


Der amerikanische Golfverband (USGA) setzt Tiger Woods ein bleibendes Denkmal im Amateursport. Wie der Verband am Wochenende bekannt gab, werden die Medaille der U.S. Amateur sowie die Trophäe der U.S. Junior Amateur ab diesem Sommer seinen Namen tragen. Damit wird eine der dominantesten Karrieren der Golfgeschichte im Herzen des Regelwerks und der Tradition verankert.
Was sich bereits seit der Verleihung des Bob Jones Awards im Jahr 2024 abzeichnete, ist nun offiziell: Die Namen zweier der prestigeträchtigsten Auszeichnungen im Golfsport ändern sich. Ab der Saison 2026 kämpfen die besten Nachwuchsspieler der Welt um die „Tiger Woods Medal“ (U.S. Amateur) und die „Tiger Woods Trophy“ (U.S. Junior Amateur).
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Die Entscheidung der USGA ist weit mehr als eine symbolische Geste. Sie ist die Anerkennung einer Ära zwischen 1991 und 1996, die als „unerreicht“ in die Annalen eingehen dürfte. Woods ist der einzige Spieler, dem das Kunststück gelang, drei aufeinanderfolgende U.S. Junior Amateur Titel (1991–1993) direkt mit drei Siegen bei der U.S. Amateur (1994–1996) zu krönen.
„Tiger Woods hat neu definiert, was im Amateur-Golf möglich ist“, erklärte USGA-CEO Mike Whan im Rahmen der Bekanntgabe. „Seine Leistungen haben nicht nur Rekorde aufgestellt – sie haben einen neuen Standard an Exzellenz gesetzt.“ Mit insgesamt neun USGA-Titeln, darunter drei U.S. Opens, teilt sich Woods den historischen Rekord mit der Legende Bobby Jones.
Die neu gestalteten Auszeichnungen werden bereits in wenigen Monaten zum ersten Mal vergeben. Die „Tiger Woods Trophy“ feiert ihr Debüt bei der 78. U.S. Junior Amateur (20. bis 25. Juli) im Saucon Valley Country Club. Nur wenige Wochen später wird bei der 126. U.S. Amateur im Merion Golf Club (10. bis 16. August) die erste „Tiger Woods Medal“ verliehen, die passenderweise eine Gravur von Woods’ ikonischem „Fist-Pump“-Jubel zeigt.
Für Tiger Woods selbst schließt sich mit dieser Ehrung ein Kreis. In einem offiziellen Statement bezeichnete der 15-fache Major-Sieger die Nachricht als „unglaublich demütigend“. Er betonte die Bedeutung dieser Turniere für seinen eigenen Weg: „Die U.S. Junior Amateur und U.S. Amateur waren prägende Momente in meiner Entwicklung, sowohl als Golfer als auch als Mensch.“ Woods gab zudem seiner Hoffnung Ausdruck, dass die neuen Titel junge Talente dazu inspirieren mögen, „ihren Träumen nachzujagen und die Geschichte sowie die Werte des Spiels zu schätzen.“
Mit dieser Doppelehrung rückt Woods in einen extrem exklusiven Kreis vor. Bisher tragen nur die Medaillen der U.S. Open (Jack Nicklaus), der U.S. Women’s Open (Mickey Wright) und – ebenfalls neu ab diesem Jahr – der U.S. Women’s Amateur (JoAnne Carner) die Namen von Golf-Legenden. Woods ist jedoch der erste Spieler, nach dem Auszeichnungen in zwei unterschiedlichen Meisterschaften gleichzeitig benannt werden.
Für die künftigen Champions bedeutet der Gewinn dieser Trophäen nun eine direkte, namentliche Verbindung zu dem Mann, der das moderne Spiel wie kein Zweiter geprägt hat. Amateur-Golf ist damit endgültig nicht mehr nur eine Durchgangsstation, sondern ein eigenständiges Monument des Sports.
02 Mar 2026
Tiger Woods bei einem Golfturnier 1004, dem Jahr, in dem er zum ersten Mal die US Amateur gewann. (Foto: Imago / Zuma Press Wire)