


Nein, beim Solheim Cup gibt es kein klassisches Preisgeld. Die Spielerinnen von Team USA und Team Europe erhalten weder eine Siegprämie für den Gewinn des Wettbewerbs noch eine Auszahlung für einzelne Punkte oder gewonnene Matches.
Ganz ohne Leistungen bleiben die Teilnehmerinnen allerdings nicht. Während der Turnierwoche werden wichtige Kosten übernommen. Dazu zählen nach übereinstimmenden Berichten unter anderem die Anreise, die Unterkunft und die Verpflegung. Außerdem erhalten die Spielerinnen offizielle Teamkleidung sowie Golfbags und weiteres Equipment. Das ist allerdings auch das mindeste, was den besten Spielerinnen der USA und Europas zusteht.
Damit lautet die präzise Antwort: Beim Solheim Cup gibt es kein Preisgeld und keine leistungsabhängige Prämie. Die Teilnahme wird jedoch organisatorisch und teilweise finanziell unterstützt.
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Der Solheim Cup unterscheidet sich in diesem Punkt deutlich von den meisten regulären Golfturnieren. Auf der LPGA Tour oder der Ladies European Tour spielen die Teilnehmerinnen normalerweise um einen festgelegten Preisgeldtopf. Beim Solheim Cup gibt es dagegen keine individuelle Auszahlung und keine gemeinsame Prämie für die Mannschaft, die am Ende den Cup gewinnt.
Auch das unterlegene Team erhält kein Preisgeld. Ebenso ist keine Vergütung bekannt, die sich an der Zahl der gewonnenen Matches oder Punkte orientiert. Eine Spielerin wird also nicht zusätzlich bezahlt, wenn sie im Einzel, im Vierer oder im Bestball einen entscheidenden Punkt für ihr Team holt.
Die Aussage „Die Spielerinnen werden beim Solheim Cup nicht bezahlt“ sollte deshalb genauer formuliert werden. Sicher ist vor allem: Es gibt kein ergbnisabhängiges Preisgeld. Das schließt die Übernahme von Kosten oder mögliche pauschale Leistungen nicht automatisch aus.
Auch ohne Preisgeld werden die Spielerinnen während des Wettbewerbs umfassend versorgt. Die meisten Medienberichte nennen mehrere Leistungen, die mit der Teilnahme verbunden sind.
Die Anreise zum Austragungsort wird organisiert beziehungsweise übernommen. Dazu kommen die Unterkunft während der Veranstaltungswoche sowie die Verpflegung und Getränke vor Ort. Die Spielerinnen müssen die zentralen Kosten ihres Einsatzes somit immerhin nicht selbst tragen. Diese Leistungen gelten jedoch nicht als Preisgeld, weil sie unabhängig vom Ergebnis des Wettbewerbs gewährt werden.
Für die Turniertage erhalten die Spielerinnen außerdem die offizielle Ausstattung ihres Teams. Dazu gehören unter anderem:
Die Ausstattung ist Bestandteil des gemeinsamen Auftritts von Team USA und Team Europe. Sie ersetzt keine Siegprämie, gehört aber zu den Vorteilen, die mit der Berufung in das Team verbunden sind. Nur manche Stücke der Kollektion gibt es auch für Fans zu kaufen. Immerhin also ein paar exklusive Extras für die Spielerinnen, wenn auch kein Vergleich zu echtem Preisgeld.
Preisgeld ist normalerweise an die sportliche Leistung oder die Platzierung gekoppelt. Beim Solheim Cup erhalten die Spielerinnen die genannten Leistungen unabhängig davon, ob Europa oder die USA den Wettbewerb gewinnt.
Der Unterschied lässt sich einfach zusammenfassen:
Bei dieser Frage ist eine vorsichtige Einordnung notwendig, weil viele Quellen nicht vollständig übereinstimmen.
Ein Bericht von Essentially Sports beruft sich auf Angaben der LPGA und schreibt, dass Spielerinnen, Captains und Caddies ein Stipendium zur Deckung von Ausgaben erhalten. Dabei ist von einem Betrag im fünfstelligen Bereich beziehungsweise von mindestens 10.000 US-Dollar die Rede. Die Zahlung soll unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs erfolgen und ausdrücklich kein Preisgeld darstellen.
Andere vorliegende Berichte bestätigen zwar die Übernahme von Reise, Unterkunft, Verpflegung und Ausrüstung, nennen aber kein konkretes Stipendium. Auch eine offiziell veröffentlichte genaue Summe ist nicht bekannt. Golf Raw weist zudem darauf hin, dass keine öffentlich zugänglichen Finanzunterlagen des Solheim Cups, der LPGA oder der Ladies European Tour vorliegen, aus denen sich die Zahlungsstruktur eindeutig ablesen lässt.
Die Gewinnerinnen erhalten vor allem die Trophäe und den sportlichen Erfolg. Eine zusätzliche finanzielle Siegprämie gibt es nicht.
Der eigentliche Wert des Erfolgs liegt für die Spielerinnen in mehreren Bereichen:
Für viele Spielerinnen ist die Berufung in das Team bereits eine besondere Auszeichnung. Das gilt auch für die Ernennung zum Captain oder Assistant Captain. Der Solheim Cup ist deshalb nicht einfach ein Turnier ohne Preisgeld, sondern ein Wettbewerb mit einer anderen sportlichen Zielsetzung.
Der Solheim Cup ist kein gewöhnliches Einzelturnier. Die Spielerinnen treten nicht nur für sich selbst an, sondern als Teil einer Mannschaft. Im Mittelpunkt stehen der Teamgedanke, die Zugehörigkeit zu Europa oder den USA und der Kampf um eine gemeinsame Trophäe.
Gerade für Profis, die den größten Teil des Jahres in Einzelwettbewerben antreten, hat dieser Perspektivwechsel eine besondere Bedeutung. Jede Spielerin trägt zum Ergebnis ihrer Mannschaft bei. Ein gewonnener Punkt kann den Verlauf des gesamten Wettbewerbs beeinflussen.
Die Motivation entsteht daher nicht in erster Linie durch eine finanzielle Belohnung, sondern durch:
Regeln und Spielformen: So funktioniert der Solheim Cup.
Der Vergleich mit dem Ryder Cup liegt nahe, weil beide Wettbewerbe nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. In beiden Fällen treten Teams aus den USA und Europa gegeneinander an. Beim Umgang mit Zahlungen gibt es inzwischen jedoch einen wichtigen Unterschied.
Die PGA of America hat das Modell für das US-Team beim Ryder Cup 2025 verändert. Seitdem erhält jedes Mitglied des US-Teams sowie der US-Captain 500.000 US-Dollar. Davon sind 300.000 US-Dollar für wohltätige Zwecke vorgesehen. Weitere 200.000 US-Dollar stehen als persönlicher Betrag zur Verfügung.
Zuvor war für die US-Spieler seit 1999 eine Zahlung von 300.000 US-Dollar vorgesehen, die ausschließlich wohltätigen Zwecken dienen sollte. Die neue Regelung ist jedoch keine klassische Siegprämie und gilt nicht automatisch für den Solheim Cup.
Nach übereinstimmenden Berichten und Aussagen der Spieler erhalten die europäischen Ryder-Cup-Spieler keine vergleichbare Zahlung. Der Unterschied betrifft somit nicht einfach Männer- und Frauengolf, sondern vor allem die jeweilige Organisations- und Zahlungsstruktur.
Für den Solheim Cup ist keine entsprechende offizielle Regelung bekannt. Der US-Ryder-Cup ist deshalb zwar ein wichtiger Vergleich, liefert aber keinen Beleg dafür, dass die Spielerinnen beim Solheim Cup ebenfalls 500.000 US-Dollar oder eine ähnliche Summe erhalten.
Ein klassisches Preisgeld oder eine leistungsabhängige Prämie gibt es nicht. Reise, Unterkunft, Verpflegung, Teamkleidung und Ausrüstung werden nach den vorliegenden Berichten übernommen beziehungsweise bereitgestellt. Über ein zusätzliches Aufwandsstipendium gibt es unterschiedliche Angaben.
Das Gewinnerteam erhält keine finanzielle Siegprämie. Der Gewinn besteht aus der Solheim-Cup-Trophäe, dem sportlichen Titel und der Anerkennung für den Erfolg von Team USA oder Team Europe.
Nein. Eine Zahlung pro gewonnenem Match oder Punkt ist nicht bekannt. Die Spielerinnen werden nicht danach vergütet, wie viele Punkte sie für ihr Team holen.
Die Kosten für Organisation der Anreise, der Unterkunft sowie der Verpflegung während der Turnierwoche werden übernommen.
Einzelne Quellen berichten von einem Aufwandsstipendium im fünfstelligen Bereich, teilweise wird ein Betrag von mindestens 10.000 US-Dollar genannt. Eine offiziell bestätigte genaue Summe liegt jedoch nicht vor.
Auch hierzu ist die Quellenlage nicht vollständig einheitlich. Ein Bericht nennt keine Bezahlung für Captains und Assistant Captains, während eine andere Quelle ein mögliches Stipendium auch für Captains erwähnt.
Nein, die europäischen Ryder-Cup-Spieler erhalten keine vergleichbare Zahlung. Das seit 2025 bestehende Modell mit 500.000 US-Dollar betrifft das US-Team und den US-Captain.
Die Antwort auf die Frage „Erhalten die Spielerinnen beim Solheim Cup Preisgeld?“ ist eindeutig: Nein, beim Solheim Cup gibt es kein klassisches Preisgeld. Weder das Gewinnerteam noch einzelne Spielerinnen erhalten eine Prämie für den Sieg, einen Matchgewinn oder die erzielten Punkte.
Gleichzeitig werden die Teilnehmerinnen während der Turnierwoche umfassend unterstützt. Reise, Unterkunft, Verpflegung, Teamkleidung und Ausrüstung gehören zu den Leistungen, die in den vorliegenden Berichten genannt werden. Der wichtigste Gewinn bleibt damit der sportliche und symbolische Erfolg: die Möglichkeit, Europa oder die USA zu vertreten und gemeinsam mit dem eigenen Team den Solheim Cup zu gewinnen. Ob das ein adäquater Ersatz für Preisgeld ist, können nur die Spielerinnen für sich entscheiden.
13 Sep 2026
Hier erfahren Sie, ob die Spielerinnen beim Solheim Cup Preisgeld erhalten. (Foto: Imago / Action Plus)