


Der Putter ist der meistgespielte Schläger im Bag – und paradoxerweise der am schlechtesten ausgestattete. Während Golferinnen und Golfer viel Energie in die Wahl des richtigen Putter-Modells investieren, bleibt das Zubehör oft dem Zufall überlassen: ein Headcover, der irgendwann mitgeliefert wurde, ein Griff, der seit Jahren nicht gewechselt wurde, und Trainingstools, die nach zwei Wochen in der Ecke liegen.
Dabei ist Putter-Zubehör kein Luxus. Ein falscher Griff sabotiert den Stroke genauso verlässlich wie ein falscher Putter-Kopf. Ein guter Putting-Spiegel deckt Fehler auf, die kein Trainer auf den ersten Blick sieht. Und ein Headcover schützt die präziseste Schlagfläche im ganzen Bag vor genau dem Schaden, der sie unbrauchbar macht.
Dieser Artikel zeigt, welches Zubehör wirklich einen Unterschied macht – und wie Sie es gezielt einsetzen.
Ein Putter-Headcover erfüllt eine schlichte, aber entscheidende Funktion: Er schützt die Schlagfläche vor Kratzern, Dellen und Oberflächenschäden, die das Rollverhalten des Balls beeinflussen können. Das klingt trivial – ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass viele Putter-Schlagflächen gefräst, mit Insert-Materialien belegt oder mit einer speziellen Beschichtung versehen sind, die auf gleichmäßige Ballgeschwindigkeit ausgelegt ist.
Nicht jeder Headcover passt auf jeden Putter. Die Kopfform entscheidet über die benötigte Größe und Form des Schutzes:
Putter, Rollphasen, Physik - Basics rund um Putter verstehen.
Headcover gibt es in verschiedenen Materialien: Neopren ist leicht und schmutzresistent, Kunstleder bietet robusteren Schutz und eine hochwertigere Optik, Echtleder ist das Premium-Segment mit besonders langlebiger Schutzwirkung.
TaylorMade, Odyssey, Ping, Mizuno, Nike und viele andere bieten Headcover an, die auf ihre jeweiligen Putter-Linien abgestimmt sind – passgenau im Sitz und im Design auf den Schläger abgestimmt. Wer einen Headcover einer anderen Marke wählt, sollte die Kopfmaße seines Putters kennen, um einen sicheren Sitz zu gewährleisten.
Der Griff ist der einzige Kontaktpunkt zwischen den Händen und dem Putter. Er beeinflusst die Druckverteilung, die Handgelenkbewegung und damit die gesamte Stabilität des Strokes – und wird trotzdem von den meisten Golferinnen und Golfern jahrelang nicht gewechselt.
Ein abgenutzter Griff verliert seine Textur und Taktilität: Der Griffdruck steigt unbewusst, die Handgelenke werden unruhiger, der Stroke inkonsistenter. Faustregel: Wer mehr als 50 Runden pro Jahr spielt, sollte den Putter-Griff jährlich wechseln.
So finden Sie den richtigen Putter für Ihr Spiel.
SuperStroke ist der meistgespielte Puttergriff auf allen großen Profi-Touren weltweit. 2025 gewannen SuperStroke-Nutzerinnen und -Nutzer 66 Turniere auf den wichtigsten Touren, darunter 25 Siege auf der PGA Tour. Zu den bekanntesten Markenbotschaftern zählen der dreifache Major-Champion Jordan Spieth und der achtfache PGA-Tour-Sieger Patrick Cantlay.
Der Kern der SuperStroke-Philosophie ist die No Taper Technology: ein patentiertes, paralleles Griffdesign, bei dem der Umfang von oben nach unten gleichmäßig bleibt – im Gegensatz zu konisch zulaufenden Standard-Griffen. Das Ergebnis: Der Griffdruck verteilt sich gleichmäßiger auf beide Hände, die Handgelenke beruhigen sich, und der Stroke wird konsistenter und wiederholbarer.
Die Zenergy-Linie ist SuperStrokes aktuelle Kerngeneration und ersetzt die bisherige Traxion-Serie. Sie vereint drei Kerntechnologien:
Erfahren Sie hier: Das sind die besten Putter-Marken.
Die Zenergy Tour-Serie ist SuperStrokes klassischstes und meistgespieltes Profil – gleichmäßig niedriges Handprofil, minimaler Griffdruck, maximale Stabilität im Stroke. Erhältlich in vier Größen:
Grundregel: Je größer der Umfang, desto geringer die Handgelenkrotation im Stroke. Wer zu einer aktiven Handgelenkbewegung neigt, profitiert von einem größeren Griffprofil.
Der Zenergy Tour 2.0 (39,99 €) ist die vielseitigste Wahl für Golferinnen und Golfer, die ein mittleres Umfangsprofil mit solidem Feedback bevorzugen. Der Zenergy Tour 5.0 (39,99 €) richtet sich an alle, die maximale Stabilität und eine pendulare, handgelenkneutrale Puttbewegung anstreben.
Neben der Tour-Serie bietet SuperStroke die Pistol-Serie für Golferinnen und Golfer, die eine ergonomisch geformte Griffoberseite bevorzugen. Der Zenergy Pistol GT 1.0 (39,99 €) kombiniert die charakteristische Pistolenform – die die obere Hand in einer stabilen, definierten Position fixiert – mit allen Zenergy-Kerntechnologien: No Taper, SPYNE®, Multi-Zone-Textur und Tech-Port mit CounterCore-Kompatibilität.
Gewicht: 83 g, Breite: 2,9 cm – ein kompaktes Profil mit klassischem Gefühl und moderner Technologiebasis. Ideal für alle, die von Standard-Griffen kommen und eine vertraute Geometrie mit deutlich verbesserter Funktionalität suchen.
Entdecken Sie hier die Putter von Scotty Cameron.
Ein Grip-Wechsel lohnt sich immer dann, wenn:
Ein Griff-Wechsel kostet wenig – und ist oft der effektivste Schritt vor dem nächsten Putter-Kauf.
Putting ist die einzige Disziplin im Golf, die sich vollständig ohne Platz, ohne Wetter und ohne großen Aufwand zu Hause trainieren lässt. Die Auswahl an Trainingstools ist groß – entscheidend ist, welches Problem Sie gezielt lösen wollen.
Lernen Sie hier die Putter von Odyssey kennen.
Die häufigsten Putting-Fehler entstehen nicht im Stroke selbst, sondern davor: in der Ausrichtung. Wer die Augen nicht senkrecht über dem Ball hat, nimmt die Ziellinie verzerrt wahr – und korrigiert den Stroke in eine falsche Richtung.
Ein Putting-Spiegel macht diesen Fehler sofort sichtbar. Der Pure2Improve Puttspiegel (34,99 €, 30 × 18 cm oder 53,5 × 20 cm) reflektiert die Augenposition, Schulterachse und Putter-Ausrichtung gleichzeitig – ohne Kamera, ohne Sensor, ohne App. Er liegt auf dem Grün, der Ball wird gespielt, und der Spiegel zeigt sofort, ob Augen, Schultern und Schlagfläche auf einer Linie liegen. Inklusive Schutzhülle mit Reißverschluss für einfachen Transport.
Wer eine dynamische Ausrichtungshilfe bevorzugt, ist mit dem Masters Laser Putting Trainer (27,99 €) gut beraten: Er wird am Putter befestigt und projiziert eine Laserführungslinie direkt zum Ziel. Geeignet für Rechts- und Linkshänder, ideal für das Training zuhause auf einer Puttmatte.
Der PuttOut Premium Trainer (34,99 €) ist ein kompaktes, faltbares Trainingsgerät mit einer parabelförmigen Bahn: Ein perfekt gespielter Putt bleibt in der kleinen Zielvertiefung hängen – ein zu harter oder zu weicher Putt rollt zur entsprechenden Distanz zurück. Die kleineren Zielpunkte am Rand schulen die Treffsicherheit, die Alignment-Öffnung am Bogenende erlaubt das Einlegen von Alignment-Sticks für noch präzisere Ausrichtung. Das Ergebnis ist direktes, ehrliches Feedback zu Kraft und Linie – ohne Interpretation. Ein solides Basisgerät für zu Hause und unterwegs.
Eine hochwertige Puttmatte ist mehr als ein Teppich mit einem Loch. Die Wellputt Puttmatte (z. B. 4,0 m, 159,99 €) ist ein Beispiel für ein Trainingssystem mit didaktischem Ansatz: sieben verschiedene Feel-Zonen trainieren unterschiedliche Aspekte des Putts, die Zebra-Zone verhindert das Einkürzen des Strokes, und die Matte kann von beiden Seiten bespielt werden. Geschwindigkeit: je nach Puttrichtung zwischen 9,6 und 10,6 Stimpmeter – Tournament-Speed zuhause. Inklusive der kostenlosen Trainings-App mit 50 Übungen, entwickelt von Coach Cameron McCormick. Rollbar und kompakt verstaubar.
Was ist ein Broomstick-Putter? Hier erfahren Sie es.
Für ambitionierte Golferinnen und Golfer, die nicht nur trainieren, sondern analysieren wollen, bieten Putting-Simulatoren eine neue Dimension. Der ExPutt EX500D Pro (499,99 €) ist ein Beispiel für diesen Ansatz: Eine Hochgeschwindigkeitskamera erfasst Ballgeschwindigkeit, Auftreffwinkel, Abschlagsrichtung und Putter-Weg in Echtzeit. Die Daten werden an TV oder mobiles Gerät übertragen und ermöglichen das Putten auf über 70 realen Plätzen – darunter Pebble Beach (Spyglass Hill GC). Drei Spielmodi (Übung, Play 9, Challenge) machen das Training variationsreich. Geeignet für Studio, Büro oder Zuhause – überall dort, wo regelmäßiges, datengestütztes Putten möglich sein soll.
Der Ball-Marker ist das unauffälligste Stück Ausrüstung im Golfsport – und gleichzeitig ein regelrelevantes Hilfsmittel, das viele Golferinnen und Golfer nicht vollständig beherrschen.
Die Golfregeln machen keine strengen Vorgaben: Grundsätzlich darf alles als Marker verwendet werden, solange es klein ist und die Ball-Position exakt kennzeichnet. In der Praxis haben sich flache, kleine Münzen oder speziell dafür gefertigte Golf-Marker durchgesetzt – leicht zu platzieren, leicht zu entfernen, unauffällig im Spiel. Auch ein Tee ist regelkonform, wird aber seltener genutzt.
TaylorMade Spider Putter: Alle Modelle, Unterschiede und Kaufberatung.
Korrektes Markieren: Der Marker wird direkt hinter dem Ball platziert, bevor der Ball aufgenommen wird – nicht daneben, nicht davor.
Versetzen des Markers: Liegt der Marker in der Puttlinie einer Mitspielerin oder eines Mitspielers, darf er auf Bitte hin versetzt werden. Hierzu wird der Marker eine oder zwei Putterkopflängen seitlich verschoben – die ursprüngliche Position muss vor dem Zurücklegen des Balls exakt wiederhergestellt werden.
Ball trifft Marker: Seit der Regelrevision 2019 ist es straffrei, wenn der gespielte Ball nach dem Putt den Ballmarker einer Mitspielerin oder eines Mitspielers trifft. Der Ball wird gespielt, wie er liegt.
Marker wird bewegt: Wird der Marker versehentlich bewegt – durch Wind, einen anderen Spieler oder beim Ansprechen – wird er an seine ursprüngliche Position zurückgelegt. Kein Strafschlag.
Eigene Ausrüstung getroffen: Seit 2019 ist auch das versehentliche Treffen der eigenen Ausrüstung (Schläger, Bag, Trolley) nach dem Schlag straffrei. Der Ball wird gespielt, wie er liegt.
Lesen Sie hier mehr über die Golfregeln zu Ausrüstung, Ballmarker und Co.
Putter-Zubehör entfaltet seinen vollen Nutzen, wenn es nicht isoliert betrachtet wird. Ein Headcover schützt den Putter, den Sie sorgfältig ausgewählt haben. Ein passender Griff überträgt das, was Ihre Hände dem Kopf mitteilen wollen. Und regelmäßiges Training mit dem richtigen Tool macht aus dem theoretisch richtigen Putter einen Schläger, dem Sie auf dem Grün tatsächlich vertrauen.
Der erste Schritt ist einfach: Schlagen Sie nach, wann Ihr Putter-Griff zuletzt gewechselt wurde. Wenn Sie sich nicht erinnern können – dann ist es Zeit.
Alle genannten Produkte sind Beispiele aus dem ALL4GOLF-Sortiment. Für jedes Trainingstool, jeden Griff und jeden Headcover gibt es Alternativen, die je nach Präferenz, Budget und Spielstärke besser passen können. Nutzen Sie die Produktvorschauen im Artikel als Ausgangspunkt – und sprechen Sie uns an, wenn Sie eine persönliche Empfehlung wünschen.
09 Aug 2026
Das richtige Zubehör für Ihren Putter schützt die Ausrüstung und kann Ihr Spiel verbessern. (Foto: Adobe Stock)