


Das Preisgeld der U.S. Open 2026 erreicht eine neue Rekordhöhe: 22,5 Millionen US-Dollar werden beim 126. U.S. Open im Shinnecock Hills Golf Club in Southampton, New York, ausgespielt. USGA CEO Mike Whan verkündete die Erhöhung am 17. Juni 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz. Der Sieger oder die Siegerin des Turniers darf sich über eine Prämie von 4,5 Millionen Dollar freuen – 200.000 Dollar mehr als im Vorjahr. Damit setzt die United States Golf Association (USGA) ein klares Zeichen: Die U.S. Open will die bedeutendste Golftrophäe der Welt bleiben – in jeder Hinsicht.
Hier finden Sie das US Open 2026 Live-Leaderboard.
Mit einem Gesamtpreisgeld von 22,5 Millionen US-Dollar markiert die U.S. Open 2026 einen neuen Meilenstein in der Geschichte des Turniers. Gegenüber den beiden Vorjahren 2024 und 2025, in denen jeweils 21,5 Millionen Dollar ausgeschüttet wurden, bedeutet das eine Steigerung von einer Million Dollar.
USGA CEO Mike Whan ließ bei der Bekanntgabe keinen Zweifel an der Bedeutung dieser Zahl: „Wir spielen um ein Preisgeld von 22.500.000 Dollar, was bedeutet, dass der Sieger 4,5 Millionen Dollar erhält. Das letzte Mal waren wir 2018 hier. Damals betrug das Preisgeld 12 Millionen Dollar. Wir sind 2026 mit einem Preisgeld von 22,5 Millionen zurück. Wir sind stolz darauf, dieses Tempo gehalten zu haben."
Im Vorjahr hatte J.J. Spaun bei der U.S. Open im Oakmont Country Club 4,3 Millionen Dollar für seinen Turniersieg kassiert. Die Siegerprämie 2026 liegt damit 200.000 Dollar über dem Betrag, den Spaun 2025 nach Hause tragen durfte.
Das U.S. Open 2026 Preisgeld reiht sich in einen klaren Aufwärtstrend ein, der sich durch alle vier Majors des Golfsports zieht. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt, wo die U.S. Open aktuell steht.
Das Masters Tournament in Augusta stellte in diesem Jahr ebenfalls ein Gesamtpreisgeld von 22,5 Millionen Dollar bereit – und zahlte dem Sieger dieselben 4,5 Millionen. Rory McIlroy sicherte sich im April seinen zweiten Masters-Titel in Folge und damit seinen insgesamt sechsten Major-Titel. Das U.S. Open zieht mit dieser Summe also exakt mit dem prestigeträchtigsten Einladungsturnier der Welt gleich.
Die PGA Championship erhöhte ihr Preisgeld in diesem Jahr von 19 auf 20,5 Millionen Dollar – ebenfalls ein neuer Rekord für das zweite Major des Jahres. Aaron Rai gewann seinen ersten Major-Titel und erhielt dafür 3,69 Millionen Dollar. Damit liegt die PGA Championship jedoch rund zwei Millionen Dollar hinter U.S. Open und Masters zurück.
Beim traditionsreichsten Major der Welt steht das Preisgeld für 2026 noch aus. Im Vorjahr schüttete die R&A bei der British Open 17 Millionen Dollar aus, wovon Scottie Scheffler als Sieger 3,1 Millionen Dollar erhielt. Ob und in welchem Umfang die R&A das Preisgeld für die diesjährige Open Championship im Juli anheben wird, bleibt abzuwarten.
Auch jenseits der traditionellen Majors wird im Profigolf mit beachtlichen Summen gespielt. Die acht Signature Events der PGA Tour bieten in dieser Saison jeweils bis zu 20 Millionen Dollar – und liegen damit unter dem U.S. Open 2026 Preisgeld. LIV Golf übertrifft diese Zahlen zwar mit einem kombinierten Preisgeld von 30 Millionen Dollar pro Event (Einzel- und Teamwertung zusammengenommen), allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass es sich um ein grundlegend anderes Turnierformat handelt.
Die naheliegende Frage, ob die Erhöhung des Masters-Preisgelds auf 22,5 Millionen Dollar die USGA zu einem Gleichziehen bewogen habe, beantwortete Mike Whan auf der Pressekonferenz mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und strategischer Zurückhaltung: „Ich glaube, am Ende des Tages wollen wir sicherstellen – wir glauben, und es ist fair, wenn man das anders sieht – wir glauben, dass wir die beste Championship im Golf sind, und wir wollen, dass viele Aspekte die beste Championship im Golf sind. Wo wir spielen, wie wir die Spieler behandeln, wie wir auszahlen, wie wir im Fernsehen übertragen werden – und wir sind stolz darauf, dass es mehr Netzwerkstunden bei der U.S. Open gibt als bei jedem anderen Major."
Whan machte aber auch deutlich, dass die USGA keinen Wettbewerb um die höchsten Zahlen führt: „Ja, ein Teil davon ist einfach persönlicher Stolz. Wir wollen groß sein. Wir wollen die Besten sein. Wir wollen sicherstellen, dass es in vielerlei Hinsicht lebensverändernd ist. Wir befinden uns aber nicht in einem Rennen. Wir jagen niemandem hinterher. [...] Wir denken, es ist ein Maßstab dafür, wie wir über unsere Championship denken. Es muss bedeutsam sein und herausstechen. Wir glauben, dass 22,5 Millionen das tut."
Die Geschichte des U.S. Open Preisgelds ist eine Geschichte des exponentiellen Wachstums – und gleichzeitig ein Spiegelbild der Professionalisierung des Golfsports.
Bei der allerersten U.S. Open im Jahr 1895 betrug die Siegerprämie gerade einmal 150 US-Dollar. Ein Jahr später, 1896, fand das zweite U.S. Open in Shinnecock Hills statt – dem gleichen Kurs, der nun 2026 erneut Gastgeber ist. Damals traten 35 Teilnehmer an, spielten 36 Löcher an einem einzigen Tag und kämpften um ein Gesamtpreisgeld von 335 Dollar. Whan brachte die historische Bedeutung des Ortes auf den Punkt: „Dieser Platz hat buchstäblich das Wort "Open" in U.S. Open definiert."
Der Sprung von diesen bescheidenen Anfängen zur heutigen Dimension ist schwindelerregend: Die Siegerprämie von 4,5 Millionen Dollar im Jahr 2026 entspricht einer Steigerung von rund 2.999.900 Prozent gegenüber den 150 Dollar der ersten U.S. Open. Selbst inflationsbereinigt beläuft sich die Steigerung auf über 70.000 Prozent.
Besonders deutlich wird das Wachstum im Vergleich der jüngeren Geschichte: Als Shinnecock Hills die U.S. Open zuletzt 2018 ausrichtete, betrug das Gesamtpreisgeld 12 Millionen Dollar. In nur acht Jahren hat es sich auf 22,5 Millionen Dollar erhöht – fast eine Verdopplung. Dieser Trend spiegelt nicht nur den wirtschaftlichen Aufschwung im professionellen Golf wider, sondern auch das gestiegene Selbstverständnis der USGA als globale Institution des Sports.
Das Rekordpreisgeld trifft auf einen Rekordaustragungsort: Shinnecock Hills Golf Club richtet in dieser Woche seine 10. USGA-Championship aus – mehr als jeder andere Kurs in der Geschichte der Organisation.
Der Club in Southampton, New York, ist untrennbar mit der Geschichte des amerikanischen Golfsports verbunden. 1896 war er Gastgeber der zweiten U.S. Open überhaupt – und prägte damit von Anfang an den Charakter des Turniers. Für USGA-Präsident Kevin Hammer unterstreicht das Turnier 2026 diese besondere Verbindung: Das Feld umfasst 12 frühere U.S.-Open-Sieger und 23 ehemalige USGA-Champions, die zusammen auf mehr als 1.000 Starts bei USGA-Championships zurückblicken.
156 Spielerinnen und Spieler gehen beim U.S. Open 2026 an den Start – eine Auswahl aus 10.202 Qualifikationseinträgen aus allen 50 US-Bundesstaaten und 50 Ländern weltweit. Das jüngste Mitglied des Feldes ist 13 Jahre alt, das älteste 71. Die U.S. Open lebt ihren Anspruch, wirklich „offen" für alle zu sein.
Neben dem Rekordpreisgeld gibt es bei der U.S. Open 2026 eine sportliche Storyline, die das Turnier zusätzlich auflädt: Weltranglistenerster Scottie Scheffler könnte mit einem Sieg in Shinnecock Hills seinen Career Grand Slam komplettieren – also alle vier Majors mindestens einmal gewinnen. Besonderes Timing: Ein Triumph würde auf seinen 30. Geburtstag fallen.
Die Erhöhung des Preisgelds kommt nicht von ungefähr. Die USGA erzielte 2025 mit 333 Millionen US-Dollar einen Einnahmerekord. Die U.S. Open ist dabei mit Abstand der wichtigste Umsatztreiber der Organisation: Im Jahr 2024 entfielen 68 Prozent der Gesamteinnahmen auf das Turnier, 2023 waren es sogar 72 Prozent. Das bedeutet: Das Preisgeld, das die USGA ausschüttet, ist zu einem großen Teil das direkte Ergebnis der wirtschaftlichen Stärke der U.S. Open selbst. Die Spieler profitieren unmittelbar vom Erfolg des Turniers.
Das U.S. Open 2026 Preisgeld von 22,5 Millionen Dollar ist mehr als eine runde Zahl. Es ist ein Statement: Die USGA positioniert ihr Flaggschiff-Turnier bewusst an der Spitze des Golfsports – gleichauf mit dem Masters, deutlich vor der PGA Championship und mit klarem Abstand zu den PGA Tour Signature Events. Der Anstieg zeigt zudem, wie dynamisch sich der wirtschaftliche Rahmen im Profigolf entwickelt.
Für Golffans und Profis gleichermaßen ist das eine gute Nachricht: Der Wettkampf um die Major-Preisgelder treibt die Ausschüttungen nach oben – und macht den Sport für Profis aller Generationen attraktiver. Bleibt die Frage, ob die R&A bei der British Open 2026 im Juli nachziehen wird. Die Messlatte liegt bei 22,5 Millionen Dollar.
18 Jun 2026
USGA CEO Mike Whan hat einen Tag vor dem Start der US Open 2026 das Preisgeld bekanntgegeben. (Foto: Imago / Zuma Press Wire)