


Stewart Cink hat seine starke Saison auf der PGA TOUR Champions mit dem nächsten großen Titel gekrönt: Der 52‑Jährige gewann am Sonntag die Regions Tradition im Greystone Golf & Country Club (Birmingham, Alabama) mit drei Schlägen Vorsprung. Cink spielte in der Finalrunde eine 3‑unter‑Par 69 und beendete das Turnier bei −18 (270). Hinter ihm belegten Scott Hend (−15) und Colin Montgomerie (−13) die Plätze zwei und drei.
Damit ist Cink nach seinem Sieg bei der Senior PGA Championship vor zwei Wochen auch beim zweiten Major der Saison erfolgreich gewesen – und unterstreicht seine Rolle als prägende Figur der bisherigen Champions‑Tour‑Spielzeit. Der Erfolg brachte ihm zudem den Siegercheck in Höhe von 390.000 US‑Dollar.
Hier finden Sie das komplette Leaderboard der Regions Tradition der PGA Tour Champions.
Mit einer Führung von drei Schlägen war Cink in den Sonntag gestartet, doch die Schlussrunde entwickelte sich keineswegs zum Selbstläufer. Montgomerie verkürzte zwischenzeitlich den Rückstand und war auf Tuchfühlung, ehe Cink auf den ersten Löchern der Back Nine entscheidend konterte: Birdies auf der 11 und 12 verschafften ihm wieder Luft und bauten den Vorsprung auf vier Schläge aus.
Cink selbst beschrieb die Woche als zäh, aber erfolgreich: „Dieses Wochenende war ein bisschen holprig. Ich bin wirklich stolz, dass ich vorne bleiben konnte“, sagte er nach der Runde.
Die letzte ernsthafte Attacke kam von Scott Hend. Der Australier spielte sich mit einem energischen Schlussspurt noch einmal in Schlagdistanz: Ein Eagle an der 13 und weitere Birdies ließen den Abstand zeitweise schrumpfen. Hend brachte schließlich die beste Runde der Spitzengruppe ins Clubhaus (65), musste aber anerkennen, dass Cink in den entscheidenden Momenten die passenden Antworten fand – unter anderem mit einem wichtigen Birdie auf dem Weg zum Titel.
Montgomerie, der in der Endabrechnung Dritter wurde, konnte den Druck auf der Schlussstrecke nicht hochhalten und blieb ohne späte Birdie‑Serie. Für den Schotten ist Rang drei dennoch ein Ausrufezeichen: Es ist sein bestes Ergebnis auf der Tour seit längerer Zeit.
Für Cink ist der Triumph auch sporthistorisch bedeutsam: Er ist erst der zweite Spieler in zwei Jahren, der die ersten beiden Majors der PGA TOUR Champions‑Saison gewinnt – im Vorjahr gelang das Ángel Cabrera. Cink selbst genießt den Moment: „Es war nicht leicht. Aber ich war ziemlich widerstandsfähig, ich habe dem vertraut, was ich hatte – und unser Matchplan war gut“, sagte er.
Zusätzliche Emotion bekam die Woche durch den Ort: Cink, in Alabama verwurzelt, sprach von einem Turnier „zu Hause“. „Das hier sind meine Wurzeln – Alabama. Hier habe ich mir im Golf die Grundlagen erarbeitet“, erklärte er und hob die besondere Atmosphäre und bekannte Gesichter am Platz hervor.
Cink feierte mit dem Erfolg seinen vierten Saisonsieg und steht nun bei acht Titeln auf der PGA TOUR Champions. Hinter den ersten vier (Cink, Hend, Montgomerie, Søren Kjeldsen) landeten unter anderem Alex Čejka in den Top 5 sowie Ernie Els auf T8. Els sorgte in der Finalrunde zudem für einen der Hingucker des Tages – inklusive spektakulärer Score‑Momente auf den hinteren Löchern.
Weiter geht es für die Champions Tour bereits in der kommenden Woche beim Insperity Invitational in Texas. Dort ist Cink als Titelverteidiger am Start – und reist als der Mann an, den in diesem Frühjahr kaum jemand von der Spitze verdrängen kann.
04 May 2026
Stewart Cink gewinnt mit der Regions Tradition bereits sein zweites Major-Turnier auf der PGA Tour Champions in diesem Jahr. (Foto: Imago / Nur Photo)