


Zwischen futuristischer Freizeitarchitektur und stiller Lagune entfaltet sich der Yas Links Golf Club als faszinierendes Beispiel modernen Linksgolf-Designs. Auf Yas Island – nicht weit von der berühmten Formel-1-Rennstrecke – gelegen, spannt sich der Platz von den Hotels der Insel bis hin zur Ferrari World, während auf der anderen Seite das Wasser der Lagune stets präsent bleibt. Schon dieser Rahmen gibt die Richtung vor: Wind, Weite und Wasser prägen das Spiel – und den Charakter.
Die Anlage ist klassisch im Links-Stil angelegt: schmale Fairways, zahlreiche strategisch platzierte Bunker und auf rund der Hälfte der Bahnen Wasser als natürliche Grenze. Kein Wunder, dass an der Zufahrt zur Anlage eine Skulptur von Old Tom Morris die Golfer begrüßt. Trotz seiner Anforderungen bleibt der Platz fair spielbar für Golfer aller Leistungsklassen. Möglich machen das nicht zuletzt die fünf unterschiedlichen Abschläge pro Bahn sowie eine variable Gesamtlänge zwischen rund 4.900 und 6.700 Metern.
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Vom ersten Moment an fühlt man sich eher an die traditionsreichen Küstenplätze Schottlands erinnert, etwa an Anklänge des Castle und New Course in St. Andrews. Dass der Platz jedoch selbst erfahrene Profis auf die Probe stellen kann, lässt sich jährlich im Rahmen der Abu Dhabi Championship der DP World Tour beobachten. Der Service beginnt bereits im Clubhaus auf hohem Niveau: Ein gut sortierter Pro-Shop, ein freundlicher Empfang und das stilvolle Restaurant Hickory mit Terrasse und Blick auf das 18. Grün sorgen für den perfekten Rahmen vor und nach der Runde auf dieser von Troon gemanagten Anlage.
Die Driving Range mit kostenlosen Bällen sowie E-Carts mit modernem GPS-System im Greenfee erleichtern den Einstieg, gerade bei der ersten Begegnung mit dem Platz. Besonders beeindruckend sind die makellos gepflegten Grüns, die mit einem Stimpmeter-Wert von etwa 10 deutlich schneller laufen als auf vielen mitteleuropäischen Anlagen.
Sportlich zeigt der Platz früh seine Zähne. Nach einem noch freundlichen Par-4 zur Eröffnung fordert die Bahn 2, ein Par-5, mit perfekt positionierten Fairwaybunkern bereits höchste Präzision. Auf der 3 kommt erstmals Wasser ins Spiel, ehe das anspruchsvolle Par-3 der 8 mit bis zu 170 Metern, Wasser rechts und stark verteidigtem Grün zu einem der frühen Höhepunkte zählt. Von den hinteren Abschlägen ist hier ein weiter Carry Pflicht. Die zweiten neun Löcher verlaufen spektakulär entlang des schmalen Landstreifens zwischen Lagune und Hotels. Der Wind gewinnt deutlich an Einfluss, strategisches Spiel wird zur Voraussetzung, um Bunkerlandschaften und ginsterähnliche Vegetation zu meiden.
Immer wieder öffnet sich der Blick auf die Skyline von Abu Dhabi, bevor es ab der 15 zurück in Richtung Clubhaus geht. Die Finalphase verlangt nochmals höchste Konzentration: Die 16 mit ihrem auf einer schmalen Landzunge gelegenen Grün, die ikonische 17 als wasserumrahmtes Signature Hole mit bis zu 160 Metern Carry – und schließlich das lange Par-5 der 18, bei dem Wasser links samt Einbuchtung eine mutige Attacke ebenso provoziert wie die kluge Drei-Schlag-Strategie. Gerade auf den beiden letzten Bahnen bildet zudem das markante rote Dach der Ferrari World einen dominanten Hintergrund.
Insgesamt präsentiert sich der Platz als sportlich fordernd, visuell spektakulär und hervorragend gepflegt – ein echtes Golf-Highlight im Mittleren Osten, das seinen internationalen Ruf zu Recht genießt. Yas Links unterstreicht einmal mehr, dass man „Golf am Golf“ nicht nur in Dubai in vollen Zügen genießen kann.
10 Jan 2026
Yas Links in Abu Dhabi liegt an einer Lagune und ist umgeben von vielen Touristenattraktionen. (Foto: Michael Althoff)
Schnelle Grüns und guter Service gehören im Yas Links Golf Club zum Konzept. (Fotos: Michael Althoff)
Wasser prägt das Bild im Yas Links. (Fotos: Michael Althoff)