


Es war einer jener Momente, die in die Golfgeschichte eingehen: Rory McIlroy sicherte sich in diesem Jahr seinen zweiten Masters-Titel in Folge und vollendete damit den Career Grand Slam. Während die Welt über sein Spiel sprach, fiel immer wieder der Blick auf seinen Putter – einen Spider Tour X mit einem ungewöhnlichen, dunklen Finish, das aus der Masse herausstach. Dieses individuelle, handgetorchte Stück Stahl war bislang nur McIlroy vorbehalten. Damit ist jetzt Schluss.
TaylorMade bringt mit der neuen Spider Tour Torched-Familie eine komplette Putter-Linie auf den Markt, die vom Look und Geist dieses Tour-exklusiven Stücks inspiriert ist – und geht dabei noch einen entscheidenden Schritt weiter: Mit vier Modellen, die sich gezielt in ihrer CG-Positionierung unterscheiden, bietet TaylorMade erstmals ein System, das den Putter-Fitting-Prozess auf eine neue Ebene hebt.
McIlroys Spider Tour X war kein gewöhnlicher Putter. Das charakteristische Torching – ein handwerklicher Prozess, bei dem das Metall durch Hitze seine unverwechselbare Bronze-Schokoladen-Optik erhält – war schlicht nicht für den Massenmarkt geeignet. Die Haltbarkeit eines solchen Finishs reicht für den täglichen Gebrauch nicht aus.
TaylorMade hat deshalb rund ein Jahr damit verbracht, gemeinsam mit Zulieferern ein alternatives Verfahren zu entwickeln: das Torched PVD Finish (Physical Vapour Deposition). Das Ergebnis ist ein Oberflächenfilm, der die Optik des originalen Torchings täuschend echt nachbildet – dabei aber deutlich robuster ist als sein Vorbild. Die Farbe changiert je nach Lichteinfall zwischen Schokoladenbraun und Bronze, an Winkeln und Kanten schimmern leichte Violetttöne durch. Im Freien unter natürlichem Licht entfaltet das Finish seine volle Wirkung. Zudem ist das neue PVD-Finish dunkler und weniger reflektiv als frühere Spider-Generationen.
Doch das Finish ist nicht die einzige Neuerung. Wer die neuen Spider Tour Putters genau betrachtet, wird feststellen, dass das klassische TaylorMade T-Bug-Logo fehlt. TaylorMade positioniert Spider künftig als eigenständige Marke – mit eigenen Logos auf Sohle und Face sowie einem elektrischen Blau als Akzentfarbe, das bereits beim Spider ZT debütierte.
Auch funktional gibt es eine Neuerung: Die strukturierte Aluminiumsohle, übernommen vom Spider ZT, sorgt dafür, dass der Putter auf glatten, schnellen Bermuda-Greens nicht verrutscht – ein direktes Feedback von Tour-Spielerinnen und -Spielern.
Lesen Sie hier, was genau man unter der "Zero Torque"-Technologie versteht.
Unabhängig davon, für welches Modell Golferinnen und Golfer sich entscheiden – unter dem neuen Finish steckt in jedem Spider Tour Torched dieselbe bewährte Technologie:
Beim ersten Blick auf die neue Spider Tour Familie könnte man meinen, es handle sich schlicht um neue Looks für bewährte Modelle. Doch hinter der Kulisse steckt eine Philosophie, die TaylorMade bislang so konsequent noch nicht umgesetzt hat: der CG (Center of Gravity) als Fitting-Tool.
Andrew Oldknow, Senior Director Product Creation bei TaylorMade, bringt es auf den Punkt: „Niemand spricht wirklich darüber, was mit dem Schwerpunkt eines Putters passiert. Je tiefer der CG hinter der Schlagfläche liegt, desto stabiler ist der Putter, wenn es darum geht, die Hände zu drehen. Wenn ich Ihnen denselben Hosel mit einem sehr vorwärtigen CG, einem mittigen und einem sehr rückwärtigen CG geben würde, würden sich alle drei unterschiedlich anfühlen."(Quelle: TaylorMade / Andrew Oldknow)
Das ist der entscheidende Unterschied dieser Generation: Die vier Modelle sind nicht nur optisch, sondern ganz bewusst technisch auseinandergezogen – mit unterschiedlichen CG-Positionen, die unterschiedliche Spielertypen und Stroke-Typen ansprechen.
Er ist das Herzstück der Spider-Familie und einer der erfolgreichsten Putter der jüngeren Golf-Geschichte: Der Spider Tour X ist das Werkzeug der Wahl für Rory McIlroy und Scottie Scheffler. Scheffler hat mit dem L-Neck-Modell seit März 2024 weltweit 16 Turniere gewonnen, darunter die PGA Championship und die Open Championship 2025. McIlroys Back-to-Back-Masters-Siege sprechen für sich.
Das Design bleibt im Kern unverändert – die Torched-Optik und die neue Sohle sind die sichtbarsten Neuerungen. Aber es gibt eine retail-seitige Premiere: Erstmals wird der Small Slant ohne TruePath und mit einer einzelnen Linie angeboten – exakt die Konfiguration, die McIlroy spielt. Bisher war diese Option ausschließlich auf Tour verfügbar.

Der Spider Tour ist der Ursprung des ganzen Phänomens – und er bleibt die Wahl für alle, die das höchstmögliche MOI in einem Tour-erprobten Mallet wollen. Mit einem CG, der konsequent 36 mm hinter der Schlagfläche positioniert ist, bietet er das mallet-typischste Spielgefühl der gesamten Linie.
Neu in dieser Generation: Der L-Neck ist nun erstmals sowohl mit als auch ohne TruePath-Alignment erhältlich. Die Counterbalance-Variante (Double Bend) mit dem längeren SuperStroke 2.0 XL Griff richtet sich an Golferinnen und Golfer, die ihren Griffdruck reduzieren und den Putter freier schwingen lassen möchten.

Mit dem Spider Tour F betritt TaylorMade eine Kategorie, die in der Spider-Familie bislang fehlte: den klassischen Fang-Putter. Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Tour-Spieler Collin Morikawa und nach rund sechs Monaten Entwicklungsarbeit, bietet der Tour F eine markante Flügel-Silhouette, die optisch zwischen dem kompakten Tour V und den größeren Tour- und Tour X-Modellen liegt.
Oldknow zur Entstehung:
„Wir haben etwa sechs Monate damit verbracht, herauszufinden, wie wir eine Spider-Version dessen entwickeln können, was wir einen Fang-Putter nennen. Wir wollten Stabilität, Aim und Roll – unsere drei Säulen – beibehalten. Wenn Golferinnen und Golfer in dieser Fang-Silhouette bleiben, aber von der Pure Roll- und Spider-Technologie profitieren wollen, haben sie jetzt diese Option."(Quelle: TaylorMade / Andrew Oldknow)
Der Tour F ist in zwei Konfigurationen erhältlich, die unterschiedliche Stroke-Typen bedienen: Der L-Neck mit 33° Toe Hang spricht Spielerinnen und Spieler mit ausgeprägtem Bogen-Stroke an, während das Double Bend face-balanced und damit für einen geraden Stroke ausgelegt ist.

Der Spider Tour V ist das spezifischste Modell der gesamten Linie – und vielleicht das mutigste. Er richtet sich an Golferinnen und Golfer, die bislang Blade-Putter gespielt haben und sich bisher nicht mit den großen Mallet-Formen anfreunden konnten.
Der Tour V erreicht das durch eine konsequente Vorwärtsverlagerung des CG auf nur 21 mm hinter der Schlagfläche – der vorwärtigsten Position der gesamten Familie. Das gibt dem Putter trotz seiner Mallet-Form ein Spielgefühl, das Blade-Spielerinnen und -Spielern vertraut ist: präzises Face-Feedback, mehr spürbare Rotation durch den Stroke. Unterstützt wird das durch den L-Neck mit 33° Toe Hang – dem höchsten Wert im Spider-Lineup – der natürliche Bogen-Strokes optimal unterstützt.
Auch optisch ist der Tour V der kompakteste Spider: kleiner Footprint, schlichte Single Sight Line, kein TruePath.
„Wir wollten sicherstellen, dass wir etwas für Golferinnen und Golfer haben, die einen Blade gespielt haben und wirklich Schwierigkeiten hatten, auf einen Mallet umzusteigen. Das ist das Modell, mit dem ich diesen Spielertyp ansprechen würde – besonders mit einem L-Neck, da die meisten Blade-Spieler genau in dieser Konfiguration sind."(Quelle: TaylorMade / Andrew Oldknow)

Parallel zur Spider Tour Torched-Familie lancierte TaylorMade am 4. Juni 2026 auch den Spider ZT Max – eine Weiterentwicklung der Zero-Torque-Linie für Freizeitgolferinnen und -golfer, die maximale Stabilität und ein „Point-and-Shoot"-Gefühl suchen. Der ZT Max ist 20 % größer als sein Vorgänger und kommt auf ein MOI von bis zu rund 9.000 g/cm² in der Langversion. Für Spielerinnen und Spieler, die wenig üben und vor allem Konstanz und Einfachheit beim Putten suchen, könnte er eine interessante Option sein.
Die neuen Spider Tour Torched Putters sind seit dem 4. Juni 2026 im Handel erhältlich – online und im Fachhandel.
Preis Spider Tour Familie: 399 € / 299 £ / 349,99 $
Standardspezifikationen:
Linkshänder-Hinweis: Spider Tour V (L-Neck) und Spider Tour F (L-Neck) sind ausschließlich für Rechtshänderinnen und Rechtshänder erhältlich. Alle anderen Modelle und Konfigurationen sind auch für Linkshänderinnen und Linkshänder verfügbar.
Wer die neuen TaylorMade Spider Tour Torched Putters nur als kosmetisches Update abtut, unterschätzt, was hier passiert. Natürlich ist das Torched PVD Finish der Hingucker – und ja, die McIlroy-Assoziation ist ein cleverer Marketing-Schachzug. Aber die eigentliche Nachricht liegt tiefer.
Mit vier Modellen, die sich gezielt in ihrer CG-Position und ihrem Spielcharakter unterscheiden, hat TaylorMade erstmals ein Spider-Lineup geschaffen, das beim Fitting wirklich differenziert. Wer alle vier Modelle auf dem Grün testet, wird den Unterschied spüren – das ist keine Marketingaussage, sondern Physik.
Für Golferinnen und Golfer, die einen Mallet-Putter suchen, gibt es kaum eine aktuell stärkere Palette auf dem Markt. Unser Tipp: Nehmen Sie sich beim nächsten Besuch im Fachhandel die Zeit, alle vier Modelle zu rollen. Der Unterschied zwischen dem Spider Tour und dem Spider Tour V ist größer, als man es von Puttern derselben Familie erwarten würde.
05 Jun 2026
TaylorMade hat die neuen Spider Tour Torched Modelle vorgestellt. (Foto: TaylorMade)