


In den Golfregeln heißt es präzise: lose hinderliche Naturstoffe (englisch: loose impediments). Gemeint sind natürliche Gegenstände, die lose sind – zum Beispiel Steine, Blätter, Zweige oder Tannenzapfen. Grundsätzlich dürfen Sie lose hinderliche Naturstoffe straflos entfernen (Regel 15.1a). Entscheidend ist aber ein Punkt, der in der Praxis häufig falsch verstanden wird:
Bewegt sich Ihr Ball beim Entfernen loser Naturstoffe, müssen Sie ihn zurücklegen – und außerhalb des Grüns gibt es in der Regel zusätzlich 1 Strafschlag.
(Regel 15.1b in Verbindung mit 9.4b) Das Zurücklegen ist also nicht automatisch „ohne Strafe“. Ob eine Strafe anfällt, hängt davon ab, wo der Ball lag und ob eine Ausnahme greift (z. B. Ballbewegung während der Suche nach Regel 7.4).
Hier finden Sie die wichtigsten Golfregeln für Anfängerinnen und Anfänger.
Sie liegen im Bunker, neben dem Ball liegt ein Stein oder ein Haufen Blätter. Viele Spielerinnen und Spieler fragen sich dann:
Dieser Artikel führt Sie durch die Grundlogik – mit klaren Praxisregeln und den häufigsten Fehlern.
Erfahren Sie hier, welche Golfregeln speziell im Bunker gelten.
Lose hinderliche Naturstoffe sind natürliche Stoffe, die nicht fest mit dem Boden verbunden sind. Typische Beispiele:
Nicht dasselbe sind zum Beispiel:

Darf man Steine und Blätter im Bunker entfernen?
Ja. Lose hinderliche Naturstoffe dürfen grundsätzlich entfernt werden – auch im Bunker (Regel 15.1a).
Der Bunker ist trotzdem der Bereich, in dem in der Praxis die meisten Fehler passieren, weil beim „Aufräumen“ oft unbewusst Dinge passieren, die später Diskussionen auslösen (zum Beispiel: Ballbewegung).
Wenn Sie einen Stein oder Blätter entfernen und der Ball bewegt sich, gilt:
Praxistipp: Entfernen Sie lose hinderliche Naturstoffe im Bunker ruhig und kontrolliert, damit Sie nicht versehentlich den Ball oder seine Lage verändern – denn das kostet sonst schnell einen Schlag.
Die Antwort ist nicht „an einem bestimmten Ort nie“, sondern situationsabhängig:
Grundsätzlich ist das Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe überall erlaubt und straflos (Regel 15.1a). Entscheidend ist jedoch, dass diese Erlaubnis nicht bedeutet, dass jede Folge automatisch ohne Konsequenzen bleibt: Bewegt sich Ihr Ball, weil Sie beim Entfernen einen losen Naturstoff wegnehmen, müssen Sie den Ball zwar zurücklegen, und außerhalb des Grüns kann das in der Regel einen Strafschlag auslösen (Regel 15.1b in Verbindung mit 9.4b). Zusätzlich gibt es Ausnahmen und Einschränkungen, etwa wenn es um das Entfernen von Naturstoffen von einer Stelle geht, an die ein Ball zurückgelegt werden muss (Ausnahme in 15.1a), oder wenn jemand lose Naturstoffe mit der Absicht entfernt, einen sich bewegenden Ball zu beeinflussen (Regel 11.3). In Turniersituationen gilt deshalb: Wenn der konkrete Fall nicht eindeutig ist, ist es am sichersten, das Komitee zu fragen, bevor Sie handeln.
So funktionieren Strafschläge beim provisorischen Ball.
Auf dem Grün liegen häufig lose hinderliche Naturstoffe (z. B. Blätter, kleine Ästchen). Auch hier gilt grundsätzlich: Entfernen ist erlaubt.
Wichtig:
Erfahren Sie hier, was Sie nach den Golfregeln auf dem Grün dürfen und was nicht.
Im allgemeinen Bereich (Fairway/Rough) ist das Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe in der Praxis meist unkompliziert. Trotzdem gelten zwei Grundprinzipien:

Das ist einer der häufigsten Praxisfehler.
Besser: Wenn der Ball beim Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs bewegt wurde:
Stopp → ursprüngliche Stelle bestimmen (oder schätzen) → Ball zurücklegen → prüfen, ob 1 Strafschlag anfällt (außerhalb des Grüns grundsätzlich ja, vgl. 15.1b → 9.4b).
Nicht alles, was herumliegt, ist automatisch ein loser hinderlicher Naturstoff.
Besser: Kurz prüfen: natürlich + lose + nicht fest verbunden? Dann passt der Begriff meist.
Lose Naturstoffe dürfen nicht absichtlich entfernt werden, um einen rollenden oder springenden Ball zu beeinflussen (Regel 11.3).
Besser: Warten, bis der Ball zur Ruhe gekommen ist, und erst dann handeln.
Manche Flights „haben gehört“, im Bunker sei das Entfernen grundsätzlich verboten oder grundsätzlich erlaubt – ohne Blick in die Regel/Definition.
Besser: Grundsatz merken: Entfernen erlaubt – Ballbewegung führt außerhalb des Grüns meist zu 1 Strafschlag + Ball zurücklegen.
Darf man Steine im Bunker entfernen?
Ja, lose hinderliche Naturstoffe dürfen grundsätzlich entfernt werden (15.1a). Bewegt sich dabei der Ball, muss er zurückgelegt werden – und im Bunker gibt es in der Regel 1 Strafschlag (15.1b → 9.4b).
Darf man Blätter im Bunker entfernen?
Ja. Blätter zählen typischerweise zu losen hinderlichen Naturstoffen (15.1a). Achten Sie darauf, den Ball nicht zu bewegen; falls doch: zurücklegen + meist 1 Strafschlag (15.1b → 9.4b).
Was ist, wenn sich der Ball beim Entfernen bewegt?
Dann muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (wenn nicht bekannt: schätzen) (15.1b / 14.2). Außerhalb des Grüns kommt in der Regel 1 Strafschlag dazu (15.1b → 9.4b), außer eine Ausnahme greift (z. B. 7.4 während der Suche).
Gilt das auch auf dem Grün?
Auch auf dem Grün gilt: Entfernen ist erlaubt und Ballbewegung muss korrigiert werden (15.1b). Die Straflogik in 15.1b ist aber ausdrücklich an „außerhalb des Grüns“ geknüpft, daher ist das Grün in vielen Fällen die „straflose“ Korrekturzone – nicht der allgemeine Bereich oder der Bunker.
09 May 2026
Das Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe auf einem Golfplatz ist klar geregelt. (Foto: Adobe Stock)