


Augusta National hat wieder zugeschlagen: Am „Moving Day“ des US Masters 2026 schmolz der historische Vorsprung von Titelverteidiger Rory McIlroy in der Frühlingssonne von Georgia dahin. Während der Nordirre im legendären Amen Corner schwere Wirkungstreffer kassierte, setzte Cameron Young zu einem Rekordlauf an. Das Finale verspricht nun einer der spannendsten Showdowns in der Geschichte des Turniers zu werden.
Hier finden Sie das US Masters 2026 Leaderboard und Livescoring.
Nach zwei Tagen purer Dominanz beim US Masters 2026 sah es so aus, als könne sich Rory McIlroy nur noch selbst schlagen. Mit einem Rekordvorsprung von sechs Schlägen in den Samstag gestartet, wirkte der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung zunächst wie eine reine Formsache. Doch der Augusta National Golf Club verzeiht keine Nachlässigkeiten.
Schon auf den ersten Löchern bröckelte die Fassade, bevor McIlroy in der berüchtigten Amen Corner die Kontrolle verlor. Ein verzogener Annäherungsschlag an der 11 landete im Wasser und führte zu einem folgenschweren Double-Bogey. Nur ein Loch später, am malerischen Par-3 der 12, folgte der nächste Schlagverlust. McIlroys größte Schwäche an diesem Tag war jedoch sein Driver: Er traf statistisch die wenigsten Fairways aller Spieler, die den Cut überstanden hatten. Am Ende rettete er mühsam eine 73er-Runde (+1) ins Clubhaus, womit er seine komfortable Führung vollständig einbüßte.
Hier finden Sie die US Masters 2026 Tee Times.
Während McIlroy kämpfte, schrieb Cameron Young ein eigenes Kapitel für die Geschichtsbücher des US Masters 2026. Er startete mit einem Rückstand von acht Schlägen auf die Spitze – eine Distanz, die in Augusta am Samstag normalerweise als schwer aufzuholen gilt. Doch Young, der seit seinem holprigen Start am Donnerstag wie entfesselt spielt, egalisierte diesen Rückstand mit einer brillanten 65 (-7).
Young profitierte dabei nicht nur von seiner enormen Schlagkraft, sondern auch vom nötigen Glück des Tüchtigen. Mehrfach sprangen seine Bälle von Bäumen oder gar dem Bein eines Zuschauerstuhls zurück in eine spielbare Position. Mit seiner mentalen Stärke und einer beeindruckenden Serie von Birdies auf der Back Nine zog er mit McIlroy gleich. Beide führen das Feld nun mit insgesamt 11 unter Par an.
Abseits des Duells an der Spitze sorgte Shane Lowry für den emotionalen Höhepunkt beim US Masters 2026. Am sechsten Loch (Par 3) gelang dem Iren mit einem perfekt getroffenen 7er-Eisen ein Hole-in-one. Lowry krönte sich damit zum ersten Spieler in der Geschichte des Masters, dem zwei Asse im Laufe seiner Karriere in Augusta gelangen. Dieser magische Moment katapultierte ihn zurück in den Kreis der Favoriten; mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Führenden lauert er auf Rang vier.
Sehe Sie hier das Video von Shane Lowrys Hole-in-One beim US Masters 2026.
Die relativ weichen Bedingungen auf den Grüns sorgten für den niedrigsten Score-Durchschnitt einer dritten Runde in der Historie des Turniers. Das hat das Feld beim US Masters 2026 extrem verdichtet:
Die Ausgangslage für den Finalsonntag erinnert Experten an das Jahr 1975, als Jack Nicklaus ebenfalls eine große Führung am Samstag verspielte, nur um am Sonntag in einem heroischen Finale doch noch zu triumphieren.
Kann Rory McIlroy seine Driving-Probleme rechtzeitig abstellen und seine physische Erschöpfung abschütteln? Oder wird Cameron Young seinen Siegeszug von der Players Championship direkt zum ersten Green Jacket fortsetzen? Eines ist sicher: Beim US Masters 2026 ist die Zeit der Alleingänge vorbei – es ist Zeit für einen echten Krimi.
12 Apr 2026
Rory McIlroy büßt seinen Vorsprung beim US Masters 2026 in der dritten Runde komplett ein. (Foto: Imago)