


Mizuno ergänzt seine Pro Signature Series um ein neues Eisenmodell. Der Mizuno Pro S-4 richtet sich an Golferinnen und Golfer, die den klassischen Look und das weiche Schlaggefühl eines geschmiedeten Mizuno-Eisens schätzen, sich im Treffmoment aber etwas mehr Unterstützung wünschen. Innerhalb der Signature Series ist der S-4 das bislang größte und fehlerverzeihendste Modell.
Dabei verfolgt Mizuno einen klaren Ansatz: Der S-4 soll nicht über besonders starke Lofts oder eine komplexe Mehrkomponenten-Konstruktion maximale Weite erzeugen. Stattdessen kombiniert das Eisen eine klassische Player’s-Cavity-Back-Form mit einer tieferen Schwerpunktposition, mehr Sohlenbreite und einer progressiven Geometrie über den gesamten Satz.
Die Signature Series begann mit zwei klar unterschiedlichen Konzepten. Der S-1 ist als Muscle-Back für Spielerinnen und Spieler ausgelegt, die maximale Kontrolle, direkte Rückmeldung und eine hohe Formbarkeit suchen. Der S-3 ergänzt die Reihe um ein kompaktes Player’s-Cavity-Back-Eisen mit tour-orientierter Ausrichtung.
Der S-4 setzt nun einen anderen Schwerpunkt. Er bietet innerhalb der Serie die meiste Unterstützung bei nicht optimal getroffenen Bällen und soll den Start der langen Eisen erleichtern. Gleichzeitig bleibt er dem Grundgedanken der Signature Series treu: ein klassisches Erscheinungsbild, eine geschmiedete Konstruktion und ein möglichst direktes Feedback im Treffmoment.
Damit besetzt der S-4 eine Position zwischen einem sehr kompakten Player’s-Eisen und stärker auf Geschwindigkeit ausgelegten Player’s-Distance-Modellen. Er ist kein klassisches Game-Improvement-Eisen und auch kein Distance-Modell mit besonders starken Lofts. Die zusätzliche Hilfe entsteht vor allem durch die Konstruktion des Schlägerkopfs.
Mizuno verwendet beim S-4 eine über den Satz hinweg abgestufte Geometrie. Die langen Eisen sind auf einen leichteren Ballstart und mehr Vertrauen bei der Ansprache ausgelegt. Mit zunehmender Schlägernummer wird die Form kompakter, damit die kurzen Eisen die gewünschte Kontrolle bei Annäherungsschlägen ermöglichen.
In den langen Eisen finden sich unter anderem mehr Offset, eine etwas kräftigere Topline und eine breitere Sohle. Der Offset nimmt in Richtung Pitching-Wedge kontinuierlich ab. Dadurch soll der S-4 in den langen Eisen unterstützender wirken, während die Scoring-Clubs eine kompaktere und präzisere Anmutung behalten.
Auch die Rückseite des Schlägerkopfs wurde neu gestaltet. Anstelle einer eher geradlinigen Muscle-Struktur besitzt der S-4 eine geschwungene, tiefere Cavity. Die Geometrie verteilt Masse gezielt im unteren Bereich sowie in Richtung Spitze und Ferse. Das soll den Schwerpunkt absenken und die Stabilität des Kopfes erhöhen, ohne die neutrale Ausrichtung des Eisens zu verändern.
Mizunos Director of Golf Chris Voshall beschreibt den Ansatz so: „Der S-4 ist eine fehlerverzeihendere, etwas größere und etwas stärker offsette Version des Mizuno Pro.“
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Die Sohle des S-4 fällt breiter aus als beim S-3. Eine breitere Sohle kann den Schwerpunkt nach unten verlagern und bei außermittigen Treffern zusätzliche Stabilität bieten. Gleichzeitig besteht bei mehr Sohlenbreite die Gefahr, dass sich ein Eisen schwerfälliger durch den Rasen bewegt.
Mizuno begegnet diesem Zielkonflikt mit der sogenannten Triple-Cut-Sohle. Ihre Vorder- und Hinterkante sind entlastet, während die mittlere Sohlengeometrie vergleichsweise flach gehalten wird. Der Schlägerkopf soll dadurch leichter in den Boden eintreten und ihn nach dem Treffmoment wieder effizient verlassen.
Das Konzept zielt darauf ab, die Vorteile einer breiteren Sohle mit einer kontrollierten Raseninteraktion zu verbinden. Gerade für ein Player’s-Eisen ist das relevant: Mehr Unterstützung soll nicht dazu führen, dass sich der Kopf bei einem eher flachen Eintreffwinkel unnötig in den Boden eingräbt. Wie stark dieser Effekt im individuellen Spiel ausfällt, hängt jedoch auch von Schwung, Treffmoment und Bodenbedingungen ab.

Ein Blick auf die Spezifikationen zeigt, dass Mizuno beim S-4-Eisen nicht den Weg eines stark gelofteten Distance-Eisens geht. Das 7er-Eisen verfügt über 34 Grad Loft. Die Abstufung reicht vom 3er-Eisen mit 21 Grad bis zum Pitching-Wedge mit 46 Grad.
Diese Werte liegen näher an einer traditionellen Loft-Struktur als an den teilweise deutlich stärkeren Lofts moderner Player’s-Distance-Eisen. Der S-4 soll seine Unterstützung deshalb nicht in erster Linie über eine hohe Ballgeschwindigkeit und maximale Weite generieren. Stattdessen stehen ein höherer Ballstart, ein kontrollierbarer Flug und ausreichende Höhe für einen steileren Landewinkel im Vordergrund.
Für Golferinnen und Golfer kann das ein wichtiger Unterschied sein. Ein Eisen, das nicht ausschließlich auf Distanz ausgelegt ist, kann bei Annäherungsschlägen mehr Kontrolle über Flugkurve und Landepunkt ermöglichen. Gleichzeitig sollten die tatsächlichen Werte bei Ballgeschwindigkeit, Spin und Landewinkel nicht allein aus den Loftdaten abgeleitet werden. Sie hängen unter anderem vom individuellen Treffpunkt, vom Schaft und von der Schwunggeschwindigkeit ab.
Wie die anderen Modelle der Signature Series wird der S-4 aus einem einzigen Stück 1025E Pure Select Mild Carbon Steel gefertigt. Zum Einsatz kommt Mizunos Grain Flow Forged HD-Verfahren. Die einteilige Schmiedekonstruktion soll ein weiches, direktes Gefühl und eine präzise Rückmeldung im Treffmoment ermöglichen.
Unter dem Finish liegt eine Kupfer-Unterlage. Sie soll Vibrationen dämpfen und das Schlaggefühl weiter verfeinern. Bei Mizuno gehört außerdem die Akustik ausdrücklich zur Konstruktion. Mit der Harmonic Impact Technology, kurz H.I.T., werden Klang und Schwingungsverhalten des Schlägerkopfs aufeinander abgestimmt.
Das Ergebnis soll ein satter, kontrollierter Klang sein, der nicht hart oder metallisch wirkt. Das ist mehr als eine Frage der Geräuschkulisse: Der Klang beeinflusst maßgeblich, wie Spielerinnen und Spieler den Treffmoment wahrnehmen. Bei einem geschmiedeten Eisen tragen deshalb Material, Kopfgeometrie und Schwingungsverhalten gemeinsam zum subjektiven Gefühl bei.
Der Mizuno Pro S-4 dürfte vor allem für Golfer interessant sein, die mehrere Anforderungen miteinander verbinden möchten. Sie suchen ein Eisen mit klassischer Optik und geschmiedetem Gefühl, möchten aber nicht auf jede Form von Unterstützung verzichten.
Besonders interessant ist das Modell für Spieler,
Der S-4 ist damit trotz seiner zusätzlichen Fehlertoleranz kein beliebiges Einsteiger- oder Game-Improvement-Eisen. Die kompakte Grundform und die kontrollorientierte Auslegung sprechen weiterhin eher erfahrene Golferinnen und Golfer an. Welche Unterstützung tatsächlich benötigt wird, sollte im Idealfall anhand von Treffbild, Schlägerkopfgeschwindigkeit, Startbedingungen und Fitting-Daten beurteilt werden.
Als Standardausstattung werden ein True Temper Dynamic Gold Mid 115 in Stiff sowie ein Golf-Pride-Z-Cord-Griff genannt. Mizuno bietet traditionell zahlreiche Optionen zur individuellen Anpassung an.
Die gemeinsame Loft-Struktur und die verwandte Gestaltung der Sohlen machen den S-4 grundsätzlich interessant für gemischte Eisensätze. Denkbar wäre beispielsweise, die längeren Eisen durch den S-4 zu ersetzen und in den Scoring-Clubs auf den S-3 oder S-1 zu wechseln.
So könnte eine Spielerin oder ein Spieler die zusätzliche Unterstützung des S-4 dort nutzen, wo lange Eisen besonders anspruchsvoll sind, und in den kurzen Eisen von einem kompakteren Profil profitieren. Ob eine solche Kombination sinnvoll ist, hängt von den tatsächlichen Abständen, den Treffbildern und dem Übergang zwischen den Modellen ab. Ein Combo-Set sollte deshalb nicht allein nach der Optik zusammengestellt, sondern im Fitting überprüft werden.
Mit dem Pro S-4 schließt Mizuno innerhalb seiner Signature Series eine erkennbare Lücke. Der S-1 bleibt das Modell für Spieler, die die direkte Rückmeldung und Formbarkeit eines Muscle-Backs suchen. Der S-3 richtet sich an Golfer, die ein kompaktes Player’s-Cavity-Back bevorzugen. Der S-4 ergänzt diese Auswahl um ein Eisen, das den Ballstart erleichtern und bei nicht perfekten Treffern mehr Stabilität bieten soll.
Seine Besonderheit liegt dabei nicht in maximaler Geschwindigkeit oder aggressivem Loft-Design. Der S-4 versucht vielmehr, mehr Unterstützung in eine klassische, einteilige Schmiedekonstruktion zu integrieren. Für gute Golfer, die Mizuno-Feeling und eine kontrollierte Optik schätzen, aber in den langen Eisen etwas mehr Vertrauen gewinnen möchten, könnte er damit eine interessante Alternative innerhalb der Pro-Familie sein.
Der Mizuno Pro S-4 soll ab dem 17. September 2026 im Handel und online erhältlich sein.
11 Sep 2026
Mizuno hat seine Signature Series erweitert und die neuen Pro S-4 Eisen vorgestellt. (Foto: Mizuno)