


Die USGA hat das Gesamtpreisgeld der U.S. Open 2026 Championship gegenüber dem Vorjahr um eine Million Dollar auf 22,5 Millionen Dollar angehoben – ein neuer Rekord für Amerikas Nationalmeisterschaft im Golf. Die Ankündigung erfolgte zu Beginn der Turnierwoche, die vollständige Aufteilung des Purse wurde nach dem Cut am Samstag veröffentlicht.
Gespielt wurde vom 19. bis 22. Juni 2026 im Shinnecock Hills Golf Club in Southampton, New York. 72 Professionals, die den Cut überstanden, teilten sich das Preisgeld – ergänzt um ein Stipendium von jeweils 10.000 Dollar für die 69 Professionals, die den Cut verpassten. Amateure gehen traditionell leer aus: Die vier Co-Low-Amateurs Ryder Cowan, Jackson Koivun, Miles Russell, Marek Fleming und Eric Lee erhalten kein Preisgeld, unabhängig von ihrer Platzierung.
Hier finden Sie das US Open 2026 Live-Leaderboard.
Wyndham Clark sicherte sich mit seinem wire-to-wire Sieg – er führte das Turnier von Runde eins bis vier an – den Siegercheck über 4,5 Millionen Dollar. Für den 32-jährigen Coloradaner ist es bereits der zweite U.S.-Open-Titel: 2023 gewann er im Los Angeles Country Club seinen ersten Major. Damals betrug der Erstpreis 3,6 Millionen Dollar. Die Steigerung auf 4,5 Millionen spiegelt die rasante Preisgeldentwicklung im professionellen Golf der vergangenen Jahre wider.
Clark setzte sich in einem dramatischen Finale mit einem Schlag Vorsprung vor Sam Burns durch. Sein Gesamtscore von 4-under-par 276 – Runden von 64, 69, 70 und 73 – entspricht dem niedrigsten Gesamtergebnis, das je in einer U.S. Open in Shinnecock Hills erzielt wurde, zuletzt von Retief Goosen im Jahr 2004.
Lesen Sie hier alles zum zweiten US-Open-Sieg von Wyndham Clark.
Die folgende Tabelle zeigt alle Platzierungen, Spieler und die entsprechenden Preisgelder der 126. U.S. Open Championship. Amateure sind gesondert gekennzeichnet und erhalten kein Preisgeld.
Sam Burns – Platz 2, $2.430.000
Für Burns ist der Zweitplatzierte-Scheck über 2,43 Millionen Dollar ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist es sein mit Abstand bestes Major-Ergebnis – der Louisiananer war nach sieben Schlägen Rückstand auf Clark bis auf einen Schlag herangekommen und hatte mit seiner Schlussrunde von 67 (–3) alles gegeben. Andererseits blieb sein erstes Major damit weiter unerreicht. Birdie-Chancen auf den Löchern 17 und 18, die er nicht nutzte, werden ihn noch eine Weile beschäftigen.
Tom Kim – Platz 3, $1.532.530
Der 22-jährige Südkoreaner, der nach einem Ranking-Absturz auf Weltlistenplatz 141 durch die 36-Loch-Qualifikation musste, überraschte das gesamte Feld mit seinem dritten Platz. Seine $1,53 Millionen sind nicht nur ein finanzielles Signal – er hat sich damit zugleich die Startberechtigung für die U.S. Open 2027 in Pebble Beach gesichert.
J.T. Poston, Keith Mitchell & Scottie Scheffler – T4, je $920.882
Drei Spieler, drei sehr verschiedene Geschichten hinter der gleichen Auszahlung. Poston lieferte mit einer abschließenden 67 die zweitbeste Schlussrunde im gesamten Feld. Mitchell schrieb mit vier identischen Runden à 70 eine kleine Turniergeschichte. Scheffler hingegen, als Weltranglistenerster und Grand-Slam-Anwärter der klare Publikumsliebling des Tages, konnte nie in seinen Rhythmus finden.
Joaquín Niemann – T7, $617.090
Wohl der bemerkenswerteste Weg zu einem Top-10-Finish: Niemann startete mit einer 78 in das Turnier – inklusive einer 11 auf Loch 6 (neun Schläge plus zwei Strafschläge wegen Schlägerwerfen). Was folgte, waren Runden von 65, 72 und 66 – ein Comeback, das kaum jemand für möglich gehalten hätte.
Rory McIlroy & Dustin Johnson – T32, je $128.756
Zwei der bekanntesten Namen im Feld verließen Shinnecock Hills ohne Top-20-Platzierung. McIlroy (T32) hatte zwischenzeitlich Hoffnung geweckt, fiel aber auf der Samstags-Runde auseinander. Johnson (T32) lieferte ein unauffälliges Turnier ohne Höhepunkte.
Die vier Herren-Majors im Golfsport haben in den vergangenen Jahren in einem regelrechten Preisgeld-Wettbewerb gestanden, angetrieben nicht zuletzt durch den finanziellen Druck der LIV Golf League. Die U.S. Open 2026 setzt mit $22,5 Millionen Gesamtpurse einen neuen Maßstab für das Turnier selbst. Zum Vergleich: Das Masters in Augusta schüttete 2026 $21 Millionen aus, die PGA Championship $22 Millionen, The Open Championship $17 Millionen.
Die Entwicklung bei der U.S. Open illustriert den allgemeinen Trend deutlich: 2020 betrug der Gesamtpurse noch $12,5 Millionen, 2023 waren es $20 Millionen, 2025 $21,5 Millionen. Innerhalb von sechs Jahren hat sich das Preisgeld nahezu verdoppelt.
Wyndham Clarks Gewinn geht weit über den Scheck hinaus. Als U.S.-Open-Champion 2026 erhält er:
Die Kombinantion aus finanziellem Gewinn und sportlichem Prestige macht den Sieg bei der U.S. Open zu einem der begehrtesten Titel im professionellen Golf.
Die 127. U.S. Open Championship wird vom 17. bis 20. Juni 2027 im Pebble Beach Golf Links in Kalifornien ausgetragen – einem der ikonischsten Golfplätze der Welt. Wyndham Clark wird als amtierender Champion mit breiter Brust antreten. Scottie Scheffler, der 2026 einmal mehr knapp am Career Grand Slam vorbeischrammte, dürfte erneut als Topfavorit in die Woche gehen.
22 Jun 2026
Wyndham Clark kassiert für seinen Sieg bei der US Open 2026 ein Preisgeld von 4,5 Millionen Dollar. (Foto: Imago / UPI Photo)