


Das „fünfte Major“ hat einen neuen Regenten: In einem dramatischen Finale am TPC Sawgrass sicherte sich Cameron Young den Titel der Players Championship. Während der New Yorker am legendären Inselgrün die Nerven behielt, erlebte der Führende Ludvig Åberg einen beispiellosen Einbruch.
Es war ein Sonntag, wie ihn nur das TPC Sawgrass schreiben kann. Die Players Championship 2026 endete nicht mit einer Krönung des Dominators, sondern mit einem Sieg des Willens. Cameron Young, der Mann, der oft als „ewiger Zweiter“ galt, feierte mit einem Gesamtergebnis von 13 unter Par den größten Erfolg seiner Karriere. Er setzte sich mit einem Schlag Vorsprung gegen den Briten Matt Fitzpatrick durch und sicherte sich den Siegerscheck über 4,5 Millionen US-Dollar.
Hier finden Sie das finale Leaderboard der Players Championship 2026.
Die Entscheidung fiel auf den ikonischen Schlusslöchern des Stadium Course. Young startete mit vier Schlägen Rückstand in den Tag, blieb jedoch geduldig, während seine Konkurrenten strauchelten. Der entscheidende Moment ereignete sich an der berühmten 17, dem Par-3 mit dem Inselgrün.
Während sein direkter Verfolger Matt Fitzpatrick sicher die Mitte des Grüns anspielte, attackierte Young die Fahne aggressiv mit einem 57-Grad-Sand-Wedge. Der Ball blieb drei Meter neben dem Loch liegen. Mit dem daraus resultierenden Birdie schloss Young zu Fitzpatrick auf. „Ich hatte genau die Nummer, die ich brauchte“, erklärte Young später. „Ein voller Schlag war sicherer als ein gefühlvoller Gap-Wedge.“
An der 18 setzte Young dann das finale Ausrufezeichen der Players Championship: Ein 375-Yard-Drive mitten auf das Fairway – der längste Schlag an diesem Loch seit Beginn der ShotLink-Aufzeichnungen. Während Fitzpatrick aus dem Kiefernmulch nur das Bogey retten konnte, reichte Young ein sicheres Par zum Sieg.
Für Young ist dieser Sieg bei der Players Championship die Belohnung für eine tiefgreifende mentale Umstellung. Gemeinsam mit seinem Caddie Kyle Sterbinsky und Mentaltrainer Bhrett McCabe arbeitete er daran, seine „wild unrealistischen Erwartungen“ abzulegen.
„Früher wäre ich ungeduldig geworden“, gestand Young nach der Runde. Dieses Mal blieb er im Moment, starrte beim Gehen auf seine Füße und praktizierte das, was sein Team „Happy Golf“ nennt. Die Statistik gibt ihm recht: Mit nur fünf Bogeys über die gesamte Woche machte er die wenigsten Fehler im gesamten Feld der Players Championship.
Lange Zeit sah es nach einer Machtdemonstration von Ludvig Åberg aus. Der junge Schwede führte das Feld der Players Championship mit drei Schlägen Vorsprung an, bis die Back Nine zur „Achterbahnfahrt“ wurde. Wasserbälle an der 11 und 12 führten zu einem Bogey-Doppelbogey-Intervall, von dem er sich nicht mehr erholte. Er schloss das Turnier mit einer enttäuschenden 76er-Runde auf dem geteilten fünften Platz ab.
Ein bemerkenswertes Debüt feierte der Kanadier Sudarshan Yellamaraju. Der 24-Jährige, der sich das Golfspielen über YouTube-Videos beigebracht hatte, landete bei seiner ersten Players Championship sensationell auf Rang 5 und strich fast eine Million Dollar Preisgeld ein.
Abseits des Titelkampfes blickte die Golfwelt gespannt auf die Weltranglisten-Ersten. Doch weder Scottie Scheffler noch Titelverteidiger Rory McIlroy konnten in die Entscheidung der Players Championship eingreifen.
Für beide Superstars gilt es nun, die kommenden vier Wochen bis zum Masters in Augusta zu nutzen, um die Formkurve wieder nach oben zu treiben.
Die 52. Austragung der Players Championship hat bewiesen, dass Erfahrung und mentale Stabilität am TPC Sawgrass schwerer wiegen als reine Dominanz. Cameron Young hat sich mit diesem Sieg endgültig in der Weltelite etabliert. „Dieser Ort hat mich die letzten Jahre oft besiegt“, resümierte ein sichtlich erschöpfter, aber glücklicher Young. „Heute habe ich bewiesen, dass ich hier bestehen kann.“
16 Mar 2026
Cameron Young gewinnt die Players Championship 2026 auf der PGA Tour. (Foto: Imago / Zuma Press Wire)