


"Gehe so weit, wie du sehen kannst. Wenn du dort ankommst, wirst du sehen, wie es weitergeht." Dieses Motto begleitet Lars Heuer in Folge 5 durch eine der schwierigsten Phasen des gesamten Projekts. Die ersten Turniere stehen an, der Druck ist riesig – und die Realität auf dem Platz ist oft schmerzhafter als gedacht.
Nach Monaten des akribischen Trainings im Simulator und auf der Range sollte nun die Ernte eingefahren werden. Doch Lars muss feststellen: Den Schwung zu beherrschen und auf dem Platz unter Druck zu performen, sind zwei völlig verschiedene Disziplinen. Während die guten Schläge immer besser werden, reißen Ausreißer nach unten und taktische Fehlentscheidungen den Score immer wieder in die Höhe. Es ist die Phase der "Minikrisen", in der Lars lernen muss, dass konstantes Golf im Kopf entschieden wird.
"Projekt 0" ist die Geschichte von Lars Heuer, einem 53-jährigen ehemaligen Unternehmensberater, der im November 2024 eine radikale Entscheidung traf: Er gab seinen Beruf auf, um innerhalb eines Jahres sein Golf-Handicap von 20,4 auf das Niveau eines Scratch-Golfers (Handicap 0) zu verbessern.
Dies ist kein gewöhnliches Sportprojekt: Lars geht ins finanzielle Risiko und widmet sein Leben für 365 Tage dem Traum, das Unmögliche möglich zu machen. Dafür trainiert er bis zu 40 Stunden pro Woche. Wie er selbst sagt: "Ich habe mich entschieden, meinen Traum zu leben und dies mit allen Konsequenzen." Die Chancen, dieses Ziel zu erreichen, schätzen Experten als minimal ein – doch Lars ist bereit, den vollen, ganzheitlichen Weg zu gehen, der über reines körperliches Training hinausgeht und die Bereiche Mentaltraining, Ernährung und Regeneration einschließt.
In der fünften Episode wird deutlich, dass die größte Hürde auf dem Weg zum Scratch-Golfer nicht mehr nur die Technik ist, sondern das Course-Management. Im direkten Vergleich zwischen Lars' risikoreichen Entscheidungen und der defensiven Strategie seines Begleiters Karl zeigt sich: Wer den "Hero-Shot" erzwingt, landet oft im Aus – wer das Bogey akzeptiert, spielt am Ende das bessere Handicap. Lars beschreibt eindringlich das "Teufelchen" im Kopf, das trotz vernünftigem Plan zum riskanten Schlag verleitet. Die Folge: Ein Ball gegen den Baum, der nächste ins Aus, das Loch gestrichen.
Doch trotz dieser Rückschläge gibt es positive Nachrichten: Das Handicap geht nach unten. Lars lernt, diese "Minikrisen" schneller abzuhaken. Inspiriert von Meister Yoda erkennt er: Scheitern ist der beste Lehrer. Auch wenn er noch keine Runde in den 70ern nach Hause gebracht hat, sieht er in Gedanken bereits, wie sie möglich wäre. Es sind nur noch zwei, drei Situationen pro Runde, die zwischen ihm und dem Paar-Golf stehen. Das Fazit nach einem halben Jahr: Der Weg ist steinig und keine Einbahnstraße, aber der Glaube an das Ziel Handicap 0 ist stärker denn je.
Erfolg in diesem ambitionierten Projekt ist nur im Team möglich. Lars Heuer wird von einem erstklassigen Expertennetzwerk betreut, das unter Profibedingungen arbeitet.
Die sportliche Leitung obliegt dem renommierten Ex-Profigolfer Florian Fritsch (Chef- und Schwungtrainer), während Heinz Peter Thül (ehem. Deutschlands Nr. 2 hinter Bernhard Langer) die Expertise für das kurze Spiel liefert. Ergänzt wird das Team durch einen Putting-Experten, Heimattrainer, eine Mentaltrainerin, eine Sport-Nutritionistin und eine medizinische Anlaufstelle. "Projekt 0" wird außerdem als ausführliches Videotagebuch auf YouTube begleitet.
31 Jan 2026
Lars Heuer trifft nach einem halben Jahr Training im Turnier auf die bittere Realität. (Foto: Screenshot YouTube)