


Die Abu Dhabi Aldar Championship der DP World Tour wird vom 5. bis 8. November 2026 auf dem Yas Links in Abu Dhabi ausgetragen. Das Turnier ist das erste von zwei Play-off-Events der DP World Tour und gehört zur Rolex Series. Die Börse beträgt 9 Millionen US-Dollar, dazu kommen 9.000 Ranglistenpunkte und 2.000 Ryder-Cup-Punkte. Titelverteidiger ist der Engländer Aaron Rai, der 2025 im Stechen gegen Tommy Fleetwood gewann. Die 70 bestplatzierten Spieler der Race-to-Dubai-Wertung sind am Start, die besten 50 qualifizieren sich für die DP World Tour Championship in Dubai (12. bis 15. November).
Der Yas Links ist ein Par-72 mit 6.829 Metern Länge. Gegenüber dem Layout des Vorjahres ist er rund 40 Meter länger, vor allem wegen Bahn 2 (heute 513 Meter, zuvor 488 Meter) und Bahn 13 (heute 155 Meter, zuvor 141 Meter). Die Anlage liegt auf Yas Island und gehört Aldar, das 2026 erstmals als Titelpartner auftritt. Das Turnier wird seit 2022 dort ausgetragen. Das längste Loch ist das Par-5 an Bahn 18 mit 591 Metern, das kürzeste die Par-3 an Bahn 13.
Scoringfreundlich waren im Vorjahr vor allem die Par-5. Auf Bahn 2 registrierte man über vier Runden 38 Eagles, auf den Bahnen 7 (540 Meter) und 11 (528 Meter) lagen die Schnittwerte etwa einen halben Schlag unter Par. Auch Bahn 10 (360 Meter, Par-4) lag im Mittel knapp 0,3 Schläge unter Par. Schwerer waren Bahn 15 (Par-4, 444 Meter), die im Mittel gut 0,1 Schläge über Par lag, und das Par-3 an Bahn 17 (187 Meter). Jon Rahm beschreibt den Kurs als Platz, auf dem Scores niedrig ausfallen können, wenn man die Fairways trifft, weil die Grüns in sehr gutem Zustand sind und der Wind das Tempo begrenzt.
Eugenio Chacarra führt die Race-to-Dubai-Wertung mit drei Saisonsiegen an, zuletzt bei der DP World India Championship. Patrick Reed (zwei Siege) und Rory McIlroy (Dritter) sind die nächsten Verfolger, Casey Jarvis (zwei Siege) liegt auf Rang vier. Weil in Abu Dhabi deutlich mehr Punkte vergeben werden und die Entscheidung erst in Dubai fällt, kann selbst ein Sieg am Yas Links den Titel nicht sichern. Am Donnerstag gehen Chacarra, Reed und McIlroy gemeinsam als letzte Gruppe auf den Platz, weil die Startreihenfolge erstmals nach Ranglistenstand umgekehrt ist.
McIlroy steht mit 342,02 Punkten auf Rang zwei der Weltrangliste. In der Saison 2026 erzielte er bei 14 Starts einen Sieg (US Masters), einen zweiten und einen dritten Platz sowie sechs Top-10-Ergebnisse. In Abu Dhabi stand er in den dokumentierten Starts 2016, 2018, 2021, 2024 und 2025 jeweils auf Rang drei, ohne Sieg. Mit dem achten Vardon-Trophy-Titel (Saisonwertung) würde er Colin Montgomerie als Rekordsieger einholen.
Tommy Fleetwood ist Achter der Weltrangliste (255,02 Punkte) und hat 2026 bei 19 Starts acht Top-10-Ergebnisse erreicht. Auf dem Yas Links gewann er 2017 und 2018, 2020 wurde er Zweiter, 2025 unterlag er im Stechen Rai. Tyrrell Hatton (Rang 28 der Weltrangliste) gewann 2021 in Abu Dhabi und wurde 2024 Zweiter bei 22 unter Par.
Jon Rahm (Rang 15 der Weltrangliste) steht in der Race-to-Dubai-Wertung auf Rang 51 und muss sich für Dubai qualifizieren. Nach der Geburt seiner Tochter konnte er zuletzt kaum trainieren. Drei seiner fünf Rolex-Series-Siege stammen vom Jumeirah Golf Estates in Dubai. David Puig (Rang 83, 60,48 Punkte) gewann Ende November 2025 die BMW Australian PGA Championship und gibt laut Tour-Angaben sein Debüt bei dieser Veranstaltung. Adrian Otaegui (Rang 241) lebt in Dubai und ist der "local Hero" unter den Favoriten. Seine besten Ergebnisse hier waren Rang 28 (2023) und Rang 52 (2024), jeweils bei 9 unter Par.
Aaron Rai gewann 2025 im Stechen gegen Fleetwood, nachdem McIlroy mit 24 unter Par Dritter wurde. Im Mai holte er die U.S. PGA Championship in Aronimink und ist damit der erste Engländer seit 107 Jahren, der die Wanamaker Trophy gewann.
Das Gesamtpreisgeld beträgt 9 Millionen US-Dollar, die Ranglistenpunkte 9.000, dazu kommen 2.000 Ryder-Cup-Punkte. Als Maßstab: Rai erhielt als Vorjahressieger gut 1,3 Millionen Euro, McIlroy erhielt 2025 für Rang drei 437.922 Euro. Die Punkte entscheiden über die Qualifikation für Dubai und den Ausgang des Race to Dubai.
Vier Geschichten prägen die Woche. Erstens muss Chacarra seine Führung gegen Reed und McIlroy behaupten, ohne sich in Abu Dhabi schon zum Sieger der Saisonwertung krönen zu können. Zweitens verteidigt Rai seinen Titel nach dem PGA-Triumph im Mai. Drittens ist Freddy Schott als einziger deutscher Starter im Feld, der im Februar die Bapco Energies Bahrain Championship gewann. Viertens prägt die Sicherheitslage die Vorbereitung. Am 2. November wurde in Yas Links ein Aushang mit Evakuierungsanweisungen für den Fall einer Warnung der Behörden bekannt, berichtet unter anderem von Yahoo Sports. Die Tour verweist auf allgemeine Notfallpläne und hält an beiden Play-off-Turnieren fest. Robert MacIntyre fehlt laut seinem Management wegen der Lage in der Region, Matt und Alex Fitzpatrick, Shane Lowry, Justin Rose, Ludvig Åberg und Min Woo Lee stehen ebenfalls nicht im Startfeld. Die Gründe werden nicht einheitlich benannt, aber Sicherheitsbedenken liegen auch bei ihnen nahe.
Entscheidend dürften die Par-5 und die 444 Meter lange Bahn 15 sein. Das Turnier endet am 8. November, eine Woche später folgt das Finale in Dubai.
04 Nov 2026
Rory McIlroy gehört bei der Abu Dhabi Aldar Championship der DP World Tour zu den Favoriten. (Foto: Imago / Action Plus)