent und schuf damit die Itsy Bitsy Spider. Diese schlankere, kompaktere Form war der entscheidende Schritt in Richtung des heutigen Spider-Designs. Viele Elemente, die den modernen Spider ausmachen – die Kopfgröße, die Rahmenstruktur, die Hosel-Geometrien – wurden durch die Itsy Bitsy Spider definiert. Sie wurde zu einem der meistverkauften Putter ihrer Zeit und begründete die Spider-Linie als eigenständige Produktkategorie.
TaylorMade hatte 2010 mit dem Corza Ghost bereits einen weißen Putter auf den Markt gebracht – und damit eine Idee etabliert, die das Putting-Spiel aus einer neuen Perspektive betrachtete: Weiß als Ausrichtungsinstrument. Der starke Kontrast zwischen weißem Putterkopf und grünem Gras sollte die Wahrnehmung der Ziellinie erleichtern.
2011 folgte die logische Konsequenz: der Ghost Spider. Die weiße Finish-Variante traf den Nerv vieler Golferinnen und Golfer – TaylorMade argumentierte damals mit der Statistik, dass 65 Prozent aller Golferinnen und Golfer beim Putten von zwölf Fuß nicht korrekt auf das Ziel ausgerichtet seien. Der Ghost Spider war die Antwort darauf. Die Weiterentwicklung 2012 als Ghost Spider S ersetzte das Basketball-Ausrichtungssystem durch eine schlichte weiße Mittellinie auf schwarzem Hintergrund – eine Vereinfachung, die die Ausrichtungsdiskussion endgültig in den Mainstream brachte.
Mitte der 2010er Jahre konzentrierte sich TaylorMade auf die Tour-Validierung der Spider-Linie. Der Spider Tour Red entstand in enger Zusammenarbeit mit Jason Day, der sich einen Putter in einem ganz bestimmten Rotton wünschte. TaylorMades Produktteam arbeitete 15 verschiedene Rot-Varianten mit Day durch, bevor die finale Farbgebung feststand. Der Spider Tour Red wurde zum Symbol einer neuen Ära: Der Spider war nicht mehr nur ein stabiler Mallet-Putter – er war ein Tour-Instrument mit individuellem Charakter. Der TaylorMade Red Spider, wie er oft genannt wird, ist bis heute unter Sammlerinnen und Sammlern begehrt. Der Spider Tour Black folgte als technisch identische, optisch reduzierte Alternative.
Zehn Jahre nach dem Monza Spider präsentierte TaylorMade 2019 den Spider X als zehnte Generation der Linie. Der Spider X war größer als seine Vorgänger, schwerer und erstmals mit dem Pure Roll Insert als Standard ausgestattet – dem laminierten Surlyn-Aluminium-Insert, das seither alle Spider-Modelle auszeichnet. Gleichzeitig führte TaylorMade das True Path Ausrichtungssystem ein, das die optische Ausrichtungshilfe auf ein neues technisches Niveau hob. Der Spider X wurde rasch zum erfolgreichsten Modell der Familie – nicht zuletzt, weil Rory McIlroy ihn als seinen Putter der Wahl adoptierte.
Mit dem Spider EX wurde das Pure Roll Insert in seiner zweiten Generation eingeführt, ergänzt um einen weicheren Schaft mit Fluted-Feel-Technologie für ein verbessertes Schlagbild. Der Spider GT öffnete die Linie für individuelle Anpassungen: Mit dem MySpider-Programm konnten Golferinnen und Golfer erstmals Farbe, Finish, Insert und Hosel individuell konfigurieren – ein Schritt, der den Spider von einem Tour-Putter zu einem personalisierbaren Premiumprodukt machte.
Mit der aktuellen Spider Tour-Serie – Spider Tour, Spider Tour X, Spider Tour S Counterbalance – konsolidierte TaylorMade die Linie auf eine klar strukturierte Produktfamilie, die auf die Bedürfnisse verschiedener Stroke-Typen zugeschnitten ist. Die Einführung des Spider ZT markiert den bislang letzten Entwicklungsschritt: Zero Torque als neues Konstruktionsprinzip, das den MOI-Gedanken konsequent weiterdenkt und auf die wachsende Nachfrage nach maximaler Stabilität und Counterbalance-Optionen antwortet.
Mehr als 1,5 Millionen Spider-Putter wurden seit 2008 verkauft. Kein anderes Modell hat die Entwicklung des modernen Mallet-Putters so stark geprägt – und die Linie entwickelt sich bis heute weiter.
Wie funktioniert's? Erfahren Sie hier mehr zur Zero-Torque-Technologie.
Der Spider Tour ist die Basis der aktuellen Spider-Linie: schlanker und kompakter als ältere Spider-Generationen, aber technisch vollständig ausgestattet. Er kombiniert den Rahmen-Mallet mit dem Pure Roll Insert und dem True Path Alignment – und war jahrelang das Modell der Wahl für viele Tour-Pros.
Technische Basis:
Hosel-Varianten und ihr Einfluss auf den Stroke:
Die CB-Variante (Counterbalance) verdient besondere Erwähnung: Sie wird standardmäßig mit 38 Zoll Länge und einem langen SuperStroke 3.0 Grip geliefert. Das höhere Gewicht im Griffbereich verlagert den Schwerpunkt in Richtung Handgelenke und reduziert deren Einfluss auf den Stroke – ein Ansatz, der besonders für Spielerinnen und Spieler interessant ist, die unter Druck zu unruhigen Handgelenken neigen.
Der Spider Tour X baut auf dem gleichen Grundkonzept auf wie der Spider Tour, hat aber einen physisch größeren, schwereren Kopf. Die zusätzliche Masse – vor allem in den Ecken des Rahmens – erhöht den MOI weiter, was den TaylorMade Spider Tour X zu einem der stabilsten Standard-Mallet-Putter auf dem Markt macht.
Rory McIlroy spielte jahrelang einen Spider Tour X und machte das Modell damit zum Aushängeschild der gesamten Linie. Jon Rahm und Dustin Johnson haben ebenfalls Varianten des Tour X genutzt.
Technische Basis:
Hosel-Varianten:
Der L-Neck Hosel ist hier besonders erwähnenswert: Mit 21 Grad Toe Hang liegt er zwischen einem vollständig face-balancierten Putter und einem klassischen Small Slant – ideal für Spielerinnen und Spieler mit einem leicht bogenförmigen Stroke, die dennoch mehr Stabilität wünschen als bei einem Blade-Putter. Scottie Scheffler nutzte diese Konfiguration und gewann damit drei von vier Starts – ein eindrucksvoller Beweis für die Praxistauglichkeit dieser Hosel-Geometrie.
Wo werden TaylorMade-Golfschläger hergestellt? Hier erfahren Sie es.
Die Spider ZT-Serie markiert eine qualitative Weiterentwicklung innerhalb der Spider-Familie. Das Kürzel „ZT" steht für Zero Torque – ein Konstruktionsprinzip, das darauf abzielt, das Verdrehmoment der Schlägerface während des Strokes zu minimieren.
Konkret bedeutet das: Durch eine spezifische Gewichtsverteilung und Hosel-Geometrie wird der Putterkopf so ausbalanciert, dass er in der Bewegung natürlich stabil bleibt – ohne dass Golferinnen und Golfer aktiv gegensteuern müssen. Das ist besonders relevant für Spielerinnen und Spieler, die sehr konsistent über die Ziellinie arbeiten möchten.
Technische Basis:
Varianten:
Die Spider ZT Black CB ist die technisch aufwendigste Variante dieser Linie: Mit Längen bis zu 38 Zoll, einem massiven Kopfgewicht von 395 g und einem KBS GPS Custom Graphitschaft (155 g) ist sie für Armlock-Putting konzipiert. Das Counterbalance-Prinzip wird hier auf die Spitze getrieben – der Putter soll wie ein Pendel laufen, das von der Unterarmrotation geführt wird. Preis: ca. 620 €.
Die Spider ZT Long bietet ebenfalls Längen weit über dem Standard und richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die eine sehr lange Putter-Konfiguration aus Gründen der physischen Stabilität oder persönlicher Vorliebe bevorzugen.

Der Spider Torched Tour X ist das jüngste Mitglied der Familie und steht für den aktuellen technischen und optischen Stand der Spider-Entwicklung. Das namensgebende „Torched"-Finish ist ein hitzebehandeltes PVD-Verfahren, das der Schlägeroberfläche eine charakteristische, leicht irisierende Färbung verleiht – ein Finish, das auf der Tour unmittelbar erkennbar ist und bewusst als Qualitätssignal eingesetzt wird.
Technische Basis:
Varianten:
Die Bezeichnungen #1 und #3 beziehen sich auf verschiedene Kopf-Positionen, nicht auf eine Qualitätshierarchie. Die TP-Varianten tragen das volle True Path Alignment, die SL-Variante eine reduzierte Single Line – für Spielerinnen und Spieler, die weniger visuelle Information auf dem Kopf bevorzugen.

Der Spider Weiß ist ein älteres Modell der Spider-Linie, das sich durch seine auffällige, vollständig weiße Finish-Variante auszeichnet. Er wurde zu einer Zeit gebaut, als TaylorMade mit dem „Ghost White"-Konzept die Ausrichtungshilfe durch maximalen Kontrast zur grünen Umgebung optimieren wollte. Technisch gehört er zu einer früheren Generation, verfügt aber über das bewährte Pure Roll Insert und den klassischen Spider-Rahmen aus Aluminium und Stahl. Wer ihn heute noch findet, bekommt ein Modell mit klarer spielerischer Stärke zu einem deutlich reduzierten Preis.
Der TaylorMade Kalea Gold Spider 1 ist der Spider aus der Kalea-Linie, die speziell für Golferinnen entwickelt wurde. Obwohl das auffälligste Merkmal das goldene Finish ist, unterscheidet sich der Kalea-Spider auch technisch vom Standard-Herrenmodell: leichterer Gesamtaufbau, angepasste Liegwinkel und kürzere Schaftoptionen für eine ergonomisch passende Konfiguration.
Die grundlegende Spider-Technologie – Pure Roll Insert, Mallet-Rahmen, True Path Alignment – ist auch hier vollständig vorhanden. Der Kalea Gold Spider 1 ist also kein rein kosmetisches Produkt, sondern ein vollwertiger Technologieputter in einer damengerechten Konfiguration.
Die Wahl des richtigen Hosels ist bei einem Putter mindestens so wichtig wie die Kopfform. Hier eine Übersicht der wichtigsten Typen:
Was bedeutet Toe Hang konkret? Wenn Sie einen Putter waagerecht auf dem Finger balancieren und die Schlägerface nach unten kippt – das ist Toe Hang. 0 Grad (Face-Balanced) bedeutet, die Face zeigt nach oben. 90 Grad wäre ein vollständiger Blade-Putter mit maximalem Arc. Der Spider bewegt sich in einem Bereich zwischen 0 und 30 Grad – er ist grundsätzlich für gerade bis leicht bogenförmige Strokes ausgelegt.
Es gibt Putter, die behaupten, sie werden auf der Tour gespielt. Beim Spider lässt sich das nachprüfen. In der Statistik der meistgenutzten Putter-Modelle auf der PGA Tour und der DP World Tour taucht die Spider-Familie regelmäßig auf den vorderen Plätzen auf – nicht dank Marketing-Budget, sondern weil Tour-Caddies und Spielerinnen und Spieler ihren Bag-Deals nur dann folgen, wenn ein Produkt tatsächlich überzeugt.
Rory McIlroy ist das bekannteste Gesicht des Spider Tour X. Er nutzte das Modell über mehrere Jahre und gewann damit. Entscheidend für seine Wahl war nach eigener Aussage die Face-Balance: Sein Stroke ist sehr gerade, was ihn zum idealen Kandidaten für einen Double-Bend-Putter macht.
Scottie Scheffler, aktuell die Nummer 1 der Welt, spielte den Spider Tour X L-Neck und gewann damit in einem der dominantesten Zeiträume, den die Tour je gesehen hat. Das L-Neck-Modell mit 21 Grad Toe Hang ist eine ungewöhnlich spezifische Konfiguration – ein Zeichen, dass Scheffler und sein Fitting-Team sehr präzise gearbeitet haben.
Jon Rahm und Dustin Johnson gehören ebenfalls zur Gruppe der Tour-Spielerinnen und -Spieler, die Spider-Varianten im Bag hatten und damit Major-Niveau erreicht haben.
Was bedeutet das für Amateurinnen und Amateure? In erster Linie: Reputation durch Ergebnis. Ein Putter, dem unter dem Druck von Majors, auf schnellsten Grüns und bei Millionen-Dollar-Preisgeld vertraut wird, ist technisch auf höchstem Niveau entwickelt. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Tour-Putter auch für jede Amateurspielerin und jeden Amateurspieler die richtige Wahl ist – aber es belegt, dass die Technologie funktioniert.
Hier ein kompakter Entscheidungsrahmen:
Sie haben einen sehr geraden Stroke und suchen maximale Stabilität:
→ Spider Tour X DB oder Spider ZT (Standard)
Sie haben einen leicht bogenförmigen Stroke und bevorzugen ein kompaktes Alignment:
→ Spider Torched Tour X SL #3 (Single Line) oder Spider Tour Slant
Sie neigen unter Druck zu unruhigen Handgelenken:
→ Spider Tour S CB DB (Counterbalance) oder Spider ZT CB
Sie möchten das aktuell technisch stärkste Modell mit Premium-Finish:
→ Spider Torched Tour X TP #1 oder TP #3
Sie suchen ein armlock- oder belly-geeignetes Setup:
→ Spider ZT Black CB (36–38 Zoll) oder Spider ZT Long
Sie sind Golferin und suchen einen vollwertigen Technologieputter:
→ Kalea Gold Spider 1
Ihr Budget ist begrenzt, Sie möchten aber Spider-Technologie nutzen:
→ Spider Weiß (ältere Generation, reduzierter Preis, bewährte Technik)
Was ist der Unterschied zwischen Spider Tour und Spider Tour X?
Der Spider Tour X hat einen größeren, schwereren Kopf mit einem höheren MOI. Die CG-Position liegt beim Tour X bei 33 mm, beim Spider Tour bei 35 mm – technisch bedeutet das beim Tour X eine leicht kompaktere Kopfgeometrie bei gleichzeitig mehr Gewicht in den Ecken. In der Praxis ist der Tour X spürbar stabiler, wirkt optisch imposanter und richtet sich an Spielerinnen und Spieler, denen maximale Fehlertoleranz wichtiger ist als maximales Feingefühl.
Ist der TaylorMade Spider face-balanced?
Das hängt von der gewählten Hosel-Variante ab. Double-Bend- und L-Neck-Hosels sind face-balanced oder nahezu face-balanced. Small-Slant-Hosels bringen 29–30 Grad Toe Hang. Die CB-Varianten sind ebenfalls face-balanced, aber mit einem Counterbalance-Setup.
Was bedeutet das Pure Roll Insert?
Ein laminiertes Insert aus Surlyn und Aluminium mit 45-Grad-Rillen auf der Schlagfläche. Die Rillen fördern eine frühe Vorwärtsrotation des Balls und reduzieren das Skidding beim ersten Ballkontakt. Das Ergebnis ist ein konsistenteres Rollverhalten – insbesondere auf schnellen Grüns.
Was ist der Unterschied zwischen Spider ZT und Spider Tour?
Der Spider ZT steht für „Zero Torque" und ist technisch anspruchsvoller gefertigt: Das Alignment ist direkt in den Stahl gefräst (kein Aufkleber), der Loft liegt bei 2,5 Grad statt 3 Grad, und die Counterbalance-Varianten sind für spezifische Stroke-Typen ausgelegt. Der Spider ZT ist die Weiterentwicklung für Golferinnen und Golfer, die bereits mit dem Spider Tour vertraut sind und einen weiteren Schritt in Richtung technischer Präzision machen möchten.
Für wen ist ein Mallet-Putter wie der TaylorMade Spider überhaupt geeignet?
Grundsätzlich für Spielerinnen und Spieler mit einem geraden bis leicht bogenförmigen Stroke, die von einem großen Kopf mit hohem MOI profitieren. Der Mallet-Putter Spider eignet sich besonders, wenn Stabilität und Ausrichtungssicherheit Priorität haben. Spielerinnen und Spieler mit einem stark bogenförmigen Stroke kommen mit einem Blade-Putter oft besser zurecht. Wer unsicher ist, sollte ein professionelles Putter-Fitting absolvieren – die Technik ist nur dann optimal, wenn sie zum individuellen Stroke passt.
Der TaylorMade Spider ist keine Produktlinie, die sich durch Marketing definiert. Er ist das Ergebnis konsequenter Technologieentwicklung, die auf Tour-Feedback basiert und sich Jahr für Jahr in einem der kompetitivsten Sportfelder der Welt behaupten muss.
Wer TaylorMade Putters vergleicht und einen Spider kauft, bekommt einen Mallet-Putter mit klarer technischer Stärke: hohem MOI, konsequentem Alignment, dem bewährten Pure Roll Insert – und einer Geschichte, die auf den Grüns der Majors geschrieben wurde.
Die Wahl des richtigen TaylorMade Spider Golf Putters hängt vom individuellen Stroke-Typ, den gewünschten Längen- und Gewichtskonfigurationen sowie dem Budget ab. Wer sichergehen möchte, dem empfehlen wir ein professionelles Putter-Fitting – die technischen Unterschiede zwischen den Modellen sind real, aber sie wirken nur dann optimal, wenn der Putter zur Spielerin oder zum Spieler passt.
05 Jul 2026
Die Spider Putter von TaylorMade gehören mittlerweile zu den bekanntesten Golfschlägern überhaupt. (Foto: TaylorMade)