


Mizuno erweitert die modulare M.Craft-X-Putterfamilie um eine neue technische Option: den Z-Neck. Der besondere Hals soll die Schaftachse direkt durch den Schwerpunkt des Putterkopfs führen und dadurch unerwünschte Rotationen während des Schwungs reduzieren. Gleichzeitig kommen mit den Modellen Z2 und Z3 zwei neue, austauschbare Back-Formen hinzu.
Damit baut Mizuno das Konzept der individuell kombinierbaren Putter weiter aus. Vier Hosel-Varianten und fünf Back-Formen ermöglichen insgesamt 20 verschiedene Grundkombinationen. Golferinnen und Golfer können so nicht nur das Aussehen, sondern auch Balance, Ausrichtung und Spielgefühl stärker an ihre persönlichen Vorlieben anpassen.
Zero Torque: Putter-Technologie einfach erklärt – Ihr Ratgeber für mehr Präzision
Bei einem klassischen Putter beeinflussen die Position des Hosels, der Schaftachse und des Schwerpunkts, wie stark sich der Kopf während des Putts öffnen oder schließen möchte. Der neue Z-Neck verfolgt einen anderen Ansatz: Die Schaftachse soll möglichst exakt durch den Schwerpunkt des Kopfes verlaufen. Dadurch soll der Putter weniger zu einer bestimmten Rotationsbewegung tendieren.
Mizuno beschreibt dieses Verhalten als „infinite toe hang“. Gemeint ist, dass der Kopf beim Ausbalancieren nicht automatisch in eine bevorzugte Position zurückfällt, sondern in der jeweils eingenommenen Ausrichtung verbleiben soll. Das Ziel ist ein möglichst neutrales Kopfverhalten, bei dem die Spielerin oder der Spieler den Weg und die Stellung der Schlagfläche stärker selbst kontrolliert.
Optisch unterscheidet sich der Z-Neck deutlich von einem traditionellen Hosel. Die Konstruktion erinnert an einen umgekehrten Plumber’s Neck und bringt eine auffällige Schaftneigung sowie eine Positionierung mit Onset statt klassischem Offset mit. Für manche Golferinnen und Golfer kann die Schlagfläche in der Ansprechposition zunächst leicht geschlossen wirken, obwohl sie tatsächlich square ausgerichtet ist. Diese ungewohnte Ansicht sollte deshalb vor dem Kauf ausprobiert werden.
Der Z-Neck wird mit zwei neuen Back-Formen eingeführt. Das Modell Z2 besitzt ein breites Triple-Wide-Profil. Es verbindet die eher kompakte Anmutung eines breiten Blades mit Elementen eines modernen Mallets und richtet sich damit an Spielerinnen und Spieler, die eine klassische Grundform bevorzugen, aber nicht auf zusätzliche Stabilität verzichten möchten.
Die Z3-Form ist als Dome Mallet gestaltet. Ihr abgerundeter, gewölbter Mittelbereich erzeugt ein runderes und stärker symmetrisches Ansprechbild. Beide neuen Formen verfügen über eine zentrale Ausrichtungslinie. Wie die bereits erhältlichen Back-Varianten können Z2 und Z3 mit den verschiedenen Hosels der M.Craft-X-Serie kombiniert werden.
Neben den beiden neuen Formen stehen damit insgesamt fünf Back-Optionen zur Verfügung: Triple Wide, Dome Mallet, Square Mallet, Round Mallet und Wing Mallet. Sie unterscheiden sich in ihrer Linienführung, der Rahmung des Balls und der Menge an visuellen Informationen hinter der Schlagfläche. Das ist relevant, weil Golferinnen und Golfer beim Zielen sehr unterschiedlich auf Formen und Ausrichtungshilfen reagieren.
Putter kaufen: So wählen Sie den richtigen Putter aus
Neben dem neuen Z-Neck bietet Mizuno weiterhin Plumber’s Neck, Slant Neck und Double Bend an. Diese Varianten erzeugen unterschiedliche Kombinationen aus Toe Hang, Offset und Schaftposition. Damit können Spielerinnen und Spieler ein Hosel wählen, das zu ihrem Puttstil und ihrer bevorzugten Optik passt.
Ergänzt wird das System durch austauschbare Sohlenschrauben im Fersen- und Zehenbereich. Angeboten werden Gewichte von 7, 14 und 21 Gramm je Schraube. Dadurch lassen sich das Gesamtgewicht des Kopfes und das Schwunggefühl verändern. Eine schwerere Konfiguration kann beispielsweise für Spielerinnen und Spieler interessant sein, die ein satteres Gefühl bevorzugen oder auf langsameren Grüns mehr Masse im Kopf wünschen.
Bei den Z-Neck-Modellen müssen die beiden Sohlenschrauben nach den vorliegenden Informationen gleich schwer sein. So soll der Schwerpunkt auf der vorgesehenen Achse bleiben.
Die M.Craft-X-Putter bestehen aus einer einteiligen, geschmiedeten Front aus 1025E-Mild-Carbonstahl. Face und Neck werden gemeinsam gefertigt, anschließend wird die Schlagfläche CNC-gefräst. Diese Konstruktion soll ein weiches, direktes Schlaggefühl und eine differenzierte Rückmeldung vermitteln.
Der hintere Teil besteht aus präzisionsgefrästem 7075-Aluminium. Weil Aluminium leichter ist als Stahl, kann Mizuno zusätzliches Gewicht gezielt im Kopf verteilen. Die größere Rückstruktur und die Positionierung von Masse im Fersen- und Zehenbereich sollen die Stabilität bei nicht mittig getroffenen Putts erhöhen.
Mizuno kombiniert damit zwei Konstruktionsziele: die Rückmeldung einer geschmiedeten Stahlfläche und die höhere Fehlertoleranz, die viele Golferinnen und Golfer mit einem größeren Mallet verbinden. Ob diese Mischung überzeugt, hängt letztlich vom individuellen Puttstil, der bevorzugten Optik und dem persönlichen Gefühl im Treffmoment ab.
Mizuno M.CRAFT City Series Putter im Check: Tradition trifft High-Tech
Die neuen M.Craft-X-Modelle sollen nach aktuellem Stand im Herbst 2026 erscheinen. Auch der Verkaufspreis für Europa ist bislang unbekannt. In den vorliegenden US-Berichten wird ein Listenpreis von 399,99 US-Dollar genannt.
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein schwarzer KBS CT Tour 120 als Standardschaft. Die klassischen Hosel-Varianten werden mit einem Lamkin-Sink-Fit-Griff angeboten, während die Z-Modelle einen SuperStroke TLT Pistol 1.0 mit integriertem ein Grad Schaftlean erhalten.
Mit dem Z-Neck macht Mizuno Zero Torque zu einem Bestandteil eines größeren Fitting-Systems. Golferinnen und Golfer können zwischen klassischem und rotationsarmem Hosel, unterschiedlichen Kopfformen und mehreren Gewichtsvarianten wählen. Welche Kombination am besten passt, sollte idealerweise durch Ausprobieren oder ein professionelles Putter-Fitting ermittelt werden.
20 Sep 2026
Mizuno hat seine Putter-Linie M.Craft um neue Zero-Torque-Modelle erweitert. (Foto: Mizuno)