


Die kurze Antwort lautet: kein klassisches Preisgeld, aber eine feste Zahlung. Bei der Ausgabe 2026 in Medinah erhielten Spieler, Captains und Assistant Captains jeweils 250.000 US-Dollar – unabhängig davon, welches Team gewinnt.
Beim Presidents Cup gibt es kein Preisgeld, das unter den Teams aufgeteilt wird. Auch ein Sieg bringt den Spielern keine zusätzliche Prämie. Stattdessen zahlt die PGA Tour allen Beteiligten eine gleich hohe Pauschale.
Auf jeder Seite gehören dazu zwölf Spieler, ein Captain und vier Assistant Captains. Damit kommen pro Team 17 Personen zusammen. Bei 250.000 US-Dollar je Person ergibt das 4,25 Millionen US-Dollar pro Mannschaft und insgesamt 8,5 Millionen US-Dollar für das Turnier 2026.
Das Modell gilt seit 2022. Der Presidents Cup in Medinah war damit die dritte Austragung in Folge, bei der die Beteiligten diese Zahlung erhielten. Seit der Einführung summieren sich die Auszahlungen laut den vorliegenden Berichten auf 25,5 Millionen US-Dollar.
Erhalten die Spieler beim Ryder Cip Preisgeld? Hier erfahren Sie es.
Die Pauschale ist nicht mehr zweckgebunden. Die Empfänger können selbst entscheiden, ob sie das Geld etwa für Spenden, ihre Stiftungen, Reise- und Übernachtungskosten oder andere Anliegen verwenden. Sie müssen nicht öffentlich angeben, wofür sie es einsetzen.
Die PGA Tour begründete die Änderung laut Golfweek mit einer Anpassung ihres Gesamtvergütungsprogramms. Die Ausschüttungen seien an die „veränderte Landschaft des Spendens“ angepasst worden, damit Spieler und Captains ihre Stiftungen oder persönlichen gemeinnützigen Anliegen flexibler unterstützen könnten.
Einige Beteiligte leiten weiterhin Geld an wohltätige Zwecke weiter. So soll Jason Day seine gesamte Pauschale der Brighter Days Foundation zugesagt haben. Tony Finau unterstützte nach den Berichten Bildungs- und Leseförderungsprojekte; Stewart Cink förderte über seine Familienstiftung Gesundheits- und kirchliche Anliegen.
Krasse Aufholjagd: So lief der Presidents Cup 2026.
Vor der Einführung der persönlichen Pauschale 2022 erhielten die Beteiligten kein Geld, das sie selbst behalten oder frei verwenden konnten. Die ihnen zugeordneten Beträge mussten an gemeinnützige Organisationen gehen. Für die Jahre 2011 bis 2019 waren es 150.000 US-Dollar je Person.
Damit hat sich die finanzielle Ausgestaltung des Wettbewerbs verändert – nicht aber dessen gemeinnütziger Anspruch, wie die PGA Tour betont. Seit 1994 soll der Presidents Cup mehr als 56 Millionen US-Dollar für wohltätige Zwecke eingebracht haben. Seit 2022 garantiert die Tour zudem mindestens eine Million US-Dollar für gemeinnützige Projekte in der jeweiligen Gastgeberregion.
Über die Frage, ob Spieler für den Einsatz in einem Mannschaftswettbewerb bezahlt werden sollten, wird dennoch diskutiert. Beim Presidents Cup 2024 bezeichnete Xander Schauffele die Frage laut einem Bericht als „eine Handgranate“ – eine Anspielung auf ihre Brisanz. Max Homa sagte demnach, er könne beide Seiten der Debatte nachvollziehen.
2028 wird der Presidents Cup auf dem Kingston Heath Golf Club in Melbourne ausgetragen. Damit kehrt der Wettbewerb in den australischen Sandbelt zurück, allerdings nicht nach Royal Melbourne. Zwei Jahre später, 2030, ist der Bellerive Country Club in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri als Gastgeber vorgesehen.
28 Sep 2026
Team USA feiert den Sieg beim Presidents Cup 2026 Doch erhalten die Spieler dafür auch Preisgeld? (Foto: Imago / Icon Sportswire)