


Phil Mickelson hat sich in einer Behandlungseinrichtung Hilfe gesucht. TMZ Sports berichtete am 30. September 2026 zuerst über den Aufenthalt. Das Magazin PEOPLE erhielt am selben Tag eine eigene Bestätigung von seiner Vertretung. Beide Medien meldeten, dass der 56-Jährige die Einrichtung bereits verlassen hatte.
„Phil suchte Behandlung wegen familiärer Traumata und Sucht“, erklärte eine Vertretung Mickelsons gegenüber diversen Medien schriftlich. Dem Erstbericht zufolge hatte sich der Golfer freiwillig in die Einrichtung begeben. Die Angaben geben allerdings keinen Aufschluss darüber, wann die Behandlung begann und wie lange er dort blieb. Auch die Einrichtung und die konkrete Art der Sucht wurden nicht genannt. Aus der Nachricht über seinen Austritt lässt sich deshalb weder ein Abschluss der gesamten Therapie noch ein Behandlungserfolg ableiten.
Auf dem Golfplatz war Mickelson in dieser Saison nur selten zu sehen. Bereits im Februar sagte er die ersten beiden LIV-Veranstaltungen ab. Als Begründung erklärte er damals, dass er und seine Frau Amy wegen einer familiären Gesundheitsangelegenheit anwesend sein müssten. Im März kehrte er für das LIV-Turnier in Südafrika zurück. Dies blieb sein bislang letzter Wettkampfstart.
Im April folgte die Absage für das Masters. Mickelson kündigte zugleich an, sich für längere Zeit aus dem Turnierbetrieb zurückzuziehen. In seiner damaligen Social-Media-Erklärung schrieb er: „Leider werde ich nächste Woche nicht am Masters Tournament teilnehmen und für längere Zeit pausieren, während meine Familie weiterhin mit einer persönlichen Gesundheitsangelegenheit umgeht.“
Die jetzt bekannt gewordene Behandlung liefert eine zusätzliche Information über seine Zeit abseits des Wettkampfsports. Sie erklärt jedoch nicht automatisch den gesamten Verlauf seiner Pause: Die früheren Aussagen benannten weder eine Diagnose noch einen Behandlungsbeginn. Auch wer innerhalb der Familie von der damals angesprochenen Gesundheitsangelegenheit betroffen war, ging daraus nicht hervor.
Mickelson hatte bereits im September 2023 offen über seine Glücksspielabhängigkeit gesprochen. In einer damals von PEOPLE dokumentierten Erklärung beschrieb er, wie das Wetten seine Aufmerksamkeit beansprucht und seine Beziehungen belastet hatte. Zugleich berichtete er von langjähriger professioneller Hilfe und davon, nicht mehr zu spielen.
Dieser öffentlich bekannte Hintergrund darf nicht mit dem aktuellen Behandlungsanlass gleichgesetzt werden. Seine Vertretung hat nicht bestätigt, dass der jüngste Aufenthalt mit Glücksspiel zusammenhing. Ebenso wenig wurden andere Formen von Abhängigkeit konkret benannt. Die Formulierung „familiäre Traumata und Sucht“ bleibt damit die einzige öffentlich mitgeteilte Beschreibung des Anlasses.
Unabhängig davon hatte Golf Digest im Juni über den Vorwurf nicht einvernehmlichen, unangemessenen körperlichen Kontakts gegenüber einer Mitarbeiterin von The Farms Golf Club berichtet. Mickelson ist nicht mehr Mitglied des Clubs; sein Sprecher bestätigte damals seinen Austritt und bezeichnete den Vorgang als ausgeräumtes Missverständnis. Zu weiteren Anschuldigungen erklärte seine Vertretung, einige seien falsch, andere beträfen bereits eingeräumte Fehler.
Ein Zusammenhang zwischen diesen Vorwürfen und der Behandlung ist nicht bestätigt. Der Aufenthalt ist auch kein Eingeständnis der strittigen Anschuldigungen. Weitere Einzelheiten enthält zu den Vorwürfen sexueller Belästigung gegen Phil Mickelson in mehreren Fällen lesen Sie hier.
Wann Phil Mickelson wieder an einem Turnier teilnehmen könnte, geht aus den Berichten zum Behandlungsaufenthalt nicht hervor. Sein Team hatte bereits im Juni betont, dass er sich auf eine private familiäre Gesundheitsangelegenheit konzentriere. Ob und wann eine sportliche Rückkehr folgt, bleibt damit offen. Dass er die Einrichtung verlassen hat, erlaubt für sich genommen keine Aussage über seine Einsatzfähigkeit. Da LIV Golf in Mickelsons Abwesenheit auch noch Insolvenz anmeldete, ist eine Rückkehr des sechsfachen Major-Siegers offener denn je.
06 Oct 2026
Phil Mickelson hat sich nach Angaben eines Sprechers einer Therapie unterzogen. (Foto: Imago / Shutterstock)