Favoriten-Check US Masters 2026: Scheffler, Rahm und die Geheimtipps
Das US Masters 2026 steht vor der Tür. Wer hat die besten Chancen auf das Green Jacket? Unser Experten-Check mit allen Statistiken zu Rahm, Scheffler & Co.
Augusta National ruft: Wenn am 9. April 2026 der erste Abschlag an der Magnolia Lane erfolgt, blickt die Golfwelt auf ein Feld voller Superlative. Von Scottie Schefflers historischer Dominanz und Bryson DeChambeaus Power-Golf bis hin zu Rory McIlroys Mission Titelverteidigung – wir analysieren den Favoritenkreis für das US Masters 2026.
Die Gejagten: Favoriten für das US Masters 2026
Scottie Scheffler: Die statistische Urgewalt
Geht es nach den Buchmachern und den nackten Zahlen, führt kein Weg an Scottie Scheffler vorbei. Als Weltranglistenerster und zweifacher Masters-Sieger (2022, 2024) ist er der ultimative Maßstab.
Die Statistik des Schreckens: Scheffler startete furios in das Jahr 2026 und sicherte sich bei der The American Express bereits seinen 20. PGA-Tour-Titel. Aktuell rangiert er auf Platz 2 der Strokes Gained: Off-the-Tee (0,743) und auf einem beeindruckenden 7. Platz bei den Strokes Gained: Around-the-Green. Besonders furchteinflößend für die Konkurrenz: Seine Quote bei den "Greens in Regulation" liegt bei über 73 % (Top 10 der Tour). In Augusta, wo das Treffen der richtigen Plateaus auf den Grüns über Sieg oder Niederlage entscheidet, ist Scheffler statistisch fast unschlagbar.
Rory McIlroy: Die Mission Titelverteidigung
Nach 14 Jahren des Wartens hat Rory McIlroy im Vorjahr das Unmögliche wahrgemacht: Mit seinem Sieg beim Masters 2025 vollendete er den Karriere-Grand-Slam. 2026 kehrt er nicht mehr als Getriebener, sondern als Triumphator zurück.
Der psychologische Vorteil: McIlroy spielt befreit auf. Da der immense Druck des fehlenden Puzzleteils weggefallen ist, zeigt seine Formkurve eine neue Gelassenheit. In der laufenden Saison besticht er vor allem durch seine Par-5-Statistik – er ist einer der wenigen Spieler, die in Augusta regelmäßig zwei der vier Par 5s pro Runde mit dem zweiten Schlag erreichen können.
Titelverteidiger Rory McIlroy (links) gehört auch beim US Masters 2026 zu den Favoriten. (Foto: Imago / Xinhua)
Bryson DeChambeau: Der zweifache Saisonsieger
Kein Spieler polarisiert so sehr wie Bryson DeChambeau, doch seine sportliche Bilanz 2026 ist makellos. Mit bereits zwei Turniersiegen auf der LIV-Tour in diesem Kalenderjahr kehrt "The Scientist" mit enormem Momentum nach Georgia zurück.
Der Power-Faktor: DeChambeau hat sein Spiel erneut angepasst und kombiniert seine extreme Länge mit einer verbesserten Distanzkontrolle bei den Wedges. Seine zwei Siege 2026 waren Demonstrationen der Stärke, bei denen er das Feld vor allem durch seine Dominanz auf den Par 5s distanzierte – genau die Löcher, die in Augusta über den Sieg entscheiden.
Jon Rahm: Das Ende der 539-Tage-Flaute
Pünktlich zur Major-Saison 2026 ist der „spanische Stier“ zurück im Winner-Circle. Mit seinem Sieg beim LIV Golf Event in Hongkong brach Jon Rahm eine über 500 Tage andauernde Durststrecke ohne Einzelsieg. Wie man das Masters gewinnt, weiß der zweifache Major-Sieger seit 2023 ohnehin.
Der Formcheck: In Hongkong dominierte Rahm das Feld mit einem Gesamtergebnis von 23 unter Par. Seine Fähigkeit, den Ball bei den Annäherungsschlägen zu kontrollieren (87,5 % Greens in Regulation im Sieg-Turnier), macht ihn auf einem Kurs wie Augusta, der Präzision belohnt, zu einem der Top-Favoriten.
Jon Rahm hat 2026 nach über 500 Tagen wieder ein Golfturnier gewonnen und gehört beim US Masters zum Favoritenkreis. (Foto: Imago / Bildbyran)
Die Verfolger: Resilienz und Major-Erfahrung
Matt Fitzpatrick: Der Stehaufmann aus Sheffield
Fitzpatrick hat in dieser Saison eine Achterbahnfahrt der Emotionen hinter sich. Nach einem dramatischen Einbruch auf den letzten Löchern der Players Championship bewies er eine mentale Stärke, die ihn für Augusta prädestiniert. Mit der US Open nennt der Engländer bereits einen Major-Titel sein eigen.
Statistik der Stärke: Nur eine Woche nach der Enttäuschung von Sawgrass sicherte sich Fitzpatrick den Sieg bei der Valspar Championship mit einem Gesamtergebnis von 11 unter Par. Er rangiert aktuell in den Top 10 der Strokes Gained: Total und hat bewiesen, dass er Rückschläge binnen kürzester Zeit in Siege verwandeln kann.
Brooks Koepka: Das ultimative "Dark Horse"
Nach seiner Rückkehr zur PGA Tour im Januar 2026 verlief Koepkas Saisonstart zunächst ohne die gewohnte Dominanz. Doch pünktlich zum April zeigt die Tendenz nach oben (T13 bei der Players).
Die Mission: Ein Sieg wäre für ihn die finale Bestätigung für die Entscheidung, seinen LIV-Vertrag vorzeitig zu beenden. Koepka ist ein „Major-Tier“: Er hat vier Majors vor seinem 30. Geburtstag gewonnen und besitzt die Fähigkeit, seinen Fokus in Augusta auf ein Level zu heben, das im normalen Tour-Alltag kaum zu sehen ist.
Kraftpaket Brooks Koepka bei der Players Championship 2026 - Kann er beim Masters an alte Erfolge anknüpfen? (Foto: Imago / Icon Sportswire)
Waffe Augusta: Young gehört konstant zu den Top 10 der längsten Driver der Tour (Durchschnitt 315+ Yards). Diese Länge ist in Augusta der Schlüssel, um die berüchtigten Löcher 13 und 15 zu attackieren. In den vergangenen zwei Jahren spielte er sich beim Masters zwei Mal in die Top-Ten.
Akshay Bhatia: Der Triumph beim "Arnie"
Wer das Arnold Palmer Invitational in Bay Hill gewinnt, bringt das Rüstzeug für Augusta mit. Bhatia sicherte sich den Titel in einem nervenaufreibenden Finish im Playoff. Es war sein dritter Sieg auf der PGA Tour - alle gewann er im Stechen.
Statistisches Highlight: Seine Leistung auf den schnellen Grüns von Bay Hill war historisch (über 16 gewonnene Schläge im kurzen Spiel). Auf den ondulierten Grüns von Augusta ist genau dieses Händchen gefragt.
Akshay Bhatia gewann das Arnold Palmer Invitational der PGA Tour dieses Jahr. (Foto: Imago / Icon Sportswire)
Fazit der Redaktion: Selten war die Leistungsdichte an der Spitze so hoch. Während Scheffler und DeChambeau durch pure Dominanz bestechen, könnte McIlroys neue Lockerheit den Ausschlag geben. Eines ist sicher: Der Weg zum Green Jacket führt 2026 nur über eine perfekte statistische Bilanz auf den Grüns.
Tobias Hennig war zehn Jahre als Chefredakteur in aller Welt unterwegs, um Ryder Cups, Majors und Turniere aller Touren zu begleiten. Zudem bereiste er zahlreiche Länder von Asien bis Amerika, um von den schönsten Golfdestinationen der Welt zu berichten und das neueste Golf-Equipment zu testen. Nun gibt er seine Erfahrung im Greenfeed weiter.
Fotos
Wer gewinnt das US Masters 2026? Unser Favoritencheck gibt Ihnen den Überblick über die heißesten Titelanwärter. (Foto: Imago / UPI Photo)