


Wer die malerische Ozarks-Region im Herzen der USA besucht, wird im Golfresort Big Cedar schnell fündig. Neben dem bekannten Payne's Valley von Tiger Woods bietet das Resort seit 2019 mit Ozarks National ein weiteres Highlight, entworfen vom renommierten Designerduo Bill Coore und Ben Crenshaw. Das Clubhaus – eine restaurierte Holzscheune aus dem 19. Jahrhundert – gibt das Ambiente vor: rustikal, authentisch und tief in der Landschaft verwurzelt.
Der Platz misst zwischen 5.025 und 7.036 Yards und wird als Par-71 gespielt (Par-36 auf den Front Nine und Par-35 auf den Back Nine). Mit vier Abschlägen pro Bahn lässt sich das Spielerlebnis hervorragend an das eigene Niveau anpassen. Was Ozarks National von seinen Geschwisterplätzen unterscheidet, ist seine stille Klasse: Er ist perfekt in die offene Landschaft eingebettet und überzeugt durch natürlich wirkende Bunkerlandschaften und fließende Linien.
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Die Front Nine starten verhalten mit einem Par-5 als Dogleg rechts, das Präzision belohnt. Richtig anspruchsvoll wird es ab Bahn 4: Zwei aufeinanderfolgende Doglegs, hängiges Gelände und Abhänge hinter den Grüns verlangen Strategie statt Kraft. Bahn 8, ein Par-3 über eine dicht bewachsene Senke, ist das optische Highlight im ersten Abschnitt.
Den Abschluss der ersten Hälfte bildet ein wuchtiges, 597 Yards langes Par-5, dessen Grün fast vollständig von Bunkern eingerahmt wird. Am Halfway House warten dann die typischen Bison-Hotdogs auf die Golfer – der „Signature Dish“ in allen Halfway-Häusern von Big Cedar, der zudem im Greenfee inkludiert ist.
Die Back Nine erhöhen das Tempo merklich. Lange Par-4-Löcher mit blinden Teeshots, ansteigende Fairways und strategisch platzierte Solitärbäume fordern nun die volle Konzentration. Bahn 13 etwa, ein 480 Yards langes Dogleg bergauf, fühlt sich für viele eher wie ein Par-5 an.
Bahn 17, das letzte Par-3, wird beinahe auf eine Aussichtsplattform gespielt – mit freiem Blick über die Ozarks, bevor der Schlag bergab auf ein bunkerbewehrtes Grün folgt. Das finale Dogleg bergauf rundet eine abwechslungsreiche Runde ab. Wasser spielt auf diesem Kurs kaum eine Rolle, doch die bewaldeten Senken und markanten Höhenunterschiede sorgen dafür, dass man den Fokus nie verlieren darf.
Wer die Teebox passend zur eigenen Schlagweite wählt, erlebt auf dem Ozarks National eine der eindrucksvollsten Runden im mittleren Westen der USA. Das Coore-Crenshaw-Design besticht durch seine Natürlichkeit und bietet ein Kontrastprogramm zu den stärker inszenierten Plätzen der Umgebung – ein Muss für Fans puristischer Golfarchitektur.
21 Mar 2026
Der Ozark National ist Teil des Big Cedar Resorts im Herzen der USA. (Foto: Michael Althoff)
Impressionen vom Ozark National. (Fotos: Michael Althoff)
Höhenunterschiede prägen den Par-71-Kurs. (Fotos: Michael Althoff)