


Wer im Norden der Dominikanischen Republik Urlaub macht, kommt an einem Namen kaum vorbei: dem Playa Dorada Golf Club. Eingebettet in einen weitläufigen Ferienkomplex bei Puerto Plata, gehört dieser von Robert Trent Jones Sr. entworfene Par-72-Platz zu den beliebtesten Adressen für Golfreisende in der Karibik. Nur wenige Minuten vom Kreuzfahrthafen entfernt und offen für Gäste, bietet die Anlage fünf Teeboxen über Längen von 5.417 bis 6.916 Yards. Damit eignet sich die Anlage sowohl für ambitionierte Golfer als auch reine Freizeitgolfer. Trotz seiner Lage direkt an der Playa Dorada verläuft keine Bahn unmittelbar am Meer. Dennoch ist das Karibikblau auf mehreren Fairways präsent, ebenso wie der stetige Wind vom Atlantik. Der Platz selbst ist überwiegend flach, was viele Golfer dennoch nicht davon abhält, per E-Cart zu fahren – schließlich ist das tropische Klima fordernd. Kurze Schauer sind typisch, beeinflussen das Spiel aber kaum; die gepflegten Fairways und Grüns zeigen sich erstaunlich widerstandsfähig.
Bereits die Auftaktbahn, ein 510-Yard-Par-5 mit Doppel-Dogleg, unterstreicht die Handschrift des Architekten: strategisch platzierte Bunker, ein nach vorne hängendes Grün, Wasser links – ein optisch klarer, aber spielerisch vielschichtiger Einstieg. Es folgt ein herrliches Par-3 über 195 Yards mit Wasser links und Bunkern rechts – eine Bahn, die präzises Spiel und Mut gleichermaßen belohnt. Typisch für Trent Jones ist auch das nächste Par-4 mit quer verlaufendem Fairwaybunker und einem durch einen Kanal getrennten Grünbereich: visuell attraktiv, aber taktisch anspruchsvoll. Auf den Front Nine wechseln lange Doglegs, breite Fairways und von Palmen gesäumte Schneisen in harmonischem Rhythmus. Bahn 4, ein 432-Yard-Dogleg rechts, gilt als schwierigste der Runde – nicht wegen des Wassers, sondern wegen der klug gesetzten Bunker und hohen Palmen, die aggressive Linien bestrafen. Besonders eindrucksvoll sind die Par-5-Bahnen 5 und 8, bei denen Wasser beim zweiten Schlag ins Spiel kommt und den Spieler zur Entscheidung zwingt: Risiko oder Strategie? An der 6 lockt der Strand visuell in Schlagweite, während das Grün von einem tiefen Bunker geschützt wird – hier kann man in Gedanken ein wenig in die karibische Strandidylle abdriften.
Hier finden Sie viele weitere spannende Reiseberichte von den schönsten Golfplätzen der Welt.
Die Back Nine führen weiter durch das tropische Parkland, links und rechts der Fairways lauert oft dichter Dschungel. Schon die 10. Bahn bringt wieder Wasser ins Spiel, flankiert von dichter Vegetation und einem massiven Baum als Landmarke. Bahn 14, ein Dogleg links, ist eine der schönsten Bahnen des Platzes – und ein Paradebeispiel für Jones’ Sinn für Dynamik und Balance. Das Par-5 über 538 Yards an Bahn 13 gilt als Scoring-Chance. Hier wie an vielen Bahnen entscheidet die Annäherung über Erfolg oder Frust: Schräg verlaufende Grünbunker und subtile Neigungen fordern Präzision bis zum letzten Putt. Den krönenden Abschluss bildet die 18 – ein kurzes Par-5 mit Doppel-Dogleg und Blick auf das Clubrestaurant. Hier heißt es, den hohen Draw um Palmen und Hügel zu meistern oder sicher in drei Schlägen zum Grün zu kommen. Der finale Schlag, flankiert von Wasser rechts und Bunkern links, ist ein würdiger Schlusspunkt unter eine abwechslungsreiche Runde.
Der Playa Dorada Golf Club steht exemplarisch für Robert Trent Jones Sr.-Designs: klare Linien, faires Design, subtile Herausforderungen. Dazu kommt der entspannte Service, moderate Greenfees und die unvergleichliche Atmosphäre der Karibik. Wer nach Puerto Plata reist, sollte hier unbedingt eine Runde spielen – am besten mit anschließendem Drink auf der Terrasse, um die karibische Atmosphäre auch nach der Runde zu genießen.
27 Dec 2025
Playa Dorado stammt aus der Feder von Robert Trent Jones Sr. (Foto: Michael Althoff)
Eindrücke aus dem Playa Dorada Golf Club . (Fotos: Michael Althoff)