


Der Titleist Pro V1 feierte 2025 seinen 25. Geburtstag – und ist seit einem Vierteljahrhundert der meistgespielte Golfball der Welt. Sein Geschwistermodell, der Pro V1x, folgte drei Jahre später. Zusammen dominieren die beiden Bälle die weltweiten Profi-Touren wie kein anderes Produkt im Golf: In der PGA Tour Saison 2025 wurden 73 % aller gespielten Bälle von Titleist gestellt – und Pro V1 sowie Pro V1x gewannen zusammen 26 von 46 ausgetragenen Turnieren.
Aber was ist eigentlich der Unterschied? Und welcher Ball passt zu Ihrem Spiel? In diesem Artikel beantworten wir genau diese Fragen – mit technischen Fakten, Tour-Daten und einer klaren Kaufempfehlung.
Beide Bälle teilen dieselbe weiche Urethan-Elastomer-Schale und die gleiche High-Flex-Casing-Schicht als Geschwindigkeitsverstärker. Der entscheidende Unterschied liegt im Kern:
Das Prinzip dahinter: Eine harte Schicht über einer weicheren Schicht reduziert den Spin bei harten Treffern (Driver, Hybrid). Eine weiche Schale über einer festeren Casing-Schicht erhöht den Spin bei langsameren Schlägen rund ums Grün. Dieser sogenannte „Spin Slope" – die Differenz zwischen Long-Game-Spin und Short-Game-Spin – ist beim Pro V1x steiler ausgeprägt als beim Pro V1.
Das neue 388-Tetraeder-Dimple-Design des 2025er Pro V1 optimiert Distanz bei penetrierendem, konstantem Flug. Der Pro V1x nutzt das 348-Tetraeder-Dimple-Design, das für einen höheren Ballflug mit maximaler Konsistenz ausgelegt ist.
Lernen Sie hier das dritte Modell der Titleist Pro V1 Familie, den Pro V1 Left Dash, kennen.

Der Pro V1 hat mit einer Kompression von 98 ein spürbar weicheres Gefühl als der Pro V1x (Kompression 108). In der Praxis ist der Unterschied beim Putten jedoch subtil – was viele Golferinnen und Golfer als „Gefühl" wahrnehmen, ist zu einem großen Teil die Geräuschwahrnehmung beim Treffmoment. Beide Bälle sind mit Titleists vorgedruckter AIM-Ausrichtungslinie erhältlich.
Hier beginnen die sichtbarsten Unterschiede. Der Pro V1x produziert bei Pitches und Chips messbar mehr Spin – was bei Annäherungsschlägen auf feste Grüns oder bei angeschnittenen Pins einen Vorteil bringen kann. Der Pro V1 fliegt bei Wedge-Schlägen etwas höher und landet mit einem steileren Winkel, stoppt also ebenfalls zuverlässig – nur auf einem anderen Weg.
Die Unterschiede im Eisen-Spiel sind vorhanden, aber fein. Der Pro V1x erzeugt bei Eisenschlägen etwas mehr Spin und fliegt durch seine Aerodynamik tendenziell höher, was einen steileren Landewinkel und schnelleres Stoppen auf dem Grün begünstigt. Die erzielte Weite ist bei beiden Bällen nahezu identisch.
Am Tee sind Pro V1 und Pro V1x sich am ähnlichsten. Beide Bälle liefern vergleichbare Ballgeschwindigkeit, Flugkurve und Weite. Ein wichtiger Hinweis von Titleist: Der längste Ball ist immer der gefittete Ball – nicht automatisch Pro V1 oder Pro V1x. Ein Beispiel aus dem Profi-Bereich: Jake Knapp spielt Pro V1, weil der Ball seinen hohen Spin von Natur aus kontrolliert. Justin Thomas spielt Pro V1x, weil er mehr Spin benötigt, um die Kontrolle zu maximieren.
Alles über Gewicht, Größe und Dimples eines Golfballs.

Die Antwort überrascht: In der PGA Tour Saison 2025 lagen beide Modelle nahezu gleichauf.
Besonders bemerkenswert: Viele Tour-Profis spielen ältere Modellgenerationen des Pro V1 oder Pro V1x. Scottie Schefflers sechs Siege gelangen mit dem 2021er Pro V1 – und drei weitere Siege 2025 erzielte Harris English mit dem noch älteren 2017er Pro V1. Das zeigt: Tour-Profis optimieren nicht auf das neueste Modell, sondern auf das Modell, mit dem sie sich am wohlsten fühlen.
Wo werden Titleist Golfschläger und Golfbälle hergestellt? Hier erfahren Sie es.
Titleist betont ausdrücklich, dass der längste und beste Ball immer der gefittete Ball ist. Ein Ballfitting – angeboten von Titleist selbst und bei vielen Golfhändlern – zeigt auf Basis Ihrer individuellen Schlagdaten, welches Modell für Ihre Schwunggeschwindigkeit, Spin-Werte und Präferenzen optimal ist.
Wem gehört Titleist? Hier erfahren Sie es.
Die aktuelle 2025er Generation bringt für beide Modelle einen neu reformulierten High-Gradient-Kern, der gleichzeitig mehr Ballgeschwindigkeit am Driver und mehr Spin bei Wedges ermöglicht – also eine steilere Spin Slope als die Vorgängergeneration.
Konkret bietet die 2025er Generation:
Fünf Wochen nach dem Tour-Launch beim Shriners Children's Open im Oktober 2024 hatten beide Modelle bereits vier Tour-Siege eingefahren.
Beide Modelle sind mit zahlreichen Personalisierungsoptionen erhältlich:
Lernen Sie hier das gesamte Golfballsortiment von Titleist kennen.
Der Pro V1 hat einen weicheren Solidkern (Kompression 98), fliegt mittelhoch und bietet maximalen Kurzspiel-Spin bei sehr weichem Gefühl. Der Pro V1x hat einen festeren Dualkern (Kompression 108), fliegt höher, spinnt bei Eisen und Wedges mehr und landet steiler auf dem Grün.
Keiner ist generell weiter. Titleist betont ausdrücklich: Der längste Ball ist immer der gefittete Ball. Bei langsamen Schwunggeschwindigkeiten kann der weichere Pro V1 marginal mehr Weite bringen, weil er leichter zu komprimieren ist. Bei mittleren und hohen Schwunggeschwindigkeiten sind beide Bälle nahezu identisch weit.
Wer weiches Gefühl und mittlere Flugkurve bevorzugt: Pro V1. Wer höheren Ballflug, mehr Spin bei Eisen und Wedges sowie ein etwas festeres Gefühl sucht: Pro V1x. Im Zweifel: Ballfitting machen lassen.
Ja. „ProV1" oder „Titleist ProV1" ist die kurzgeschriebene Variante des vollständigen Modellnamens „Pro V1". Es ist derselbe Ball.
Ja – die 2025er Generation liefert messbar mehr Ballgeschwindigkeit und einen steileren Spin Slope, also mehr Spin bei Wedges bei gleichzeitig niedrigem Spin am Driver. Allerdings spielen viele Tour-Profis bewusst ältere Modelle, wenn diese optimal zu ihrem Schwung passen.
Titleist Golfbälle gewannen 26 von 46 ausgetragenen PGA Tour Turnieren in der Saison 2025 – davon 14 mit dem Pro V1 und 12 mit dem Pro V1x. 73 % aller auf der PGA Tour gespielten Bälle waren Titleist.
29 Jul 2026
Wir vergleichen die beliebtesten Golfbälle: Den Titleist Pro V1 und den Titleist Pro V1x. (Foto: Titleist)