


Gut eine Autostunde westlich von Kopenhagen, unmittelbar an den Großen Belt angrenzend, erwartet Golfer ein echtes dänisches Schmuckstück: der Korsør Golf Club. Dieser traditionsreiche Mitgliederclub vereint die malerische Kulisse der Ostsee mit den sportlichen Herausforderungen eines exzellent gepflegten Parkland-Courses. Die Kombination aus dichtem, teils jahrhundertealtem Baumbestand und strategisch platzierten Wasserhindernissen verlangt ein überaus präzises Spiel. Überraschenderweise präsentiert sich das Gelände keineswegs flach; vielmehr sorgen wellige Spielbahnen, markante Senken und erhöhte Teeboxen für ständige Abwechslung.
Eine skandinavische Besonderheit zeigt sich bei den Abschlägen: Statt klassischer Farben sind die vier Teeboxen pro Loch nach der Gesamtlänge gestaffelt – von Abschlag 47 (4.739 Meter) bis zu den hintersten Abschlägen 57 (5.757 Meter) auf diesem Par-72-Kurs.
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Die Runde startet am Clubhaus mit einem bis zu 314 Meter langen Par-4, das sanft bergab führt. Hier gilt es, den Abschlag rechts zu halten, um einen Teich auf der linken Seite zu meiden. Nach einer engen, von Bäumen gesäumten zweiten Bahn führt der Weg zum ersten Par-3 (Loch 3), dessen Grün stark nach rechts und vorne abfällt.
Taktische Finesse erfordert das Par-5 der fünften Bahn (443 Meter): Ein blinder Abschlag führt bergauf, wo eine markante Stange die Orientierung erleichtert. Hinter dem Grün belohnt ein grandioser Blick auf die Ostsee die Mühen. Nur ein Loch weiter, an Bahn 6, dient sogar ein Pfeiler der berühmten Brücke über den Großen Belt als perfektes Ziel für den Abschlag. Die vordere Platzhälfte gipfelt in der schwersten Bahn der Runde, dem 519 Meter langen Par-5 an Loch 7, das als langes Dogleg links von dichtem Wasser verteidigt wird. Da der Platz keinen klassischen 9-Loch-Doppelloop beschreibt, führt Bahn 9 (Par-4, 306 Meter) weiter in die Landschaft hinaus.
Der zweite Teil der Runde beginnt sportlich mit einem Aufstieg über eine langgezogene Treppe zu den erhöhten Abschlägen von Bahn 10 (Par-5, 488 Meter). Nach engen Parkland-Schneisen an den Folgelöchern erweist sich Bahn 12 (Par-5, 444 Meter) als echter Präzisionstest: Das Fairway verengt sich auf den letzten 50 Metern dramatisch zu einer steil ansteigenden Gasse.
Das absolute Highlight für jeden Strategen wartet im letzten Drittel des Kurses: Bahn 14 (Par-4, 385 Meter) mutiert bei Gegenwind zu einem gefühlten Par-5 bergauf, belohnt aber erneut mit fantastischer Meeresaussicht. Direkt im Anschluss verläuft Bahn 15 (Par-4, 313 Meter) als Dogleg rechts direkt an der Wasserkante, was bei unpräzisen Abschlägen einen riskanten Schlag über das Meer erzwingt. Nervenstärke erfordert auch das kurze Par-3 der 16. Bahn: Die 122 Meter müssen fast vollständig über offenes Wasser auf ein plateauartiges Grün getragen werden. Nach dem längsten Par-4 an Loch 17, das mit einem Menhir-Stein als Zielpunkt überrascht , führt Bahn 18 (Par-4, 299 Meter) durch eine Eichenallee zurück zum Clubhaus, verteidigt von zwei Teichen und einem strategischen Solitärbaum.
Nach dem finalen Putt lädt die hervorragende Clubgastronomie dazu ein, den Tag bei typisch dänischen Gerichten und einem frisch gezapften Harboes-Bier vom Fass Revue passieren zu lassen. Der Korsør Golf Club besticht durch seine überaus herzliche Atmosphäre, in der Gäste schnell mit den Mitgliedern ins Gespräch kommen und die skandinavische Gelassenheit in vollen Zügen genießen können.
14 Jul 2026
Der Korsør Golf Club ist ein klassischer Mitgliederclub, der an der Ostseeküste liegt. (Foto: Michael Althoff)
Impressionen aus dem Korsør Golf Club. (Fotos: Michael Althoff)