


TaylorMade gehört zu den innovativsten Driver-Herstellern der Welt. Die aktuellste Serie heißt Qi4D (2026), der Vorgänger Qi35 ist das aktuelle Flaggschiff im Handel. Wer einen bewährten Schläger zum günstigeren Preis sucht, findet im Qi10 oder SIM2 solide Alternativen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über alle relevanten TaylorMade Driver-Generationen der letzten Jahre – und hilft dabei, die richtige Wahl für das eigene Spiel zu treffen.
Kein anderer Schlägerhersteller ist so eng mit dem modernen Driver verbunden wie TaylorMade. Seit Gary Adams 1979 den ersten Metallholz-Driver der Golfgeschichte vorstellte, hat die Marke aus Carlsbad, Kalifornien, Saison für Saison die technologischen Grenzen des Abschlagschlägers neu definiert. Carbon-Schlagflächen, aerodynamisch optimierte Köpfe, KI-gestütztes Weighting – was heute Standard ist, war bei TaylorMade oft Pionierarbeit.
Wer heute einen TaylorMade Driver kaufen möchte, steht vor einer breiten Auswahl: aktuelle Flaggschiff-Serien, starke Vorgängermodelle zu reduzierten Preisen und Spezialschläger wie der Mini Driver. Der folgende Überblick ordnet die Generationen ein, erklärt die Technologien hinter den Namen – und hilft dabei, den passenden Schläger zu finden.
Wo werden TaylorMade-Golfschläger hergestellt? Hier erfahren Sie es.
Mit der Qi4D-Serie setzt TaylorMade 2026 einen neuen Maßstab – nicht nur bei der Fehlerverzeihung, sondern beim Zusammenspiel aus Aerodynamik, Materialphysik und individuellem Fitting.
Das Fundament bleibt die bewährte 60x Carbon Twist Face, die TaylorMade jedoch grundlegend überarbeitet hat. Der zentrale Fortschritt ist der sogenannte „Reengineered Roll Radius": Eine neu berechnete Krümmung der Schlagfläche stabilisiert die Spin-Werte über die gesamte Trefferfläche – auch bei Schlägen außerhalb der Mitte. Das Ergebnis ist eine deutlich engere Streuung. Ergänzt wird dies durch eine mittels Finite-Elemente-Analyse optimierte Speed Pocket, die vor allem bei zu tief getroffenen Bällen die Ballgeschwindigkeit schützt.
Die vier Qi4D-Modelle:
Lesen Sie hier mehr über die TaylorMade Qi4D Driver.
Ein besonderes Highlight der Qi4D-Serie ist das neue REAX Schaft-System: TaylorMade verlässt die klassische Flex-Einteilung und klassifiziert Schäfte stattdessen nach der Rotationsrate der Schlagfläche im Treffmoment – aktiv (HR), ausgeglichen (MR) oder kontrolliert (LR). Über eine einfache Videoanalyse lässt sich das individuelle Profil bestimmen.
Der Qi35 ist die direkte Weiterentwicklung des Qi10 und das aktuelle Standardmodell im Handel. Vier Varianten decken das gesamte Spielerprofil-Spektrum ab:
Alle Modelle verfügen über einen um vier Grad in beide Richtungen justierbaren Loft. Für drei der vier Modelle gibt es zusätzlich eine Designer Series – optisch abwechslungsreich als Alternative zu den charakteristischen schwarz-grauen Carbon-Köpfen.
Lesen Sie hier mehr über die TaylorMade Qi35 Driver.
„Quest for Inertia 10k" – hinter diesem Namen verbirgt sich einer der fehlerverzeihendsten Driver, den TaylorMade je gebaut hat. Der Qi10 erreicht ein Trägheitsmoment von 10.000 g/cm², was bedeutet: Selbst unsauber getroffene Bälle verlieren kaum an Richtungsstabilität.
97 Prozent der Krone bestehen aus der Infinity Carbon Crown, die Gewicht spart und dieses gezielt an wirkungsvollere Positionen im Kopf verlagert. Gegenüber der Vorgänger-Stealth-Serie wurde zudem das Schlaggeräusch überarbeitet – der Qi10 klingt satter und direkter.
Die drei Modelle:
Der Qi10 ist heute zu attraktiven Preisen erhältlich und bietet für die meisten Golferinnen und Golfer ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Lesen Sie hier mehr über den TaylorMade M2 Kult-Driver und ob er heute noch legal ist.
Mit der Stealth-Serie schrieb TaylorMade 2022 Golfgeschichte. Erstmals kam eine Carbon-Schlagfläche in einem Serien-Driver zum Einsatz – die 60X Carbon Twist Face, aufgebaut aus 60 unterschiedlichen Karbonschichten. Im Vergleich zu einer gleichgroßen Titan-Schlagfläche ist Carbon rund 44 Prozent leichter. Das eingesparte Gewicht wurde an strategisch wichtige Stellen im Kopf verlagert.
Das technische Kernproblem: Karbon allein würde zu wenig Spin erzeugen – der Ball würde abstürzen wie ein Tennis-Topspin. TaylorMades Lösung ist die Nanotexture: Ein Polyurethan-Gemisch auf der Schlagfläche liefert die korrekten Spin-Werte und ist auch bei Nässe verlässlich.
Der Stealth 2 (2023) verfeinerte das Konzept: Doppelt so viel Karbon im Kopf im Vergleich zum Original-Stealth, ein 25-Gramm-Wolframgewicht im Inertia Generator für höheres MOI, und ein klar verbessertes Schlaggeräusch. Testberichte beschrieben den Sound als scharfes, befriedigendes „Snap" – vergleichbar mit einem guten Titanium-Driver.
Wer heute einen Stealth oder Stealth 2 kauft, bekommt ausgereifte, bewährte Technologie – oft zu deutlich reduzierten Preisen.
Fünf Jahre nach seiner Markteinführung ist der TaylorMade SIM2 Driver zurück in den Bestenlisten – als Preis-Leistungs-Champion. Mit einem Marktpreis von rund 299 Euro bietet er Technologie, die auch 2026 noch überzeugt.
Das Herzstück ist die Forged Ring Construction: Ein blau eloxierter Ring aus hochfestem Aluminium verbindet Carbon-Krone, Carbon-Sohle und ein schweres Wolframgewicht am Heck – ein Konzept, das ein Trägheitsmoment ermöglicht, das auch gegenüber aktuellen Modellen nur wenig abfällt.
Die Speed Injected Twist Face aus Titan sorgt dafür, dass jeder einzelne Kopf präzise an das legale Limit der Ballgeschwindigkeit kalibriert wird – ein klarer Vorteil für Spielerinnen und Spieler, die auf konstante Weiten angewiesen sind.
Die drei SIM2-Modelle im Vergleich:
Wer die eingesparten 300 Euro lieber in Trainerstunden investiert, wird auf der Scorekarte vermutlich den größten Unterschied bemerken.
TaylorMade Sim2 Driver: Warum sich der Kauf auch heute noch lohnt
Mini Driver sind auf der PGA Tour längst kein Nischenprodukt mehr – rund 20 Profis setzen sie regelmäßig ein. TaylorMade hat auf diesen Trend mit dem R7 Quad Mini Driver reagiert: einer Hommage an den legendären R7 von 2004, der als erster Driver überhaupt mit beweglichen Gewichten ausgestattet war.
Der R7 Quad Mini Driver (305 cc Kopfvolumen) vereint dieses historische Erbe mit moderner Technologie: Das Quad Weighting System mit vier beweglichen Gewichten (zwei à 13g, zwei à 4g) erlaubt umfangreiche Anpassungen der Schwerpunktlage. Eine Infinity Carbon Crown spart Masse und verlagert sie an effektivere Positionen. Twist Face und Speed Pocket sind ebenfalls verbaut.
Der R7 Quad Mini Driver richtet sich an Golferinnen und Golfer, die auf engen Bahnen mehr Kontrolle suchen oder den Schläger auch vom Fairway einsetzen möchten. Das kompakte Profil erfordert ein gewisses Maß an Treffsicherheit – belohnt diese aber mit Vielseitigkeit, die kein Standard-Driver bieten kann.
Lesen Sie hier mehr über den TaylorMade R7 Quad Mini Driver.
Ein wichtiger Hinweis: Kein Artikel und keine Tabelle ersetzt ein professionelles Fitting. TaylorMade bietet mit dem neuen REAX Schaft-System und der LME-Technologie (Launch Monitor Enabled) für die Qi4D-Serie besonders präzise Fitting-Möglichkeiten. Wer den passenden Driver sucht, sollte sich von einer Fachkraft am Launch Monitor beraten lassen – der Unterschied zwischen einem gut gefitteten älteren Modell und einem schlecht angepassten Neumodell ist erheblich.
Lesen Sie hier, welchen TaylorMade Driver Rory McIlroy bis heute verehrt.
Welcher TaylorMade Driver ist der aktuellste? Die aktuellste TaylorMade Driver-Serie ist die Qi4D (2026). Im regulären Handel ist aktuell die Qi35-Serie die aktuelle Flaggschiff-Linie.
Was bedeutet „LS" bei TaylorMade Drivern? LS steht für „Low Spin". Diese Modelle sind auf einen flachen, durchdringenden Ballflug mit wenig Spin ausgelegt – ideal für Spielerinnen und Spieler mit hoher Schlägerkopfgeschwindigkeit, die zu viel Höhe oder zu viel Kurveneffekt im Schlag haben.
Lohnt sich der Kauf eines älteren TaylorMade Drivers wie dem SIM2? Ja – für viele Golferinnen und Golfer ist ein gut gefitteter SIM2 oder Qi10 die klügere Wahl als ein teures Neumodell. Die Technologie aus 2021–2024 ist ausgereift und bewährt, die Preise sind deutlich gesunken.
Was ist der Unterschied zwischen Qi10 und Qi35? Der Qi35 ist der direkte Nachfolger des Qi10 mit optimierter Gewichtsverteilung, überarbeiteter Carbon-Krone und erweiterter Modellpalette (inkl. Max Lite). Beide Serien bieten drei bis vier Varianten für unterschiedliche Spielerprofile.
Was ist ein Mini Driver und für wen ist er geeignet? Ein Mini Driver hat ein kleineres Kopfvolumen (ca. 300 cc) als ein Standard-Driver (460 cc) und wird eingesetzt, wenn mehr Kontrolle gefragt ist – zum Beispiel auf engen Bahnen oder bei schwierigen Abschlagsituationen. Der TaylorMade R7 Quad Mini Driver ist zudem vom Fairway spielbar.
03 Jul 2026
TaylorMade Driver sind unter Golferinnen und Golfern weltweit beliebt. (Foto: Adobe Stock)