


Südlich von Hurghada, wo das türkisfarbene Rote Meer auf die schroffen Ausläufer der Arabischen Wüste trifft, hat der amerikanische Architekt John Sanford ein meisterhaftes Resort-Layout geschaffen: den Madinat Makadi Golf Course. Die Anlage setzt im ägyptischen Raum Maßstäbe bezüglich Pflegezustand, sportlichem Anspruch und landschaftlicher Inszenierung. Von der Terrasse der angeschlossenen „Spikes Bar“ bietet sich Spielern ein Panorama aus sattem Grün, goldenem Wüstensand und azurblauem Meer. Das Clubhaus ist direkt an das exzellente Steigenberger Makadi Hotel angegliedert, das mit Boutique-Charme und erstklassigem Service überzeugt.
Madinat Makadi ist allerdings kein Platz für Zaghafte: Mit einer beeindruckenden Gesamtlänge von bis zu 6.871 Metern von den hintersten Abschlägen gehört er zu den längsten Plätzen des Landes. Untypischerweise werden alle Entfernungen in Metern statt in Yards angegeben. Ein charmantes Detail: Jede Spielbahn ist einer Persönlichkeit oder Figur der ägyptischen Mythologie gewidmet, worüber große Infotafeln an den Teeboxen aufklären. Gespielt wird auf extrem dichtem Seashore Paspalum-Gras, das den Ball perfekt wie auf einem Tee liegen lässt.
Hier finden Sie zahlreiche weitere Reiseberichte von den schönsten Golfplätzen der Welt.
Während die ersten neun Löcher noch recht gut zu Fuß bewältigt werden können, ist für die gesamte Runde – auch wegen der hohen Temperaturen und des stetigen Nordwinds – ein Cart dringend ratsam. Die Eröffnungsbahn, ein 400 Meter langes Par-4, verzeiht dank des breiten Fairways erste Ungenauigkeiten. Wer das dichte Grün jedoch verlässt, landet unweigerlich in tiefen Waste Areas.
Auf den Front Nine stechen vor allem das windanfällige Par-3 der vierten Bahn (210 Meter) mit seinen pfeilschnellen Grüns sowie die sechste Bahn heraus. Letztere gilt als das schwerste Loch der Runde (Par-4, 403 Meter) und verlangt als echtes „Risk-Reward“-Loch einen präzisen Drive an einem See vorbei sowie einen Annäherungsschlag über einen Wasserlauf. Zum Abschluss der ersten Hälfte fordert Bahn 9 (Cleopatra VII, Par-5, 550 Meter) einen blinden Abschlag vorbei an riesigen Bunkern, ehe es bergab zu einem plateauartigen Grün geht.
Die zweiten neun Löcher verlaufen unterhalb des Hotels und gelten als landschaftlich noch reizvoller, aber auch taktisch anspruchsvoller, da die Höhenunterschiede deutlich zunehmen. Nach einem blinden Abschlag an Bahn 11 erreicht man an Bahn 12 (Anubis, Par-4, 380 Meter) den tiefsten Punkt der Back Nine, der von kunstvollen kleinen Steinskulpturen gesäumt wird.
Ein strategisches Highlight ist das Doppel-Dogleg der 13. Bahn (Par-5, 530 Meter), das sich durch eine regelrechte Kraterlandschaft aus Bunkern bis zum Grün zieht. Spektakulär präsentiert sich das letzte Par-3 an Bahn 16: Über stolze 211 Meter schlägt man von einer Anhöhe stetig bergab, wobei die Spielbahn stark nach rechts hängt. Die Runde schließt mit einem packenden, 555 Meter langen Par-5-Dogleg, das nach einem blinden Teeshot drei perfekt exekutierte Schläge erfordert, um das gut verteidigte Plateau-Grün im Par zu bezwingen.
Ergänzt wird das Angebot durch einen voll funktionsfähigen 9-Loch-Executive-Platz (Par-27) für die schnelle Runde zwischendurch und eine der größten Driving Ranges Ägyptens. Madinat Makadi vereint sportliche Exzellenz mit luxuriösem Komfort und ist – besonders in Kombination mit dem Steigenberger Makadi (einem Adults-Only-Hotel) – die perfekte Destination für jeden Golfurlauber.
30 Jun 2026
Madinat Makadi Golf gehört zu den längsten Golfplätzen Ägyptens. (Foto: Michael Althoff)
Impressionen aus dem RMadinat Makadi Golf in Ägypten. (Fotos: Michael Althoff)