


Inmitten der üppigen Landschaft von Pawleys Island, South Carolina, liegt einer der charmantesten und anspruchsvollsten Golfplätze der amerikanischen Ostküste: der Caledonia Golf & Fish Club. 1994 eröffnet und unmittelbar nach seiner Einweihung in die renommierte Liste der „Top 100 You Can Play“ aufgenommen, ist er ein beeindruckendes Erstlingswerk des Designers Mike Strantz – und ein Platz, der bleibenden Eindruck hinterlässt.
Der Par-70-Kurs spannt sich über maximal 6.526 Yards und bietet vier Abschlagsoptionen, die nach einheimischen Entenarten benannt sind: Redhead, Wood Duck, Mallard und Pintail. Wer die richtige Teebox wählt, wird mit einem golferischen Erlebnis belohnt, das Einsteiger und Scratch-Spieler gleichermaßen begeistert. Beide Hälften spielen sich als Par-35, jede mit ihren eigenen Charakterzügen und Herausforderungen.
Hier finden Sie viele weitere Reiseberichte von den schönsten Golfplätzen der Welt.
Die vorderen Neun eröffnen mit einem geraden Par-4, bei dem Fairwaybunker den Weg zum leicht versetzten Grün säumen. Schon früh macht der Platz deutlich, was ihn auszeichnet: subtile Geländewellen, klug platzierte Sandflächen und Grüns, die trotz ihrer beachtlichen Tiefe von bis zu 53 Yards keine einfachen Ziele bieten – eben ein typisches Strantz-Design. Das Par-5 der zweiten Bahn verlangt drei solide Schläge, während das erste Par-3 jeden Spieler bestraft, der die Fahnenposition ignoriert.
Besonders im Gedächtnis bleibt das Doppel-Dogleg-Par-4 der vierten Bahn: Hier wird das Fairway zur Fahne hin zunehmend enger. Ab Bahn 7 gesellt sich Wasser zum Repertoire der Herausforderungen – und bleibt bis zur 18. Bahn ein treuer Begleiter.
Hier finden Sie das passende Reisegepäck für Ihren nächsten Golfurlaub.
Die hinteren Neun steigern das Drama. Das 90-Grad-Dogleg-links der 13. Bahn, bei dem schützendes Wasser hinter dem Grün auf den Ball wartet, gilt als eine der schwersten Bahnen der Anlage. Die 15 lockt mit dem längsten Par-4 des Platzes, die 16 mit einem imposanten Teich vor dem Grün.
Den krönenden Abschluss bildet die 18. Bahn, ein spektakuläres Par-5, das von den vorderen Abschlägen als schwierigste Bahn der Runde gilt. Wer hier dem Wasser ausweicht und sich dabei zu weit links orientiert, findet sich im Bunker wieder – mit einem Schlag zurück in Richtung Wasser als nächster Aufgabe. Dahinter grüßen die alten Reisfelder, die dem Platz seinen unverwechselbaren historischen Charakter verleihen.
Was Strantz als Architekt bereits in diesem, seinem ersten Soloprojekt auszeichnet, ist die Konsequenz seines gestalterischen Ausdrucks: ausgeprägte Bunkerlandschaften, lebendige Waste Areas und ein Gelände, das in sanften Wellen atmet. Caledonia ist zudem ein Platz, der zu Fuß gespielt werden will. Das Ambiente des Clubhauses, eingebettet zwischen alten Bäumen und historischen Reisfeldern, rundet ein Erlebnis ab, das weit über das Sportliche hinausgeht. Wer Pawleys Island besucht und diesen Platz auslässt, verpasst schlicht eines der schönsten Kapitel, die der amerikanische Golfsüden zu bieten hat.
14 Mar 2026
Der Caledonia Golf & Fish Club ist einer der charmantesten und anspruchsvollsten Golfplätze der amerikanischen Ostküste. (Foto: Michael Althoff)
Die Abschläge im Caledonia Golf & Fish Club sind nach einheimischen Entenarten benannt. (Fotos: Michael Althoff)
Wasser und Reisfelder prägen das Bild im Caledonia Golf & Fish Club. (Fotos: Michael Althoff)