


Zum 50. Jubiläum setzt die AIG Women’s Open 2026 ein klares Zeichen für Wachstum im Frauengolf: The R&A und Titelsponsor AIG erhöhen den Preisfonds auf 10 Millionen US-Dollar und bauen zugleich die Live-Übertragung spürbar aus. Gespielt wird vom 29. Juli bis 2. August 2026 im traditionsreichen Royal Lytham & St Annes.
Die Anhebung ist nicht nur eine runde Jubiläumszahl, sondern Teil einer längerfristigen Entwicklung. R&A-Chef Mark Darbon spricht von der sechsten Preisgelderhöhung in Folge. In der offiziellen Mitteilung betont er, die „konsequenten und nachhaltigen Investitionen“ zeigten, wie ernst es The R&A und AIG mit dem Anspruch sei, die Meisterschaft international weiter aufzuwerten.
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Ein Blick zurück macht die Dynamik deutlich: Als die Women’s Open zuletzt 2018 in Royal Lytham & St Annes gastierte, lag der Gesamtpreisfonds bei 3,25 Millionen US-Dollar. Seit der Partnerschaft zwischen The R&A und AIG, die 2019 begann, hat sich das Preisgeld damit mehr als verdreifacht. Die Organisatoren setzen damit ihre Linie fort, die Meisterschaft Schritt für Schritt in Richtung Spitzenniveau der großen Frauenturniere zu entwickeln – ohne den Anspruch, kurzfristig um jeden Preis zu eskalieren.
Mindestens ebenso relevant für die Sichtbarkeit ist der zweite Baustein der Ankündigung: mehr Live-Stunden im TV. Für die ersten beiden Runden wird ein neues, zusätzliches Live-Fenster am Vormittag eingeführt. An Donnerstag und Freitag (Runde 1 und 2) läuft die frühe Übertragung von 9 bis 13 Uhr (BST), bevor die Hauptberichterstattung von 13 bis 19 Uhr (BST) übernimmt. Am Samstag und Sonntag sind jeweils sieben Live-Stunden vorgesehen, von 12 bis 19 Uhr (BST). In Summe ergibt das bis zu 34 Stunden Live-Coverage über vier Tage. Darbon spricht von einem Plus von 20 Prozent gegenüber 2025 und nennt die Ausweitung „einen neuen Maßstab“ für das Frauengolf.
In Großbritannien ist die Übertragung laut Ankündigung vollständig bei Sky Sports und über R&A TV verfügbar. In den USA sollen Golf Channel, USA Network und NBC live senden. International gehören unter anderem JTBC (Südkorea), JGN und U-Next (Japan) sowie VGolf (Skandinavien) zu den Partnern.
Auffällig: Die Investitionen werden trotz wirtschaftlicher Realität fortgesetzt. Darbon räumt in Medienzitaten ein, dass das Turnier derzeit nicht profitabel sei – Profitabilität stehe aber nicht an erster Stelle. Entscheidend seien starke Austragungsorte, ein hochwertiges Erlebnis für Spielerinnen sowie Reichweite über TV- und digitale Kanäle, um neue Zielgruppen zu gewinnen (Quelle: BBC-Bericht zur AIG Women’s Open). AIG-CEO Peter Zaffino verknüpft die Entwicklung mit dem Selbstverständnis des Unternehmens: Das Turnier stehe für AIGs Anspruch, Frauen in Wirtschaft, Sport und Gesellschaft voranzubringen.
Wer das Jubiläum vor Ort erleben möchte, kann ebenfalls profitieren: Im Rahmen von „Kids Go Free“ erhalten Kinder unter 16 Jahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen freien Eintritt, Jugendtickets (16–24) gibt es zum halben Preis. Damit wird die 50. Ausgabe nicht nur größer, sondern auch zugänglicher – im Fernsehen wie am Kurs.
08 May 2026
Siegerin Miyu Yamashita (hinten) wurde bei der AIG Women's Open 2025 mit einer Sektdusche gefeiert. (Foto: Imago / Golffile)