


Mitten in den sanften Hügeln der Ozark Mountains liegt mit Buffalo Ridge einer der eindrucksvollsten Golfplätze des amerikanischen Mittleren Westens. Der Par-71-Kurs, der im Jahr 2000 als erster Championship-Platz des Big Cedar Resorts eröffnet wurde, basiert auf dem ursprünglichen Buffalo Ridge Springs Course und wurde von Tom Fazio gemeinsam mit dem Eigentümer und Bass-Pro-Shop-Gründer Johnny Morris umfassend überarbeitet. Herausgekommen ist ein Platz, der sportliche Herausforderung, landschaftliche Dramatik und Naturerlebnis auf bemerkenswerte Weise verbindet.
Buffalo Ridge spielt sich von vier gerateten Abschlägen zwischen 5.004 und 7.036 Yards und integriert die für die Region typischen Felsformationen ebenso selbstverständlich wie zahlreiche Wasserläufe, Teiche und Bäche. Charakteristisch ist dabei weniger spektakuläre Effekthascherei als vielmehr eine harmonische Einbettung in die Landschaft. Front und Back Nine verlaufen auf unterschiedlichen Hochplateaus, was nicht nur für Abwechslung sorgt, sondern auch immer wieder großartige Ausblicke eröffnet. Ein besonderes Erlebnis: Immer wieder grasen Büffel aus dem nahegelegenen Dogwood Canyon Nature Park in Sichtweite der Spielbahnen – ein Sinnbild für das Grundkonzept, Natur und Golfsport in Einklang zu bringen.
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Sportlich beginnt die Runde gleich mit einem Statement. Die erste Bahn, ein langes Par-5 bergab, lädt zwar zu aggressivem Spiel ein, doch Fairway- und Grünbunker sowie Wasser in Grünnähe verlangen sofort Disziplin. Auch das folgende Par-4 als Dogleg links zeigt, dass präzise Platzierung wichtiger ist als pure Länge. Immer wieder gilt es, Hänge, Schräglagen und geschickt platzierte Hindernisse in die Schlagplanung einzubeziehen. Fazio-typisch wirken die Spielbahnen großzügig, offenbaren ihre Tücken jedoch erst im Detail.
Mehrere lange Par-4-Bahnen wechseln sich mit eindrucksvollen Par-3-Löchern ab, bei denen Senken, Schluchten und Wasser ins Spiel kommen. Besonders in Erinnerung bleibt das Par-3 „The Intimidator“, bei dem ein Teeshot über eine Schlucht mit Wasserlauf auf ein erhöhtes Grün verlangt wird – ein Loch, das seinem Namen alle Ehre macht. Auch die beiden Par-5 der ersten Hälfte spielen sich durch Höhenunterschiede und Doglegs meist länger, als die Scorekarte vermuten lässt.
Nach dem Wechsel auf die Back Nine verändert sich der Charakter des Platzes leicht. Die Bahnen verlaufen auf der gegenüberliegenden Straßenseite und bieten immer wieder Blicke auf andere Plätze des Resorts sowie das hochgelegene Clubhaus von Payne’s Valley. Die zweite Runde beginnt mit einem scharfen Dogleg-Par-4, bei dem dichter Bewuchs und abschüssiges Gelände präzises Spiel erzwingen. In der Folge steigert sich die Dramatik, insbesondere durch zwei aufeinanderfolgende Löcher mit starkem Wassereinfluss.
Das lange Par-5 an Bahn 14 ist das Herzstück der Back Nine. Wasser begleitet die Spielbahn nahezu durchgehend, das Fairway hängt gefährlich in Richtung Teich, und das erhöhte Grün ist nur mit sauberem Wedge-Spiel sicher zu erreichen. Auch das folgende Par-4 mit Wasserkaskaden entlang der rechten Seite verlangt eine klare Entscheidung vom Tee: Risiko oder Sicherheit. Die Schlusslöcher bleiben anspruchsvoll, ehe ein langes Par-5 die Runde beschließt und noch einmal strategisches Denken bis zum letzten Schlag fordert.
Buffalo Ridge ist ein Platz, der sowohl visuell als auch spielerisch beeindruckt und kluges Course Management belohnt. Die Kombination aus erstklassigem Design, Naturerlebnis und exzellentem Pflegezustand macht ihn zu einem der herausragenden Fazio-Plätze – und zu einer Golfrunde, die weit über den letzten Putt hinaus in Erinnerung bleibt.
17 Jan 2026
Buffalo Ridge ist Teil des Big Cedar Resorts in Missouri, USA. (Foto: Michael Althoff)
Buffalo Rige liegt in den sanften Hügeln der Ozark Mountains. (Fotos: Michael Alhoff)
Die namensgebenden Büffel sind immer wieder neben den Spielbahnen zu sehen. (Fotos: Michael Althoff)