The Open Championship 2026: Alles zu Royal Birkdale, Tee Times und Live-Leaderboard
Die 154. Open Championship 2026 in Royal Birkdale! Erfahren Sie alles über Scottie Schefflers Titelverteidigung, Linksgolf-Tradition, Preisgeld und Tickets.
The Open, oft auch als "British Open" oder "Open Championship" bezeichnet, ist das einzige Major auf europäischem Boden und steht für die reinste Form des Golfsports: Linksgolf. Im Juli 2026 kehrt die 154. Ausgabe der Meisterschaft nach Royal Birkdale zurück, einem Platz, der bei Spielern und Fans gleichermaßen als einer der besten Kurse im "Open-Rota"-System gilt. Nachdem Scottie Scheffler im Jahr 2025 in Royal Portrush triumphierte, wird er versuchen, die legendäre Claret Jug gegen die versammelte Weltelite und die tückischen Winde der englischen Westküste zu verteidigen.
Das vierte und letzte Major der Saison wird vom 16. bis 19. Juli 2026 ausgetragen. Die Turnierwoche beginnt bereits am Sonntag davor mit den Anreisen der Spieler. Besonders beliebt sind die Trainingstage am Dienstag und Mittwoch, da die Fans hier die Profis dabei beobachten können, wie sie kreative Schläge für das wahrscheinliche windige Wetter trainieren. An den Turniertagen selbst kommen je nach Austragungsort meist weit mehr als 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Atmosphäre ist unvergleichlich.
Austragungsort ist der Royal Birkdale Golf Club in Southport, England. Birkdale zeichnet sich durch seine riesigen Sanddünen aus, die das Fairway wie natürliche Tribünen säumen. Im Gegensatz zu vielen anderen Linkskursen verlaufen die Löcher hier meist in den Tälern zwischen den Dünen, was den Zuschauern eine exzellente Sicht ermöglicht. Die Open Championship wird zum elften Mal im Royal Birkdale Golf Club ausgetragen werden. Auch die Womens Open und die Senior Open fanden hier schon mehrfach statt. Eröffnet wurde der Platz 1889.
Wer ist der Vorjahressieger und wer sind die Rekordhalter?
Der Titelverteidiger für 2026 ist Scottie Scheffler. Mit seinem Sieg 2025 bewies er, dass er auch mit den unberechenbaren Bedingungen des Linksgolfs perfekt umgehen kann. Der Amerikaner sicherte sich bei der British Open seinen vierten Major-Titel, nach diesem fehlt ihm zum Grand Slam noch ein Sieg bei der US Open.
In der Geschichte der Open Championship gibt es legendäre Rekordhalter:
Harry Vardon: Hält mit 6 Siegen (zwischen 1896 und 1914) den ewigen Rekord.
U.a. Tom Watson: Gewann das Turnier 5 Mal und ist eine Ikone der Open.
Tiger Woods: Triumphierte bisher 3 Mal (2000, 2005, 2006).
"Champion Golfer of the Year": Open-Championship-Sieger 2025 Scottie Scheffler. (Foto: Imago / Action Plus)
Wie hoch ist das Preisgeld der Open Championship 2026?
Obwohl das Preisgeld in US-Dollar ausgezahlt wird, bleibt das Prestige der Claret Jug unbezahlbar. Für 2026 wird ein Gesamtpool von ca. 17 Millionen US-Dollar erwartet. So viel wurde im letzten Jahr ausgeschüttet. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren gab es 2025 keine Erhöhung des Preisgeldes bei der Open Championship gegenüber dem Vorjahr.
Sieg 2025: Scottie Scheffler erhielt im Vorjahr rund 3,1 Millionen US-Dollar.
Historischer Rückblick: Bei der ersten Open Championship 1860 gab es gar kein Preisgeld – der Sieger Willie Park Sr. erhielt einen roten Ledergürtel. Der "Challenge Belt" wurde bis 1870 verliehen, 1872 wurde die Claret Jug eingeführt. Das erste Preisgeld wurde 1863 eingeführt und lag bei insgesamt 10 Pfund.
Wann starten die Spieler? (Tee Times & Sendezeiten)
Ein großer Vorteil für Fans in Europa: Da das Turnier in England stattfindet, gibt es nur eine Stunde Zeitverschiebung (Westeuropäische Zeit) nach Kontinentaleuropa. Sobald die Tee Times für die Open Championship 2026 verfügbar sind, werden sie hier verlinkt.
Startzeit: Die ersten Spieler starten bereits gegen 6:35 Uhr Ortszeit (7:35 Uhr MEZ).
Die Übertragungen im TV beginnen oft schon sehr früh am Morgen und dauern bis in den Abend hinein, was The Open zum TV-Event mit der längsten Sendezeit macht.
Die Tickets werden ausschließlich über den R&A (The Royal and Ancient Golf Club of St Andrews) vergeben:
Ticket Ballot: Aufgrund der extremen Nachfrage werden Tickets meist über ein Losverfahren (Ballot) im Vorjahr (August/September) vergeben.
Resale Platform: Der R&A betreibt eine offizielle Wiederverkaufsplattform für Fans, die ihre Karten nicht nutzen können.
Kindertickets: "Kids go free" – The Open ist sehr familienfreundlich und bietet oft kostenlose Kontingente für Kinder an.
Der Qualifikationsmodus: Die "Open Qualifying Series"
Die Open ist ein globales Event. Spieler weltweit können sich über Turniere in Südafrika, Australien, den USA und Europa qualifizieren. Zusätzlich gibt es die "Final Qualifying"-Events an vier Plätzen in Großbritannien, bei denen sich Amateure und Profis erst wenige Tage vor Turnierbeginn die letzten Plätze erkämpfen. Vorgelagert sind dem zahlreiche "Local" und "Regional Qualifyer" an denen jährlich Tausende Golfer teilnehmen. Eine ganze Reihe von Spielern ist aber auch bereits z.B. über die Saisonwertungen der PGA Tour und der DP World Tour qualifiziert.
Das Feld der Open Championship 2026 - Alle Spieler
Spieler
Nationalität
Åberg, Ludvig
Schweden
Ayora, Angel
Spanien
Bairstow, Sam
England
Baldwin, Matthew
England
Ballester, Jose Luis
Spanien
Berger, Daniel
USA
Bhatia, Akshay
USA
Bjoernevik, Baard
Norwegen
Bradbury, Dan
England
Bradley, Keegan
USA
Brennan, Michael
USA
Bridgeman, Jacob
USA
Brown, Daniel
England
Buchanan, Jack
Südafrika
Burns, Sam
USA
Canter, Laurie
England
Cantlay, Patrick
USA
Cauley, Bud
USA
Chacarra, Eugenio
Spanien
Christensen, Tiger
Deutschland
Cink, Stewart
USA
Clarke, Darren
Nordirland
Cole, Eric
USA
Conners, Corey
Kanada
Coody, Pierceson
USA
Couvra, Martin
Frankreich
Daffue, MJ
Südafrika
Day, Jason
Australien
De Castro Piera, Alejandro
Spanien
Dean, Joe
England
DeChambeau, Bryson
USA
Detry, Thomas
Belgien
Docherty, Alistair
USA
du Plessis, Hennie
Südafrika
Duval, David
USA
Echevarria, Nico
Kolumbien
English, Harris
USA
Fitzpatrick, Alex
England
Fitzpatrick, Matt
England
Fleetwood, Tommy
England
Fowler, Rickie
USA
Fox, Ryan
Neuseeland
Gerard, Ryan
USA
Gotterup, Chris
USA
Grehan, Stuart
Irland
Greyserman, Max
USA
Griffin, Ben
USA
Grinberg, Lev
Frankreich
Hall, Harry
England
Ham, Jeongwoo
Südkorea
Harman, Brian
USA
Harrington, Padraig
Irland
Hatton, Tyrrell
England
Henley, Russell
USA
Herbert, Lucas
Australien
Higa, Kazuki
Japan
Hillier, David
Neuseeland
Hisatsune, Ryo
Japan
Højgaard, Nicolas
Dänemark
Højgaard, Rasmus
Dänemark
Hollick, Michael
Südafrika
Homa, Max
USA
Horschel, Billy
USA
Howard, David
Irland
Howell, Mason
USA
Hovland, Viktor
Norwegen
Im, Sungjae
Südkorea
Jarvis, Casey
Südafrika
John, Cameron
Australien
Jordan, Matthew
England
Kaneko, Kota
Japan
Kataoka, Naoyuki
Japan
Keefer, Johnny
USA
Kim, Michael
USA
Kim, Si Woo
Südkorea
Kim, Tom
Südkorea
Kitayama, Kurt
USA
Knapp, Jake
USA
Kobori, Kazuma
Neuseeland
Koepka, Brooks
USA
Lacroix, Frederic
Frankreich
Lagergren, Joakim
Schweden
Laopakdee, Fifa
Thailand
Laporta, Francesco
Italien
Lee, Min Woo
Australien
Li, Haotong
China
Lowry, Shane
Irland
MacIntyre, Robert
Schottland
Matsuyama, Hideki
Japan
McCarty, Matt
USA
McDonald, Jack
Schottland
McIlroy, Rory
Nordirland
McKibbin, Tom
Nordirland
McNealy, Maverick
USA
Mitchell, Keith
USA
Molinari, Francesco
Italien
Morikawa, Collin
USA
Nagano, Ryutaro
Japan
Nakajima, Keita
Japan
Neergaard-Petersen, Rasmus
Dänemark
Nicholas, James
USA
Niemann, Joaquin
Chile
Norris, Shaun
Südafrika
Noren, Alex
Schweden
Novak, Andrew
USA
Oosthuizen, Louis
Südafrika
Parry, John
England
Penge, Marco
England
Perez, Victor
Frankreich
Plunkett, Marcus
USA
Poston, JT
USA
Potgieter, Aldrich
Südafrika
Puig, David
Spanien
Pulcini, Mateo
Argentinien
Rai, Aaron
England
Rahm, Jon
Spanien
Reed, Patrick
USA
Reitan, Kristoffer
Dänemark
Rose, Justin
England
Rozner, Antoine
Frankreich
Ruiter, Nevill
Niederlande
Saddier, Adrien
Frankreich
Schaper, Jayden
Südafrika
Schauffele, Xander
USA
Scheffler, Scottie
USA
Sloman, Tom
England
Smalley, Alex
USA
Smith, Cameron
Australien
Smith, Jordan
England
Smyth, Travis
Australien
Southgate, Matthew
England
Spaun, JJ
USA
Spieth, Jordan
USA
Stevens, Sam
USA
Stenson, Henrik
Schweden
Straka, Sepp
Österreich
Suber, Jackson
USA
Sullivan, Andy
England
Surratt, Caleb
USA
Svensson, Jesper
Schweden
Taylor, Nick
Kanada
Theegala, Sahith
USA
Thomas, Justin
USA
Thorbjornsen, Michael
Dänemark
Truslow, Austen
USA
Uihlein, Peter
USA
Valimaki, Sami
Finnland
Vincent, Scott
Simbabwe
Wallace, Matt
England
Wiedmeyer, Tim
Deutschland
Wiesberger, Bernd
Österreich
Woodland, Gary
USA
Yang, Jiho
Südkorea
Yonezawa, Ren
Japan
Mythen, Traditionen und Geschichte der British Open
Die Claret Jug: Offiziell "The Golf Champion Trophy". Sie wird seit 1872 vergeben, da der ursprüngliche Gürtel nach drei Siegen in Folge in den Besitz von Tom Morris Jr. übergegangen war.
Silver Medal: Neben dem Sieger wird seit 1949 auch der beste Amateur ausgezeichnet (sofern er den Cut schafft). Er erhält eine silberne Medaille. Die einzigen Spieler, die die Silver Medal und die Claret Jug gewonnen haben, sind Tiger Woods und Rory McIlroy.
Der Zuschauer-Guide: Wetterfestigkeit ist Alles
Royal Birkdale ist berühmt für seine "Amphitheater-Atmosphäre". Zuschauer sollten jedoch auf jedes Wetter vorbereitet sein ("Four seasons in one day"). Gummistiefel oder wasserfeste Golfschuhe sowie hochwertige Regenbekleidung sind in Southport Pflicht. Im "Spectator Village" gibt es traditionell Fish & Chips und britisches Ale – ein Muss für das echte Open-Championship-Erlebnis. Die Atmosphäre bei The Open ist unvergleichlich. Das Publikum ist fachkundig und man merkt schnell, dass Golf in Großbritannien ein Volkssport ist. Zudem sind nur sehr wenige Werbepartner des Turniers präsent, sodass, anders als bei den meisten Golfturnieren, der volle Fokus auf dem Sport liegt.
Tobias Hennig war zehn Jahre als Chefredakteur in aller Welt unterwegs, um Ryder Cups, Majors und Turniere aller Touren zu begleiten. Zudem bereiste er zahlreiche Länder von Asien bis Amerika, um von den schönsten Golfdestinationen der Welt zu berichten und das neueste Golf-Equipment zu testen. Nun gibt er seine Erfahrung im Greenfeed weiter.
Fotos
Die Claret Jug ist der Pokal für den Sieger der Open Championship, den sogenannten "Champion Golfer of the Year". (Foto: Imago / Golffile)