


Inmitten der idyllischen Mischwälder östlich des Bodomsees, unweit der finnischen Hauptstadt Helsinki, präsentiert sich der Forest Course des Master Golf Clubs als charmantes und zugleich taktisch anspruchsvolles Woodland-Golferlebnis. Die 1992 mit neun Löchern eröffnete und 1997 auf 18 Bahnen erweiterte Anlage ergänzt das klassische Parkland-Layout des benachbarten Master Courses auf harmonische Weise.
Mit einer Gesamtlänge von 4.035 bis 5.951 Metern über fünf geratete Abschläge präsentiert sich der Par-72-Kurs keineswegs als unbezwingbares Längenmonster, fordert Golfer jedoch durch spürbare Höhenunterschiede, die die effektiven Schlagdistanzen immer wieder dynamisch verändern.
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Schon auf den ersten neun Bahnen wird deutlich, dass auf diesem Terrain Präzision klar vor Weite geht. Wer den Ball zu nah an die dichten Baumreihen bringt, sieht sich schnell vor schwierige Befreiungsschläge gestellt, während mittig platzierte Schläge gute Scoring-Chancen eröffnen.
Nach einem sanften Dogleg zum Auftakt fordert bereits die dritte Spielbahn volle Konzentration: Als doppeltes Dogleg-Par-5 ausgewiesen, gilt sie als schwerstes Loch der gesamten Runde und verlangt intelligentes Course Management sowie exakte Drives. Optische Akzente setzt kurz darauf Bahn 5, ein kurzes Par-3, dessen Grün frontal von einem mächtigen Bunker und rechts von einem Wasserhindernis verteidigt wird. Über wellige Fairways führt der Platz zu einem stimmungsvollen Ende der Front Nine an einem erhöhten Grün.
Die zweiten neun Bahnen stehen verstärkt im Zeichen strategischer Wasserhindernisse und charaktervoller Bahnenverläufe. Zu den spielerischen und optischen Highlights zählt das Par-3 der zwölften Bahn, das direkt an einen Teich grenzt und Risiko wie Belohnung geschickt gegeneinander abwägt.
An den Bahnen 14 und 15 dominiert erneut das feuchte Element; an Bahn 15 rahmt Wasser die Drivelandezone beidseitig ein. Das anspruchsvolle Finale leitet Bahn 17 ein, ein bis zu 520 Meter langes Par-5 mit reichlich Wasser in der Landezone sowie im Lay-up-Bereich. Die Schlussbahn belohnt schließlich vom erhöhten Abschlag mit einem fantastischen Blick in Richtung See, bevor das Fairway nach links dreht und zum letzten Grün führt.
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Der Forest Course erweist sich als feines Meisterwerk finnischer Golfarchitektur, das dichte Waldabschnitte, sanfte Hügel und geschickt platzierte Hindernisse zu einer abwechslungsreichen Runde verbindet. Golfer, die taktische Intelligenz und gepflegte Naturästhetik der reinen Schlagweite vorziehen, finden hier eine ebenso kurzweilige wie fordernde sportliche Heimat.
22 Sep 2026
Der Forest Course im finnischen Master Golf erfordert viel Präzision. (Foto: Michael Althoff)
Impressionen vom Forest Course im finnischen Masters Golf. (Fotos: Michael Althoff)