


Das Damengolf schreibt in dieser Woche Geschichte. Das KPMG Women's PGA Championship Preisgeld 2026 erreicht erstmals die Marke von 13 Millionen US-Dollar – die höchste Summe, die je bei einem Damen-Golfturnier ausgeschüttet wurde. Ausgetragen wird die KPMG Women's PGA Championship von Donnerstag bis Sonntag (25.–28. Juni) im Hazeltine National Golf Club im minnesotatischen Chaska.
Hier finden Sie das KPMG Women's PGA Championship Live-Leaderboard.
Die Rekordsumme beim Women's PGA Championship Preisgeld ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Strategie: Es ist bereits die neunte aufeinanderfolgende Erhöhung, seit Titelsponsor KPMG 2015 in das Turnier einstieg. Damals lag die Gesamtsumme noch bei 3,5 Millionen Dollar. Seitdem ist sie um mehr als 271 Prozent gestiegen – eine Entwicklung, die im Profisport ihresgleichen sucht.
Den größten Einzelsprung vollzog das Turnier im Jahr 2022, als das Preisgeld auf einen Schlag von 4,5 auf 9 Millionen Dollar verdoppelt wurde. Im vergangenen Jahr wurden bereits 12 Millionen Dollar vergeben. Die aktuellen 13 Millionen bedeuten auch: Die Women's PGA hat die US Women's Open überholt, die Anfang Juni bei Riviera 12,5 Millionen Dollar ausgeschüttet hatte, und ist wieder das bestdotierte Turnier im Damengolf.
„Als wir begannen, lag das Preisgeld bei zwei Millionen Dollar, jetzt sind wir bei 13 Millionen", sagte Tim Walsh, Chairman und CEO von KPMG USA. „Das ist eine Steigerung von fast 500 Prozent – und ich bin unglaublich stolz, das gemeinsam mit der PGA of America und der LPGA Tour für diese großartigen Sportlerinnen zu tun."
Der Rekordbetrag in Hazeltine steht sinnbildlich für eine bemerkenswerte Entwicklung, die das gesamte Damengolf in den vergangenen Jahren erfasst hat. Seit 2016 hat sich das Preisgeld bei den fünf Majors mehr als verdreifacht: von 16,85 Millionen Dollar auf heute 52,6 Millionen Dollar – ein Zuwachs von 212 Prozent. Das Gesamtpreisgeld aller LPGA-Turniere stieg im gleichen Zeitraum von 63 Millionen auf 134,45 Millionen Dollar.
Branchenbeobachter sehen KPMG dabei als wichtigen Impulsgeber, der andere Sponsoren und Veranstalter unter Zugzwang gesetzt hat. „Fortschritt ist für uns kein Meilenstein", betonte Walsh. „Es ist eine Verpflichtung, die Messlatte immer höher zu legen." Terry Clark, CEO der PGA of America, sieht in dieser Entwicklung eine Gemeinschaftsleistung: „Diese Dynamik wäre nicht möglich, wenn man nicht an die Zukunft dieses Sports glauben würde."
Auch beim Blick auf die Siegerinnenprämien zeigt sich, wie rasant das Wachstum voranschreitet. Gewann Brooke Henderson 2016 noch 525.000 Dollar, erhielt Minjee Lee für ihren Triumph im vergangenen Jahr bereits 1,8 Millionen Dollar – mehr als das Dreifache.
Sportlich steht das Turnier ganz im Zeichen einer Frau: Nelly Korda. Die Weltranglistenerste hat in dieser Saison bereits die Chevron Championship und die US Women's Open gewonnen und geht damit als haushohe Favoritin in Hazeltine an den Start. Ein dritter Major-Sieg in Folge wäre eine Leistung, die zuletzt der Südkoreanerin Inbee Park im Jahr 2013 gelang – und die erst zwei Spielerinnen in der Geschichte des Damengolfs vollbracht haben.
Doch es steht noch mehr auf dem Spiel. Mit einem Sieg würde Korda den Career Grand Slam perfekt machen und sich gleichzeitig für die LPGA Hall of Fame qualifizieren – die höchste Auszeichnung, die der Sport zu vergeben hat. Sie hat das Turnier bereits 2021 gewonnen, damals noch für eine Siegprämie von 675.000 Dollar. Dieses Mal wäre für die Gewinnerin ein Scheck in weitaus schwindelerregenderer Höhe fällig.
Das Interesse ist entsprechend groß. LPGA-Commissioner Craig Kessler findet deutliche Worte: „Wir erleben gerade einen historischen Moment." Und Walsh ergänzt: „Stars wie Nelly sind ein Wachstumsmotor für den Sport – sie steigern das Engagement der Fans und heben das gesamte Ökosystem an."
Das Turnier kehrt in dieser Woche an einen Ort zurück, der im Golfsport einen besonderen Klang hat. Hazeltine National hat bereits die US Open, die PGA Championship sowie den Ryder Cup 2016 beherbergt. 2029 wird der Kurs als erster Platz der Geschichte einen zweiten Ryder Cup ausrichten.
Auch in den kommenden Jahren setzt die Women's PGA auf erstklassige Adressen: 2027 gastiert das Turnier im Congressional Country Club, 2028 auf dem legendären Bethpage Black Course – beides Kurse, die für ihre Ausrichtung von Herren-Majors weltbekannt sind.
Das Women's PGA Championship Preisgeld von 13 Millionen Dollar ist damit mehr als eine Zahl. Es ist ein Signal: Das Damengolf hat die große Bühne längst verdient – und nimmt sie sich.
23 Jun 2026
Nelly Korda und die Teilnehmerinnen der KPMG Women's PA Championship kämpfen um ein Rekordpreisgeld. (Foto: Imago / NurPhoto)