


Golfuhren haben sich in den vergangenen Jahren von nützlichem Zubehör zu einem echten Standard auf dem Golfplatz entwickelt. Sie liefern präzise Entfernungsangaben, zeigen Hindernisse und Greenlayouts an und helfen dabei, das eigene Spiel systematisch zu verbessern. Garmin gehört in diesem Segment zu den bekanntesten und verlässlichsten Herstellern – und mit der Approach S44 und der Approach S50 hat die Marke zwei Modelle im Angebot, die unterschiedliche Bedürfnisse gezielt ansprechen. Welche Uhr passt zu wem? Dieser Artikel gibt Golferinnen und Golfern aller Spielniveaus einen klaren Überblick.
Auf den ersten Blick ähneln sich die beiden Modelle sehr: Beide Uhren kommen mit einem 43 mm Gehäuse, einer Aluminium-Lünette und einem brillanten 1,2-Zoll AMOLED-Touchdisplay, das sich auch bei hellem Sonnenlicht gut ablesen lässt. Der wesentliche Unterschied liegt beim Armband: Die S44 setzt auf ein klassisches 20-mm-Silikonband mit Schnellwechselfunktion, während die S50 mit einem ComfortFit-Nylonband ausgestattet ist, das speziell auf ganztägigen Tragekomfort ausgelegt ist. Wer die Uhr also nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Alltag tragen möchte, wird das weichere Nylonband der S50 zu schätzen wissen.

Was beide Garmin-Uhren vereint, ist ein umfassendes Golf-Funktionspaket, das keine Wünsche offenlässt. Herzstück ist die vorinstallierte Datenbank mit mehr als 43.000 Golfplätzen weltweit – dargestellt als vollfarbige CourseView-Karten direkt auf dem Handgelenk. Golferinnen und Golfer erhalten jederzeit präzise Entfernungsangaben zum vorderen, mittleren und hinteren Bereich des Grüns sowie zu Hindernissen wie Bunkern oder Wasserhindernissen.
Der PinPointer zeigt die Richtung zur Fahne an – auch dann, wenn das Grün nicht in Sichtweite ist. Das ist besonders bei stark doglegged Löchern oder bei eingeschränkter Sicht ein echter Mehrwert. Die GreenView-Funktion stellt die Form und das Layout des Grüns dar und erlaubt es, die Pin-Position manuell auf die aktuelle Tagesposition zu verschieben.
Hinzu kommt die AutoShot-Funktion, die jeden Schlag automatisch erkennt und die Weite misst. Die digitale Scorecard ermöglicht es, den Score direkt auf der Uhr festzuhalten. Alle Daten lassen sich anschließend in die Garmin Golf App übertragen, wo Golferinnen und Golfer ihre Statistiken auswerten, ihr Handicap berechnen und Scorecards mit anderen teilen können.
Der Aufpreis von rund 120 Euro gegenüber der S44 macht sich bei der S50 in einem deutlich erweiterten Funktionsumfang bemerkbar. Besonders relevant für ambitionierte Golferinnen und Golfer: Die PlaysLike-Distanzen sind bei der S50 bereits integriert – sie berücksichtigen das Höhenprofil des Kurses und helfen dabei, Schläge bergauf oder bergab realistischer einzuschätzen. Bei der S44 ist diese Funktion nur über eine kostenpflichtige Garmin Golf Mitgliedschaft verfügbar. Auch das Stableford-Scoring, eine im Golfsport weit verbreitete Zählweise, bietet nur die S50 von Haus aus.
Noch deutlicher werden die Unterschiede abseits des Golfplatzes: Die S50 verfügt über eine 24/7-Herzfrequenzmessung, Stresslevel- und Body-Battery-Messung sowie eine erweiterte Schlafanalyse. Mehr als 30 vorinstallierte Sport-Apps – darunter Krafttraining, Yoga und Cardio – machen sie zu einer vollwertigen Fitness-Smartwatch. Wer außerdem unterwegs Musik hören oder kontaktlos bezahlen möchte, wird die Musik-Download-Funktion und Garmin Pay der S50 zu schätzen wissen. Kurz gesagt: Die S50 ist nicht nur eine Golfuhr, sondern eine smarte Alltagsuhr mit umfassendem Golfmodus.
Beide Uhren lassen sich mit der kostenlosen Garmin Golf App verbinden, die eine solide Basis für die Auswertung von Spielstatistiken, Handicap-Berechnungen und das Teilen von Scorecards bietet. Wer noch mehr aus seiner Uhr herausholen möchte, kann eine Garmin Golf Mitgliedschaft abschließen – zum Preis von 9,99 Euro pro Monat oder 99,99 Euro pro Jahr.
Die Mitgliedschaft schaltet unter anderem verbesserte CourseView-Karten mit höherer Detaildichte, Green Contour Daten – also die Darstellung der Neigung des Grüns auf ausgewählten Plätzen – sowie Touch Targeting frei. Letzteres ermöglicht es, die Entfernung zu einem beliebigen Punkt auf dem Platz zu messen. Für Golferinnen und Golfer, die tief in ihre Spielanalyse eintauchen möchten, ist das Abo eine sinnvolle Ergänzung – für alle anderen ist die kostenlose Version bereits sehr gut ausgestattet.
Die Approach S44 ist die richtige Wahl für Golferinnen und Golfer, die eine schlanke, fokussierte Golfuhr suchen, die alle wesentlichen Funktionen auf dem Platz abdeckt – ohne zusätzliche Funktionen, die man vielleicht nie nutzt. Mit einem Preis von 299,99 Euro bietet sie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist sowohl für Einsteigerinnen und Einsteiger als auch für erfahrene Spielerinnen und Spieler eine attraktive Option.
Die Approach S50 richtet sich an Golferinnen und Golfer, die ihre Uhr auch abseits des Platzes intensiv nutzen möchten: als Fitness-Tracker, Musikplayer und smarte Alltagsuhr. Mit integrierten PlaysLike-Distanzen, Stableford-Scoring und dem umfangreichen Gesundheits-Tracking bietet sie für 419,99 Euro ein Rundum-Paket, das weit über den Golfplatz hinausgeht.
Garmin liefert mit der Approach S44 und der Approach S50 zwei überzeugende Golfuhren, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen – aber beide auf ihre Art empfehlenswert sind. Wer eine zuverlässige, auf das Wesentliche fokussierte Golfuhr sucht, liegt mit der S44 richtig. Wer hingegen eine smarte Alltagsuhr möchte, die auch auf dem Golfplatz zu Hause ist, findet in der S50 den idealen Begleiter. In beiden Fällen dürfen sich Golferinnen und Golfer auf ein Gerät freuen, das ihr Spiel – und ihren Alltag – ein gutes Stück smarter macht.
26 Jun 2026
In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Garmin Golfuhren Approach S44 und S50 vor. (Foto: Garmin)