


Auf einen Blick: Der Driver (traditionell auch als „Holz 1“ bezeichnet) ist der längste und voluminöseste Schläger im Golfbag. Er wird speziell für den ersten Schlag – den sogenannten Abschlag oder Drive – auf Par-4- und Par-5-Bahnen eingesetzt. Das primäre Ziel des Drivers ist es, den Golfball auf maximale Distanz zu befördern. Als einziger Schläger im Bag wird er in einer leichten Aufwärtsbewegung getroffen und daher fast ausschließlich von einem Tee gespielt.
Der Driver ist das Distanz-Kraftpaket im Golfsport. Wenn Spielerinnen und Spieler auf einer Golfrunde am Abschlag einer langen Spielbahn stehen, fällt die Wahl in der Regel auf diesen Schläger.
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Historisch gesehen gehört der Driver zur Kategorie der „Hölzer“. Bis Ende der 1970er-Jahre wurden die Schlägerköpfe dieser Kategorie tatsächlich aus Hartholz – meist aus Persimmon-Holz – gefertigt. Obwohl moderne Driver längst aus Hochleistungsmaterialien wie Titan und Carbon bestehen, hat sich der traditionelle Name „Holz 1“ (auf Englisch 1-Wood) in der Golfsprache als Synonym für den Driver gehalten.

Nach dem offiziellen Regelwerk dürfen maximal 14 Schläger mit auf die Runde genommen werden. Während beispielsweise der Putter für die Präzision auf dem Grün verantwortlich ist, übernimmt der Driver die entgegengesetzte Aufgabe: Er soll auf den langen Bahnen (Par 4 und Par 5) so viel Strecke wie möglich überbrücken, um den nachfolgenden Schlag zum Grün deutlich zu erleichtern.
Im Gegensatz zu Eisen, Wedges oder Hybriden wird der Driver nahezu ausschließlich vom Abschlag aus eingesetzt. Ein Schlag direkt vom Fairway ohne Tee ist aufgrund der Konstruktion des Schlägerkopfes extrem anspruchsvoll und bleibt meist nur versierten Profis in Ausnahmesituationen vorbehalten.
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Damit Golferinnen und Golfer maximale Ballgeschwindigkeiten erzielen können, bündeln Schlägerhersteller im Driver die modernsten Technologien der Sportindustrie. Der Schläger setzt sich aus vier Hauptkomponenten zusammen:
Der Schlägerkopf des Drivers ist der größte im gesamten Bag. Laut den offiziellen Golfregeln der R&A und USGA ist das Bauvolumen auf maximal 460 Kubikzentimeter (ccm) begrenzt. Der Kopf ist innen hohl aufgebaut. Moderne Hersteller setzen auf Multi-Material-Konstruktionen. Nahezu alle Flagship-Modelle der großen Hersteller sind heute hauptsächlich aus Carbon gefertigt. Titan ist vor allem im Budget-Segment verbaut.
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Die Schlagfläche eines Drivers ist hauchdünn konstruiert. Beim Treffmoment gibt die Schlagfläche minimal nach und federt den Ball katapultartig ab – dieser Vorgang wird als Trampolineffekt bezeichnet.
Um die Spielbedingungen fair zu halten, ist der Energietransfer physikalisch reglementiert: Der sogenannte COR-Wert (Coefficient of Restitution) darf den Grenzwert von 0,83 nicht überschreiten. Das bedeutet, dass maximal 83 % der Energie beim Treffmoment auf den Ball übertragen werden dürfen.
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Mit einer Standardlänge von etwa 45 bis 46 Zoll besitzt der Driver den längsten Schaft aller Golfschläger. Der lange Hebel ermöglicht es Spielerinnen und Spielern, im Schwung eine hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit aufzubauen.
Schäfte unterscheiden sich im Wesentlichen durch zwei Parameter:
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Der Griff stellt die einzige direkte Verbindung zwischen dem Körper und dem Schläger dar. Die Griffdicke hat spürbare Auswirkungen auf den Ballflug:
Schläge mit Eisen oder Wedges werden in einer Abwärtsbewegung ausgeführt – der Schläger trifft zuerst den Ball und anschließend den Boden. Beim Driver ist das physikalische Prinzip genau umgekehrt.
Der Ball wird beim Driver auf ein Tee gesteckt und deutlich weiter links im Stand positioniert – etwa auf Höhe der inneren vorderen Ferse. Durch diese Setup-Anpassung trifft der Schlägerkopf den Ball im tiefsten Punkt der Schwungbahn oder leicht danach, also in einer leichten Aufwärtsbewegung (positive Angle of Attack). Dies reduziert den ungewollten Rückwärtsdrall (Backspin) und maximiert die Flug- und Rollweite.
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Als Loft wird der Neigungswinkel der Schlagfläche bezeichnet. Der Driver weist nach dem Putter den geringsten Loft im Bag auf – typischerweise zwischen 8,5° und 13°.
Ziel ist ein Spin-Bereich von etwa 2.000 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute (rpm) unmittelbar nach dem Abflug, um die optimale Balance aus Tragweite (Carry) und Ausrollen (Roll) auf dem Fairway zu erzielen.
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Obwohl der Driver aufgrund seines großen Schlägerkopfes optisch viel Vertrauen ausstrahlt, gilt er auf dem Platz als einer der am schwersten zu kontrollierenden Schläger. Das hat zwei physikalische Gründe:
Taktischer Tipp für die Runde: Erfahrene Golferinnen und Golfer setzen den Driver vor allem dann ein, wenn die Spielbahn ausreichend Breite bietet. Bei sehr engen Landezonen oder drohenden Hindernissen kann der Griff zu einem kleineren Holz oder einem langen Eisen die klügere strategische Wahl sein.
Moderne Schlägerfamilien renommierter Hersteller begegnen diesen Herausforderungen mit unterschiedlichen Modellen – von extrem fehlerverzeihenden Köpfen bis hin zu kompakten Low-Spin-Varianten. Erfahren Sie dazu mehr in unseren detaillierten Übersichten zu den Titleist GTS Drivern, den TaylorMade Driver-Serien sowie den aktuellen Callaway Driver-Modellen.
Ein Driver ist der größte und längste Golfschläger im Bag. Er wird für den ersten Schlag vom Tee auf Par-4- und Par-5-Bahnen verwendet, um die größtmögliche Distanz zu erzielen.
Der Name stammt aus der Frühzeit des Golfsports, als Schlägerköpfe dieser Kategorie aus Echtechoz (Persimmon) gefertigt wurden. Trotz moderner Materialien wie Carbon und Titan wird die Bezeichnung „Holz 1“ bis heute traditionell verwendet.
Der Loft liegt bei den meisten Modellen zwischen 8,5° und 13°. Einsteigerinnen und Einsteiger greifen meist zu Modellen mit 10,5° bis 12° Loft, während spielstarke Personen mit hoher Schwunggeschwindigkeit geringere Winkel bevorzugen.
Da der Ball aufgeteet wird, ermöglicht das Treffen in der Aufwärtsbewegung (positive Attack Angle) einen hohen Abflugwinkel bei gleichzeitig reduziertem Rückwärtsdrall. Das maximiert die Gesamtdistanz des Schlags.
11 Aug 2026
Was ist ein Driver im Golf? In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Thema Driver. (Foto: Adobe Stock)