


Die DP World Tour Open de España findet vom 8. bis 11. Oktober 2026 im Club de Campo Villa de Madrid statt. Das Par-71-Turnier ist das 16. und letzte nationale Open der diesjährigen Race-to-Dubai-Saison. Neben 3,75 Millionen US-Dollar Preisgeld und 625.000 US-Dollar für den Sieger geht es um wichtige Punkte für die Saisonwertung, die Qualifikation für die Play-offs und die Spielrechte für 2027. Titelverteidiger ist der Engländer Marco Penge. Der dreimalige spanische Sieger Jon Rahm fehlt kurzfristig wegen der bevorstehenden Geburt des vierten Kindes der Familie.
Hier finden Sie Tee Times und Leaderboard der Open de Espana der DP World Tour.
Der Club de Campo Villa de Madrid wird mit einer Länge von 6.503 Metern und Par 71 angegeben. Der Platz in der spanischen Hauptstadt verbindet die Anforderungen eines klassischen Parklandkurses mit einer Lage, auf der präzise Schläge und eine kontrollierte Strategie wichtiger sein können als maximale Länge.
Die Länge von mehr als 6.500 Metern sorgt für genügend Substanz auf den Par-4- und Par-5-Löchern. Gleichzeitig eröffnet ein Par-71-Layout mehrere Möglichkeiten, mit guter Platzierung und aggressiven Annäherungen Vorteile zu gewinnen. Entscheidend dürfte sein, wie die Spieler die Birdiechancen nutzen, ohne auf den anspruchsvolleren Bahnen zu viele Fehler zu produzieren. Gerade in einem starken Feld kann die Balance zwischen offensivem Scoring und sicherem Course Management den Ausschlag geben.
Die Open de España wurde erstmals 1912 ausgetragen und ist das drittälteste Golfturnier Europas. Seit 1972 gehört sie zur Geschichte der damaligen European Tour und heutigen DP World Tour. Zu den früheren Siegern zählen unter anderem Seve Ballesteros, Bernhard Langer, Nick Faldo, Colin Montgomerie, Sam Torrance und Pádraig Harrington. Arnold Palmer gewann 1975 als bislang letzter US-Amerikaner.
Patrick Reed kommt als Führender der Race-to-Dubai-Wertung nach Madrid. Der Amerikaner gewann in dieser Saison bereits die Hero Dubai Desert Classic und das Qatar Masters. Bei der Amgen Irish Open wurde er Zweiter. Nach seinem verletzungsbedingten Rückzug bei der BMW PGA Championship ist sein Comeback eine der zentralen Geschichten des Turniers.
Justin Rose steht auf Platz 17 der Weltrangliste und gehört gemeinsam mit Ludvig Åberg, Tyrrell Hatton und Shane Lowry zum europäischen Ryder-Cup-Team von 2025. Rose bringt große Major- und Ryder-Cup-Erfahrung mit und dürfte auf einem strategisch geprägten Kurs besonders von seiner Kontrolle profitieren.
Åberg, aktuell Weltranglisten-18., gibt sein Debüt bei der Open de España. Seine Länge und sein starkes Spiel vom Abschlag bis zum Grün machen ihn zu einem der auffälligsten Spieler im Feld. Hatton, die Nummer 24 der Welt, bringt ebenfalls hohe internationale Klasse und viel Erfahrung in Drucksituationen mit.
Shane Lowry reist mit besonderem Selbstvertrauen an. Der Ire gewann die Irish Open in diesem Jahr mit einem Vorsprung von elf Schlägen und hat damit bereits ein nationales Open für sich entschieden. Nicolai Højgaard steht auf Rang 43 der Weltrangliste und benötigt im Kampf um wichtige Saisonpositionen dringend Punkte.
Sergio Garcia und Angel Hidalgo stehen für die spanische Perspektive. Garcia ist Masters-Sieger und gewann 2017 in einem Stechen gegen Rose das Green Jacket. Hidalgo siegte 2024 bei der Open de España. Mit Eugenio Chacarra, Angel Ayora und David Puig gehören zudem weitere aufstrebende Spanier zum insgesamt 20 Spieler umfassenden heimischen Aufgebot.
Marco Penge gewann die Ausgabe 2025 im Stechen gegen Daniel Brown. Beide beendeten das Turnier mit 15 unter Par, ehe Penge auf der ersten Wiederholung der 18. Bahn ein Birdie erzielte. Der Erfolg war Teil einer starken Saison mit drei Siegen und einem zweiten Platz in der Race-to-Dubai-Wertung.
2026 verlief für den Engländer deutlich wechselhafter. Gesundheitliche Probleme, die Umstellung auf die PGA Tour und Veränderungen im Privatleben erschwerten den Saisonstart. Seit seiner Rückkehr nach einer siebenwöchigen Pause hat Penge jedoch acht von neun Cuts geschafft und weltweit vier Top-Ten-Ergebnisse erzielt. Zuletzt kam er bei der Bank of Utah Championship unter die besten Zehn. Madrid bietet ihm nun die vertraute Umgebung für die erste Titelverteidigung seiner DP-World-Tour-Karriere.
Das Turnier ist Teil der entscheidenden Saisonphase. Nach Madrid folgen in der regulären Saison nur noch die Stationen in Indien und Südkorea. Die besten 70 Spieler der Race to Dubai erreichen die Play-offs in Abu Dhabi, die besten 50 qualifizieren sich anschließend für das Saisonfinale in Dubai. Zusätzlich kämpfen Spieler um die Top 100 und damit um eine bessere Kategorie für 2027.
Einfach erklärt: So funktioniert das Race to Dubai der DP World Tour.
Der Sieger erhält außerdem eine Einladung zum Masters Tournament. Der bestplatzierte Spieler, der noch nicht für The Open qualifiziert ist, bekommt einen Startplatz bei der Open Championship 2027 in St. Andrews. Damit besitzt die DP World Tour Open de España neben ihrem nationalen Prestige auch unmittelbare Bedeutung für die Major-Saison.
In Madrid treffen somit Titelverteidigung, Race-to-Dubai-Druck und spanische Heimhoffnungen aufeinander. Reed muss seine Führung verteidigen, Penge will an seinen Vorjahressieg anknüpfen und die Gastgeber treten ohne Rahm, aber mit Garcia, Hidalgo und zahlreichen jungen Spielern an. Die Mischung aus Saisonwertung, Major-Qualifikation und Turniergeschichte macht die Open de España zu einem der wichtigsten europäischen Golfereignisse im Herbst.
07 Oct 2026
Patrick Reed will seine Führung in der Saisonwertung der DP World Tour bei der Open de Espana verteidigen. (Foto: Imago / Crystal Pix)