


Callaway gehört zu den bekanntesten Namen im Golfsport – und ist längst mehr als „nur“ ein Schlägerhersteller. Das US-Unternehmen entwickelt und verkauft Golfschläger, Golfbälle und Zubehör und ist mit einem Markenportfolio rund um Callaway, Odyssey, OGIO und TravisMathew weltweit präsent. Gleichzeitig hat sich der Konzern in den letzten Jahren auch strukturell stark verändert – unter anderem durch die Topgolf-Transaktion und die Rückkehr zum Kerngeschäft.
In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Callaway: Wem gehört Callaway? Welche Marken gehören zur Callaway-Familie? Gehört Odyssey zu Callaway? Und ganz praktisch: Sind Callaway Schläger gut? Außerdem erfahren Sie, wie aus einem kleinen Clubmaker die Callaway Golf Company wurde und warum Callaway bis heute als eine der prägenden Marken im Golfsport gilt.
Callaway ist dabei vor allem für zwei Dinge bekannt: Produkte, die das Spiel für möglichst viele Golferinnen und Golfer einfacher machen (Fehlerverzeihung, Launch, Ballgeschwindigkeit) – und die Bereitschaft, neue Technologien früh in Serie zu bringen.
Kurz gesagt: Callaway ist ein börsennotiertes Unternehmen. Das bedeutet: Es gehört nicht einer einzelnen Person oder Familie, sondern seinen Aktionärinnen und Aktionären – darunter institutionelle Investoren ebenso wie Privatanleger.
Ein wichtiger Punkt in der jüngeren Unternehmensgeschichte ist die Trennung vom Entertainment-Geschäft:
Damit wurde aus dem „Modern Golf“-Konstrukt rund um Topgolf wieder stärker ein fokussiertes Golf-Equipment- und Lifestyle-Unternehmen. Lesen Sie hier mehr über den Verkauf von Topgolf und Toptracer.
Die Geschichte beginnt 1982. Firmengründer Ely Callaway Jr. war zuvor in der Textil- und Weinindustrie erfolgreich und investierte in den damaligen Schlägerhersteller Hickory Sticks USA. Aus diesem Ursprung entwickelte sich Callaway Golf – mit dem Ziel, Produkte zu bauen, die „erfreulich anders und nachweislich überlegen“ sind.
Den Durchbruch schaffte Callaway mit einem Namen, den heute selbst Einsteiger kennen: Big Bertha. Der oversized Driver stand sinnbildlich für eine neue Ära – mehr Fehlerverzeihung, mehr Vertrauen am Tee, mehr Spielbarkeit für die breite Masse. Der Erfolg von Big Bertha machte Callaway in den 1990er-Jahren zur dominanten Kraft im Markt.
Lesen Sie hier mehr über den legendären Callaway Big Bertha.
1997 übernahm Callaway Odyssey – und legte damit einen Grundstein für eine bis heute außergewöhnliche Präsenz auf den Touren. Odyssey entwickelte sich über Jahre zur Putter-Referenz, bekannt für Insert-Technologien (u. a. White Hot) und Ausrichtungskonzepte.
Callaway trat auch in den Golfballmarkt ein und investierte dafür massiv in Entwicklung und Produktion. Ziel war von Beginn an ein Ball, der nicht nur einzelne Disziplinen abdeckt (nur Spin oder nur Distanz), sondern ein „Allround“-Performanceprofil bietet. Heute bietet Callaway eine Vielzahl von Golfbällen an, die sich an verschiedene Spieltypen richten und auch preislich eine breite Range abdecken - von günstigen Einsteigermodellen bis zu Performance-Golfbällen, die auch auf der Tour eingesetzt werden.
Im Laufe der Zeit wurde Callaway mehr und mehr zu einer Markenplattform:
So entstand ein Portfolio, das Golferinnen und Golfer nicht nur mit Schlägern und Bällen, sondern auch mit Bags und Bekleidung abdeckt.
Mit dem Kauf von Topgolf (2021) und dem anschließenden Rebranding zu Topgolf Callaway Brands (2022) verfolgte Callaway das Ziel, das klassische Equipmentgeschäft mit Entertainment und Reichweite zu verbinden. Mit der Mehrheitsveräußerung 2026 wurde der Fokus wieder stärker auf das Kerngeschäft gelenkt.
Callaway arbeitet heute als Markenfamilie. Für Golferinnen und Golfer ist das besonders praktisch: Viele Produkte (vom Driver bis zum Putter, vom Bag bis zur Bekleidung) sind unter einem Dach gebündelt.
Callaway wurde groß mit einem klaren Versprechen: Golf soll für mehr Menschen spielbarer werden – ohne dass Leistung und Innovation auf der Strecke bleiben. Diese Philosophie zieht sich durch viele Produktgenerationen:
Ja. Callaway übernahm Odyssey 1997. Odyssey ist heute ein zentraler Teil der Markenfamilie.
Kurz gesagt: ja. Callaway zählt zu den größten und bekanntesten Golfmarken weltweit und ist besonders für Fehlerverzeihung, Innovation und eine sehr breite Produktpalette bekannt. Ob eine Marke „gut“ ist, hängt natürlich auch von Ihrem Spielertyp ab – Callaway deckt jedoch vom Einsteiger-Equipment bis zur Tour-orientierten Performance sehr viel ab und hat sich über Jahrzehnte als zuverlässige Golfmarke etabliert.
Callaway ist vor allem dann eine sehr gute Wahl, wenn Sie von Ihren Schlägern spürbare Spielunterstützung erwarten: große Sweetspots, stabile Köpfe und viele Modellvarianten für unterschiedliche Spielstärken.
Historisch vor allem für den Big Bertha-Impact (Oversize/Fehlerverzeihung) – und heute für moderne Technologien in Drivern, Eisen, Wedges, Golfbällen und bei Odyssey-Puttern.
Nach dem Verkauf der Mehrheitsanteile 2026 behielt Callaway eine Beteiligung von 40% an Topgolf und kündigte eine strategische Marketing-Partnerschaft an.
Ja, im Januar 2023 gaben Callaway und Good Good Golf bekannt, ab diesem Zeitpunkt zusammenzuarbeiten. Die Partnerschaft zielt auf gemeinsame Produktion von Content.
11 Jul 2026
Callaway gehört heute zu den weltweit bekanntesten Herstellern von u.a. Golfschägern und Golfbällen. (Foto: Dennis - stock.adobe.com)