


Der Japaner Yuto Katsuragawa reiste als 106. des Race to Dubai nach Korea – und verlässt das Land als Sieger, mit Spielrecht für 2027 und Startplätzen in Abu Dhabi und Dubai.
Der Japaner Yuto Katsuragawa hat am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, die Genesis Championship der DP World Tour im Woo Jeong Hills Country Club in Cheonan, Südkorea, gewonnen. Der 28-Jährige spielte Runden von 69, 68, 63 und 71 Schlägen und kam auf 271 Schläge (13 unter Par). Damit lag er zwei Schläge vor den Franzosen Frederic LaCroix und Martin Couvra, die sich bei elf unter Par den zweiten Platz teilten. Für den Sieg erhielt Katsuragawa 606.547,76 Euro.
Hier finden Sie das Endergebnis der Genesis Championship der DP World Tour.
Für Katsuragawa ging es in Cheonan um weit mehr als einen Pokal. Er startete als 106. des Race to Dubai in die Woche, knapp außerhalb der Top 100, die nach diesem Turnier ihr Spielrecht für 2027 behalten. Mit dem Erfolg sprang er auf Rang 28 und hat die Sorgen um seine Karte hinter sich gelassen. „Ich war deshalb doppelt nervös, aber ich glaube, ich habe es geschafft", sagte Katsuragawa nach der Schlussrunde laut dem Bericht von The Score.
Es ist sein zweiter Titel auf der DP World Tour und der erste seit der ISPS HANDA Championship im April 2024. Die Zeit dazwischen war für ihn nicht einfach. „Nach dem ersten Sieg hatte ich eine wirklich schwere Zeit, ich habe mit dieser Phase gekämpft. Aber jetzt, mit dem zweiten Sieg, ist das definitiv der größte Moment meines Lebens", sagte er nach seinem Sieg (zitiert von The Score und AFP). Zum ersten Titel sagte er: „Ich hatte vom ersten Sieg ein gutes Bild im Kopf. Dieses gute Gefühl habe ich einfach festgehalten und bin für den zweiten Sieg hergekommen."
Die Grundlage legte Katsuragawa am Samstag. Mit einer 63 (acht unter Par) egalisierte er den Platzrekord und schob sich vom geteilten zehnten auf den ersten Rang. Mit zwei Schlägen Vorsprung vor dem Südafrikaner Casey Jarvis ging er in den Finaltag.
Die Schlussrunde war ein Geduldsspiel: ein Birdie, 16 Pars, ein Bogey. Nach zwei Pars zum Auftakt verzog er an der 3 den Abschlag, bekam einen straflosen Drop und rettete das Par. An der 4 lochte er aus rund acht Metern zum Birdie und baute den Vorsprung bei 14 unter Par auf drei Schläge aus. Jarvis kam bis zur 8 auf einen Schlag heran, kassierte an der 9 aber ein Doppelbogey. Danach rückte der Franzose Antoine Rozner mit einem Birdie an der 12 bis auf zwei Schläge heran – und spielte an der 13 nach einem Ball ins Wasser ebenfalls ein Doppelbogey. Der Vorsprung betrug wieder drei Schläge.
An der 18 brachte sich Katsuragawa mit dem ersten und dem dritten Schlag in Schwierigkeiten, rettete aber das Bogey zum Sieg mit zwei Schlägen Vorsprung. LaCroix (68) und Couvra (69) zogen mit guten Schlussrunden noch an den Verfolgern vorbei auf den geteilten zweiten Platz.
Katsuragawa ist der erste Japaner, der die Genesis Championship gewonnen hat. Das Turnier gehört seit 2024 zum Kalender der DP World Tour und wird seit 2025 in Woo Jeong Hills ausgetragen. Im Vorjahr war Katsuragawa an gleicher Stelle geteilter Vierter geworden. Vor ihm siegten auf der DP World Tour die Koreaner An Byeong-hun (2024, im Stechen gegen Tom Kim) und Junghwan Lee (2025).
Der Sprung von Platz 106 auf 28 im Race to Dubai sichert ihm nicht nur die Tourkarte für 2027, sondern auch die Teilnahme an den DP World Tour Play-offs und damit an beiden Rolex-Series-Turnieren in Abu Dhabi und Dubai. „Ich bin sehr glücklich, denn auf der DP World Tour zu spielen, ist etwas, das ich in meinem Leben brauche. Und ich freue mich sehr, in Dubai zu spielen", sagte er nach dem Turnier laut AFP.
Nach der Genesis Championship behalten die Top 100 des Race to Dubai ihr Spielrecht für die kommende Saison. Am Ende der Rangliste spielte sich deshalb ein zweites Drama ab. Der US-Amerikaner Sean Crocker lag nach neun Löchern drei über Par, spielte die zweiten Neun in 29 Schlägen und brachte eine 68 ins Clubhaus. Damit sicherte er sich den 100. und letzten Platz. „Das war wahrscheinlich eine der besseren zweiten Neun, die ich je gespielt habe – unter diesen Umständen und mit allem, was da los war", sagte Crocker nach der Runde laut The Score. Leidtragender ist der Engländer Eddie Pepperell, der in Korea nicht am Start war und auf Rang 101 zurückfiel. Er muss sich nun zwischen dem Status der Kategorie 18 und der Qualifying School entscheiden, bei der 15 volle Karten vergeben werden.
An der Spitze des Race to Dubai bleibt Eugenio Chacarra. Der Spanier, der in der Vorwoche mit gebrochenem Zeh die India Championship gewonnen hatte, wurde in Korea mit sechs unter Par geteilter 21. Auch Patrick Reed und Rory McIlroy, die im Ranking direkt dahinter folgen, waren nicht am Start.
Sieben Spieler teilten sich bei zehn unter Par den vierten Platz. Casey Jarvis, Führender nach dem ersten Tag (65) und nach 36 Löchern gemeinsam mit Rozner vorn, verpasste mit einer 72 am Sonntag seinen dritten Saisonsieg nach der Magical Kenya Open und der Investec South African Open. Neben ihm und Rozner landeten Open-Champion Ryan Fox aus Neuseeland, der Italiener Filippo Celli, der Spanier Jorge Campillo sowie die Koreaner Si Woo Kim und Sanghun Shin auf diesem Rang. Shin hatte nach der ersten Runde noch auf Platz zwei gelegen. Sungjae Im beendete das Turnier bei Par auf dem geteilten 54. Platz. Titelverteidiger Junghwan Lee scheiterte mit Runden von 72 und 73 Schlägen (drei über Par) am Cut.
70 Spieler schafften den Cut auf dem Par-71-Platz in Cheonan, hier das vollständige Ergebnis mit Preisgeld.
Für Katsuragawa geht es nun in die Play-offs der DP World Tour, an denen die Tour trotz der Lage im Nahen Osten festhält. Den Auftakt bildet die Abu Dhabi Aldar Championship vom 5. bis 8. November 2026 auf Yas Links in Abu Dhabi. Das Saisonfinale, die DP World Tour Championship, folgt vom 12. bis 15. November 2026 in den Jumeirah Golf Estates in Dubai – jenem Turnier, auf das sich Katsuragawa nach eigenen Worten freut.
26 Oct 2026
Yuto Katsuragawa gewinnt die Genesis Championship der DP World Tour. (Foto: Imago / Zuma Press)