


Wer den Begriff „Linksgolf“ in seiner reinsten Form erleben möchte, ohne dafür nach Europa zu fliegen, sollte St. Francis Links im Osten Südafrikas besuchen. Der von Golflegende Jack Nicklaus entworfene Platz präsentiert sich mit dichtem Rough, weiten Dünenlandschaften und einem allgegenwärtigen Wind. Der Kurs liegt in einer exklusiven Wohnanlage nahe der St. Francis Bay; Gäste können in der Lodge oder in Villen direkt im Resort übernachten.
Bereits beim Empfang fällt der herzliche und professionelle Service auf – eine Handschrift von CEO Jeff „Santa“ Clause. Die Anlage verbindet amerikanische Service-Standards mit südafrikanischer Gastfreundschaft auf höchstem Niveau.
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Die Runde beginnt mit einem Par-4-Dogleg, das den Ton sofort vorgibt: dichtes Rough und strategische Fairwaybunker. Bahn 2, ein gerades Par-4 mit blindem Abschlag, profitiert von gut platzierten Ausrichtungspfählen, die sich auf der ganzen Anlage bewähren. Das erste Par-5 an Loch 3 schlängelt sich S-förmig durch die Dünen und fordert auf 523 Metern vollen Respekt ein.
Bemerkenswert ist das Par-3 an Bahn 4 mit zwei Grüns auf unterschiedlichen Höhenniveaus: Das Hochplateau-Grün liegt eingezwängt zwischen massiven Bunkern, während das Tiefgrün eine spannende taktische Alternative bietet.
Wer glaubt, die Anforderungen würden auf den Back Nine nachlassen, irrt. Sie beginnen mit einem kurzen Bergauf-Dogleg, gefolgt vom zweitschwersten Loch der Runde – einem 411 Meter langen Par-4. Ein Highlight des zweiten Abschnitts ist Loch 13, ein Par-5, das vom Abschlag über Wasser führt. Loch 14 verlangt als Par-3 mit erzwungenem Carry über das Wasser starke Nerven.
Loch 16 misst bis zu 572 Meter – hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn sich das Fairway gabelt und ein Bach den Weg zum Grün kreuzt. Das 17. Loch, ein stark onduliertes Par-3, belohnt strategisches Denken: Wer die Hangneigung nutzt, lässt den Ball zur Fahne arbeiten. Die Schlussbahn bietet einen erhöhten Abschlag mit Blick auf ein Dogleg links und ein von Bunkern flankiertes Aufstiegsgrün in Richtung Clubhaus.
St. Francis Links war unser absoluter Favorit in Südafrika. Im Februar 2026 lag das Greenfee umgerechnet bei unter 75 Euro pro Runde. Pflegezustand, Layoutqualität und Atmosphäre suchen auf diesem Preisniveau weltweit ihresgleichen. Wer nach der Runde noch Zeit hat, sollte den nahen Strand von St. Francis Bay mit seinem markanten Leuchtturm besuchen – besonders bei Sonnenaufgang ein unvergessliches Erlebnis.
28 Mar 2026
St. Francis Links liegt in einer exklusiven Wohnanlage nahe der St. Francis Bay. (Foto: Michael Althoff)
Pflegezustand, Layoutqualität und Atmosphäre stechen im t. Francis Links besonders heraus. (Fotos: Michael Althoff)