


Während Rory McIlroy an der Spitze des Tableaus in einer eigenen Liga spielt und mit einer historischen Sechs-Schläge-Führung Kurs auf sein zweites Green Jacket nimmt, spielten sich am Freitag im Schatten des Leaderboards menschliche Tragödien ab. Für einige der größten Namen im Golfsport wurde die Cut-Marke beim US Masters 2026 von 4 über Par zur unüberwindbaren Hürde – allen voran Bryson DeChambeau, dessen Turnier am letzten Loch in einem beispiellosen Kollaps endete.
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Bryson DeChambeau und die Sandbunker von Augusta National – es war eine Liebesbeziehung, die in dieser Woche beim US Masters 2026 schmerzhaft in die Brüche ging. Dabei sah es lange so aus, als könne der LIV-Star seinen Kopf noch aus der Schlinge ziehen. Nach einem Birdie an der 15 lag DeChambeau bei 3 über Par und hatte scheinbar alles unter Kontrolle. Doch die 18. Bahn verwandelte sich für ihn in ein sportliches Schafott.
Nach einem verzogenen Drive in die Piniennadeln und einem Rettungsschlag in den Bunker vor dem Grün nahmen die Dinge ihren fatalen Lauf. Wie schon am Donnerstag an Loch 11, als er drei Versuche für den Befreiungsschlag aus dem Sand benötigte, verließ ihn auch hier das Gefühl. Sein erster Versuch blieb im Bunker hängen, der zweite rollte über die tückische Kante des Grüns zurück auf das Fairway. Das bittere Resultat: Ein Triple-Bogey zum Abschluss und ein Gesamtergebnis von +6. Damit verpasste DeChambeau beim US Masters 2026 seinen ersten Cut seit drei Jahren auf die wohl grausamste Art und Weise.
Hier finden Sie die US Masters 2026 Tee Times der 3. Runde.
Für die kontroversesten Bilder der ersten zwei Tage beim US Masters 2026 sorgte Robert MacIntyre. Der Schotte, der nach starken Leistungen auf der PGA Tour als Geheimfavorit angereist war, verlor bereits am Donnerstag die Fassung. Nachdem sein Ball am 15. Loch im Wasser gelandet war, quittierte er dies mit einer Geste, die in den heiligen Hallen von Augusta normalerweise undenkbar ist: Er zeigte dem Loch den Mittelfinger.
Zwar kämpfte sich MacIntyre am Freitag mit einer respektablen 71er-Runde zurück, doch die Hypothek der 80 vom Vortag war schlicht zu groß. Mit insgesamt 7 über Par verabschiedete er sich wortkarg vom Turniergelände des US Masters 2026. Wie Berichte bestätigen, lehnte er nach der Runde jegliche Interviewanfragen ab und ließ stattdessen seine Frustration in den sozialen Medien durchblicken.
Ähnlich dramatisch verlief der Nachmittag für Akshay Bhatia. Der Sieger des Arnold Palmer Invitational lieferte die wohl wildeste Achterbahnfahrt der diesjährigen Ausgabe. Nach einer famosen Front Nine schien er sicher am Wochenende dabei zu sein, ehe ihn eine 44 auf den zweiten neun Löchern in Bedrängnis brachte. Ein spektakuläres Hole-out aus dem Bunker an der 17 ließ die Fans noch einmal jubeln, doch ein Double-Bogey an der 18 besiegelte sein Schicksal beim US Masters 2026 bei 5 über Par.
Lesen Sie hier den Bericht der zweiten Runde des US Masters 2026.
Ein historisches Novum markiert das Jahr 2026 für die Amateure. Zum ersten Mal seit langem wird am Sonntag kein „Silver Cup“ für den besten Amateur überreicht werden, da alle sechs Starter den Cut verpassten. Jackson Herrington, der mit 8 über Par ausschied, trug es dennoch mit Fassung: „Vielleicht darf ich morgen zum Üben kommen... es ist der beste Ort der Welt. Das weiß ich“, so Herrington über die besondere Atmosphäre beim US Masters 2026.
Neben DeChambeau und Bhatia müssen weitere Schwergewichte beim US Masters 2026 vorzeitig die Koffer packen:
Während diese Stars die Heimreise antreten, konnte sich Jon Rahm gerade noch so retten. Der Champion von 2023 schaffte mit einer 70er-Runde eine Punktlandung auf der Cut-Linie (+4). Gegenüber Reportern zeigte er sich realistisch: „Gestern war einfach eine Anomalie, bei der alles schiefging, was schiefgehen konnte. [...] Ich werde morgen eine verdammt gute Runde brauchen, um mir eine Chance zu geben“, so Rahm über seinen Verbleib beim US Masters 2026.
Für den Rest des Feldes bleibt die Jagd auf Rory McIlroy, der das Turnier bisher nach Belieben dominiert und mit sechs Schlägen Vorsprung in den Samstag geht – ein Rekord für die ersten 36 Löcher in der Geschichte des US Masters.
11 Apr 2026
Bryson DeChambeau ist einer von zahlreichen Stars, die den Cut beim US Masters 2026 verpasst haben. (Foto: Imago)